Wildes Alaska - Blu-ray

Blu-ray Start: 27.11.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 150 min

Wildes Alaska Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Unberührte Wildnis, einzigartige Tierwelten und ein Land der Extreme. Erleben Sie ALASKA hautnah!
ALASKA – ein Land geformt von Gletschern und Eisschichten, durchzogen von mächtigen Strömen und riesigen Seen. Seine Lage am nördlichen Polarkreis bedeutet bitterkalte Winter, während durch die speziellen Landschaftsformen und die Größe des Landes bedingte Hitzewellen die Sommer bestimmen..
Es ist ein raues Land. Die Dichte der menschlichen Niederlassungen ist geringer als in Sibirien und die Tiere die hier leben, haben es mit den extremsten saisonalen Bedingungen der Welt zu tun. Trotz all dieser Härten ist ALASKA die Heimat einer erstaunlich vielfältigen Tierwelt ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Polyband Medien
Tonformate:
DTS-HD 2.0 (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer

DVD und Blu-ray | Wildes Alaska

Blu-ray
Wildes Alaska Wildes Alaska
Blu-ray Start:
27.11.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 150 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Wildes Alaska Wildes Alaska
DVD Start:
27.11.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 150 min.

Blu-ray Kritik - Wildes Alaska

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Es ist Nordamerikas größte Wildnis. Über eine Million Quadratkilometer unberührter Natur - Alaska. Die Jahreszeiten wechseln schnell. Jedes Lebewesen muss seine Chance rasch nutzen. Das gilt für Menschen genauso wie für Tiere. Hier kann nur überleben, wer im richtigen Moment zupackt. Sie verlangt hier allen das Äußerste ab. Die raue Wildnis von Alaska.
Es ist März und der Frost hat Alaskas Norden fest im Griff. 65 Tage ist kein Lichtstrahl auf diese Landschaft gefallen. Doch die Zeit der Finsternis ist jetzt vorbei. Der Frühling naht.

Die Geschichte ist solide umgesetzt. Die drei Episoden „Frühlingserwachen“, „Sommerfrische“ und „Eiswelten“ waren bereits im Mai bei ServusTV zu sehen und verdeutlichen den Kreislauf des Lebens und die harten Bedingungen in Alaska sehr gut. Ein weiterer Vorteil ist, dass kann mit jeder Folge beginnen kann, da sie unabhängig voneinander produziert wurden und bis auf den Zyklus der Jahreszeiten nicht aneinander anknüpfen. Zudem ist der Ansatz gelungen und entspricht dem, was man von BBC Earth gewohnt ist. Die Umsetzung allerdings nicht. Während die erste halbe Stunde von „Frühlingserwachen“ noch faszinieren kann, sinkt das Niveau der Episode fortan rapide, da sich in den letzten zwanzig Minuten der Folge nur noch auf die Fischjagd konzentriert wird. Dies ist aber nur lange nicht so interessant, wie die wahre Wildnis Alaskas. Zusätzlich werden hierbei unnötigerweise menschliche Fischer begleitet, die wenig zu erzählen haben. Warum sich dafür entschieden wurde, den Menschen so viel Spielzeit zu geben, ist ein Rätsel. Denn in diesen Szenen verliert „Wildes Alaska“ deutlich an Niveau und vor allem Spannung. Außerdem wird die Massenfischerei nicht mit einem kritischen Wort bedacht. Stattdessen muss man beobachten, wie hunderte Fische ihr Leben auf den für die Jagd modernisierten Kuttern aushauchen und eine in diesen Szenen völlig unpassend heitere Musik das Geschehen untermalt. Selbiges geschieht in Folge zwei, „Sommerfrische“. Diese Sequenzen sind unnötig und hätten deutlich abgekürzt werden können. Dann wäre auch mehr Raum für interessante Geschichten aus Alaskas Natur gewesen.
So wird man das Gefühl nicht los, dass die Serie viel Potenzial verschenkt. Das lässt sich auch anhand der dritten Episode – „Eiswelten“ – feststellen, die zwar auch noch kleine Schwächen hat, aber besser geworden ist, als die ersten beiden Teile, da sie zwar ebenfalls Menschen behandelt, aber im Zusammenhang mit Tieren wie Elchen oder Polarfüchsen, die es im Winter in die Städte zieht, um Nahrung zu finden.
Die Flora und Fauna, die für Freunde von Naturdokumentationen viel interessanter gewesen wären, stehen zwar auf die Gesamtlaufzeit bezogen im Mittelpunkt, doch die Auftritte der jeweiligen Tier- und Pflanzenart sind allesamt zu kurz geraten. Das gilt für niedliche Schwarzbären-Babys, die einen Baum hinunterklettern, als auch für eine Seeotter-Mutter und ihr flauschiges Junges. So sind diese Szenen für sich genommen zwar stark, aber eben doch das, was man diesem Dreiteiler insgesamt attestieren muss: oberflächlich. Daher erreicht die Serie zu keiner Zeit das Niveau von vergleichbaren Naturdokumentationen wie „Wildes Sri Lanka“ oder „Mythos Amazonas“. Es wirkt durchgehend so, als hätten sich die jeweiligen Regisseure nicht entscheiden können, worauf der Fokus liegen soll. So werden viele bekannte Tiere wie Eisbären oder Weißkopfseeadler vorgestellt, haben dann aber nur eine sehr kurze Auftritte, weshalb es wenig nur selten neue Informationen gibt. Das hört liest sich nun alles so, als wäre dies eine schlechte Serie. Das ist aber nicht der Fall. In diesem gut abgedeckten Genre gibt es einfach zu viele herausragende Werke, die qualitativ einfach hochwertiger sind als „Wildes Alaska“. Dabei dürfen sich Naturfans auch hier über meisterliche Aufnahmen der traumhaft schönen Landschaften freuen, bei denen einen das Herz aufgeht. Die meisten Einstellungen sind atemberaubend und atmosphärisch dicht. Seien es Aufnahmen des der sonnendurchfluteten Eiskulisse oder Nahaufnahmen eines Erdhörnchens in seinem Bau, welches im Winterschlaf gezeigt wird. Um dem Zuschauer zu verdeutlichen, wie der Stoffwechsel zu dieser Zeit funktioniert, wird sogar eine aufwendige Infrarot-Kamera eingesetzt, die für neue Perspektiven sorgt. Die Musikuntermalung ist gelungen ohne überragend zu sein. Die kernige und professionelle Synchronisation von Franz Robert Wagner ist stark und dank der gut geschriebenen Dialoge auch sprachlich wertvoll und angenehm.

Die Blu-ray-Umsetzung ist klasse. Das klare Bild besticht durch einen beeindruckenden Schärfegrad. Der erneut nur im DTS-HD-Master.2.0-Format abgemischte Ton weiß bis auf den fehlenden Surround-Sound mit Detailreichtum zu begeistern. Selbst der Herzschlag und das leise Atmen eines Erdhörnchens sind laut und deutlich zu hören. Extras sind bis auf eine fünfteilige Trailershow älterer Titel nicht vorhanden.


Fazit:
Gute Naturdokumentation, die allerdings zu oberflächlich bleibt, um in diesem gut abgedeckten Genre herauszuragen oder sich auch nur im oberen Bereich einzuordnen. Dennoch bietet „Wildes Alaska“ wunderschöne Aufnahmen der malerischen Landschaften, hat einige wundervolle Sequenzen zu bieten und kann mit einer angenehmen Sprache überzeugen. Solide.

by Stefan Bröhl
Bilder © WVG Medien / Polyband Medien