Wildling - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook - Blu-ray

Blu-ray Start: 26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min

Wildling - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Eingesperrt in einem kleinen Zimmer auf dem Dachboden eines abgelegenen Waldhauses und isoliert von der Außenwelt, wächst Anna (Bel Powley) unter der Obhut eines mysteriösen Mannes auf, den sie nur als „Daddy“ (Brad Dourif) kennt. Mit schaurigen Geschichten über ein kinderfressendes Ungeheuer schürt er seit jeher ihre Angst vor der Welt außerhalb ihres Gefängnisses. Als Anna im Alter von 16 Jahren von der örtlichen Polizei befreit wird, fällt es ihr schwer, sich an die neue Lebenssituation in Freiheit zu gewöhnen. Erst als Sheriff Ellen Cooper (Liv Tyler) den verstörten Teenager fürsorglich bei sich aufnimmt, beginnt Anna, ihre Angst vor der Außenwelt und dem Monster zu verlieren. Doch schon bald kommt es zu einer Reihe beunruhigender Ereignisse ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer

DVD und Blu-ray | Wildling - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook

Blu-ray
Wildling Wildling
Blu-ray Start:
26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.
Wildling - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook Wildling - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook
Blu-ray Start:
26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Wildling Wildling
DVD Start:
26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

Blu-ray Kritik - Wildling - 2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Tierisches Erwachen
„Soll ich Dir eine Geschichte erzählen?“ Bei dem Satz sieht man erst gar nichts und dann in einer sehr dunklen Aufnahme den Mund des Fragenden in einer extremen Nahaufnahme. „Soll ich Dir von dem Wildling erzählen?“ Und der Zuschauer denkt innerlich „Ja, los mach, erzähl“. Schließlich werden hier zu Beginn schon die altehrwürdigen Märchen und ihre mündliche Überlieferung aufgegriffen sowie die Lagerfeuergeschichten welche wohl die Geburtsstunde des Horrors in Form von Geistergeschichten sind. Eine Reminiszenz die auch schon John Carpenter meisterhaft in „The Fog“ hergestellt hat. Somit richtet sich der Beginn des Filmes „The Wildling“ nicht nur an die Protagonistin welcher die Frage gestellt wird, sondern auch an den Zuschauer und stellt sich direkt in eine uralte Tradition. Doch die geneigten Zuschauer seien gewarnt: der Bezug auf Märchen oder Folklore wird nicht mehr hergestellt. Höchstens auf einer symbolischen Ebene, denn es geht, wie so oft im Märchen und Horror, um ein Monster, um das Animalische im Märchen. Welches wieder nur symbolisch zu sehen ist für das was im Menschen lauert, sein Wesen darstellt unter dem Mantel der Zivilisation. Aber auch noch sehr viel mehr über die Entwicklung.

Liv Tyler in Wildling (2018)
Liv Tyler in Wildling (2018) © capelight pictures
Doch zunächst zurück auf Anfang. Man lernt ein junges Mädchen kennen, welches in totaler Isolation aufwächst und nur ihren Vater kennt. Was Assoziationen auslöst an Filme wie „Raum“ in der Menschen als Sklaven abgeschottet gehalten werden. Doch hier scheint der Vater seine Tochter schützen zu wollen. Schließlich scheinen in den umgebenden Wäldern die Monster namens Wildlinge umzugehen. Das Drama wird jedoch bald fallengelassen und das Mädchen wird mit der Zivilisation konfrontiert und muss alles lernen. Das Drama wird zur Tragikomödie mit einer Kaspar Hauser Thematik. Nun entwickelt sich das Mädchen auch körperlich und sie bekommt ihre erste Menstruation. Sie tritt in das Teenageralter ein, sie wird zur Frau und wie es sich für ein Märchen und für den Horrorbereich gehört, ist die körperliche Wandlung erschreckend, denn sie schreitet weiter fort als bei normalen Mädchen. Es ist mittlerweile ein Klischee geworden das die Pubertät symbolisch als Wandlung in ein Monster dargestellt wird, wobei es doch vielmehr ein Archetyp ist. Da diese Entwicklung das Thema des Filmes ist und alle drei Kapitel (Isolation, Kaspar Hauser, Creature Feature) miteinander logisch verbindet, liegt der Fokus auch auf der Hauptperson und wie diese die Veränderungen, die Zivilisation und die Natur erlebt. Sie muss sich mehrfach anpassen und lernen, wodurch die Nebenfiguren schon fast zwangsläufig aus dem Blickfeld geraten.

Bel Powley in Wildling (2018)
Bel Powley in Wildling (2018) © capelight pictures
So werden auch manche Hintergründe und Zusammenhänge vernachlässigt was einige Logiklöcher aufweisen lässt und Fragen nicht beantwortet. Da der Zuschauer aber permanent der Hauptperson folgt, hält sich die Spannung aufgrund des späteren Creature Features etwas in Grenzen, da ihr alle Sympathien gehören. Auch ist das Finale im Drehbuch bestimmt stringent ausgefallen, aber im Film erweist sich die Konzentration auf eine Figur sowohl als Vor- als auch als Nachteil. Aber die Mischung überzeugt insgesamt, wenngleich der versierte Zuschauer wohl kaum Überraschungen erleben wird. Aber doch sehr gute Darsteller zu sehen bekommt wie Liv Tyler, die den Film auch produzierte, und Genreveteran Brad Dourif. Insgesamt ist der Film zwar typisch, aber in der Verdichtung der symbolischen Ebene ein Paradebeispiel dafür wie Pubertät dargestellt werden kann und somit eine Empfehlung.

Liv Tyler und Bel Powley in Wildling
Liv Tyler und Bel Powley in Wildling © capelight pictures
Der Film kommt in einem optisch schick aufgemachten Mediabook auf den Markt. Dieses beinhaltet neben dem Film auf BD und DVD noch ein Booklet. Die Extras sind allerdings für beide Formate deckungsgleich und vermögen nur wenig zu überzeugen. So gibt es auch nur Outtakes die teilweise wirklich witzig geraten sind, entfernte Szenen und den Trailer sowie eine obligatorische Trailershow. Bei einem Mediabook dürfte man schon etwas mehr erwarten. Aber sowohl das Bild als auch der Ton können überzeugen und so dürften sich manche den Film in dieser Version gerne in das Regal stellen.


Fazit:
Auch wenn der Film einige Löcher aufzuweisen hat und sich ein Vorteil auch als Nachteil entpuppt so ist er doch ein Paradebeispiel dafür wie die Pubertät seit Jahrhunderten symbolisch dargestellt wird. Insofern empfehlenswert.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / capelight pictures