Wildes Sri Lanka - Blu-ray

Blu-ray Start: 29.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 150 min

Wildes Sri Lanka Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Blaues Meer, weiße Strände, grüne Wälder – Sri Lanka gilt als „Perle des Indischen Ozeans“. Diese Insel vor der Südostküste Indiens ist kleiner als Bayern – aber ihre Natur zeigt sich derart üppig und ihre Tier- und Pflanzenwelt so unglaublich vielfältig, dass sich Sri Lanka in dieser Hinsicht beinahe mit einem ganzen Kontinent messen kann.
Faszinierende Flugaufnahmen und beeindruckende Kranfahrten, extreme Nahaufnahmen und weite Landschaftspanoramen, Zeitraffer und Zeitlupen vermitteln ein eindrucksvolles Bild eines einzigartigen Paradieses und enthüllen die Naturschätze dieser außergewöhnlichen Tropenwelt.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Polyband Medien
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
30-minütiges Making-of

Video on demand - Wildes Sri Lanka

DVD und Blu-ray | Wildes Sri Lanka

Blu-ray
Wildes Sri Lanka Wildes Sri Lanka
Blu-ray Start:
29.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 150 min.

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DVD
Wildes Sri Lanka Wildes Sri Lanka
DVD Start:
29.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 150 min.

Blu-ray Kritik - Wildes Sri Lanka

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Die neuste Naturdokumentation der Regisseure Joe Loncraine und Mike Birkhead (Im Bann des Sibirischen Tigers) behandelt die Flora und Fauna der im Indischen Ozean gelegenen Insel Sri Lanka. Die dreiteilige Serie wird dabei in die Episoden „Seenland“, „Waldwelt“ und „Küstenreich“ unterteilt. Alle drei Folgen sind klasse-weltklasse und geben dem interessierten Zuschauer tiefe Einblicke in die Naturwelt des ehemals Ceylon genannten Landes. Doch an die herausragende Qualität des ebenfalls von Terra Mater, dem neuen Konkurrenten von BBC Earth, produzierten Genre-Referenztitel „Wildes Brasilien – Geheimnisvolles Naturparadies“ kommt „Wildes Sri Lanka“ trotz hoher Qualität nicht heran. Denn im Gegensatz zu „Wildes Brasilien“ wiederholen sich die Dialoge zu oft, wird zu häufig dieselbe Aussage mit anderen Worten getroffen. Alleine in der 50 Minuten langen Episode eins wird gefühlt zwanzig Mal erwähnt, dass der Leopard der König der Tierwelt Sri Lankas ist. Diesen Fakt hat sich der Zuschauer bereits bei der ersten, spätestens bei der zweiten Erwähnung gemerkt. So kosten diese Wiederholungen Atmosphäre und nerven mit der Zeit auch ein wenig. Denn es ist nicht vorstellbar, dass diese vor Naturvielfalt strotzende Insel nicht andere erwähnenswerte Fakten ermöglicht hätte. Deshalb hat der Zuschauer auch das Gefühl, dass hier einiges ausgelassen wurde , weshalb man nicht so tief in die Welt Sri Lankas abtauchen kann, wie etwa bei „Wildes Brasilien“ oder der Mitte Mai veröffentlichten, herausragenden Dokumentation „Australien – Kontinent der Gegensätze und Extreme“. Auch die meisterliche Reihe „Die Südsee“ hatte in dieser Hinsicht etwas mehr Tiefgang zu bieten. Das alles ist schade für „Wildes Sri Lanka“, denn hier wäre eine noch bessere Reihe möglich gewesen. Doch auch so bekommen die Serie und vor allem die Blu-ray Fassung eine Kaufempfehlung. Denn es gibt auch viele sprachlich angenehme Formulierungen und wissenswerte, gut aufbereitete und an den richtigen Stellen eingestreute Fakten. So kann der Zuschauer trotz der kleineren Schwächen viel aus dieser Dokumentation mitnehmen und sich von der visuellen Pracht begeistern und mitreißen lassen. In vielerlei Hinsicht ist „Wildes Sri Lanka“ nah dran am Referenztitel dieses Genres. Die weite, ruhige und abwechslungsreiche Kameraführung erschafft unzählige traumhaft schöne Bilder der exotischen, beeindruckenden Landschaften Sri Lankas, die vielfältig und paradiesisch daherkommen und im perfekten Lichtspiel aufgenommen wurden. Hier entsteht ein Postkartenmotiv nach dem anderen. Auch die stimmige Musik fügt sich gut ein und untermalt das Geschehen passend.

Sehr gelungen ist auch die Aufmachung des Filmes – wie immer beim renommierten Filmverleih Polyband. Das Cover wurde klug und schön ausgewählt, auf der Rückseite wurden interessante, anteasernde Bilder ausgesucht und der Schuber ist für Filmfans immer ein Kaufgrund mehr. Auch nach dem Abstreifen des Schubers erkennt der interessierte Zuschauer die Liebe zum Detail. Denn die Blu-ray befindet sich nicht in einem Plastik-Amaray-Case, sondern in einer sehr aufwendigen, schön gemachten und festen Papierhülle mit Plastikelementen. Die Discs befinden sich im wunderbar verarbeiteten Herz der Verpackung. Für Sammler, Naturdokumentationsfreunde und Filmfans lohnt sich schon aus diesem Grund die Anschaffung. Vergleichbar ist das Digipak mit jenem der guten Serie „Wildes Neuseeland“, wo der Titel zwar etwas in die Irre führt (Neuseeland von oben wäre passender gewesen), aber die Bilder traumhaft schön sind, die Fakten exzellent präsentiert wurden. Von der Aufmachung und Qualität ist auch „Ein Paradies auf Erden: Afrikas wildes Herz – The Great Rift“ zu empfehlen. Ein Empfehlung sei auch für den wissensreichen Zweiteiler „Der Ursprung des Lebens“ vergeben.

Auch die Blu-ray Umsetzung an und für sich ist gut. Das Bild ist sogar herausragend. Gestochen scharf, kristallklar, immer in Full HD, ein Genuss für Fans moderner Technik. Der Ton hat diese Qualität allerdings nicht. Das liegt weniger an den gut eingefangenen Geräuschen der Tierwelt, sondern viel mehr an der mittelmäßigen Vertonung von Sprecher Franz Robert Wagner. Dieser hat zwar eine kernige, ausdrucksstarke Stimme, verschluckt jedoch mehrfach das Satzende oder geht mit der Stimme in der Lautstärke so weit herunter, dass man entweder lauter stellen- oder den Text aus dem Zusammenhang erschließen muss. Das kommt einige Male vor. Die Klasse eines Martin Umbach (deutsche Stimme von Russell Crowe, George Clooney, Geoffrey Rush, Liam Cunningham) erreicht Wagner dabei zu keiner Zeit. Das und die anderen Detailfehler sind nur kleine Störfeuer, die allerdings in ihrer Gesamtheit die Wertung nach unten ziehen. Immerhin kann das 30-minütige, sehr interessante und hintergründige Making-of überzeugen.


Fazit:
Sehr gute, visuell begeisternde, exotische Naturdokumentation; eine Referenz in Sachen Bild, Kameraführung und Landschaftsauswahl. Leider kosten kleinere Detailfehler, wie sich wiederholende Dialoge und ein am Ende des Satzes zu leise werdender Sprecher Franz Robert Wagner, einige Wertungspunkte. Dennoch stark und zu empfehlen.


by Stefan Bröhl
Bilder © WVG Medien / Polyband Medien