Wild Tales - Jeder dreht mal durch - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 124 min

Wild Tales - Jeder dreht mal durch Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Inspiriert von Tarantino, Almodóvar und den Coen-Brothers, überzeugt das argentinische Regietalent Damián Szifron mit seiner bitterbösen Komödie voller schwarzem Humor, in der sich sowohl Rachegelüste als auch Pointen kraftvoll entladen - absurd, tragisch, aberwitzig.
WILD TALES ist das seltene Beispiel für einen Film ohne Netz und doppelten Boden, ohne Gurt, Airbag oder andere Sicherheitsmechanismen. Er ist Kino, wie es purer nicht sein könnte, durch und durch argentinisch und gleichzeitig so universal, dass er uns allen den Spiegel vorhält. Das Biest, das er zeigt, das sind wir. Und wir sind urkomisch in unserer verzweifelten Wut.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo / ProKino
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Deutsch, Spanisch)
Untertitel:
Deutsch, Spanisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Extras (ca. 50 Min.)
Making Of
Interview mit dem Regisseur
Deutscher und Original-Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Wild Tales - Jeder dreht mal durch

Blu-ray
Wild Tales - Jeder dreht mal durch Wild Tales - Jeder dreht mal durch
Blu-ray Start:
25.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 124 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Wild Tales - Jeder dreht mal durch Wild Tales - Jeder dreht mal durch
DVD Start:
25.06.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 118 min.

Blu-ray Kritik - Wild Tales - Jeder dreht mal durch

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Seit der Einführung der Kategorie ‚Bester fremdsprachiger Film‘ im Jahre 1957 wurden bei den Oscarverleihungen siebenmal argentinische Filme nominiert. In den Jahren 1986 und 2010 wurden die beiden Filme „Die offizielle Geschichte“ und „In ihren Augen“ mit dem Academy Award ausgezeichnet. Auch in diesem Jahr (2015) wurde ein argentinischer Film für diesen Preis nominiert: „Wild Tales – Jeder dreht mal durch“ (Originaltitel: „Relatos salvajes“, Argentinien/Spanien, 2014).

In den sechs sehr unterschiedlichen Episoden erzählt der Film, von Menschen die ihre Kontrolle verlieren: Es beginnt mit einem Mann, der auf drastische Weise Rache an all seinen Peinigern nimmt. Danach bekriegen sich zwei Autofahrer (Leonardo Sbaraglia und Walter Donado), eine Köchin (Rita Cortese) entfernt sogenannten Abschaum vom Planeten, eine Braut (Érica Rivas) findet raus, dass ihr Mann (Diego Gentile) sie betrogen hat, ein Vater (Oscar Martínez) versucht seinen Sohn durch Bestechung vor dem Gefängnis zu bewahren und ein Ingenieur (Ricardo Darín) geht mit seinen eigenen Methoden gegen den örtlichen Abschleppdienst vor.

Der vor allem in Argentinien bekannte Regisseur und Drehbuchschreiber Damián Szifron hat sich in den letzten Jahren mit der TV-Serien-Produktion beschäftigt („Hermanos y detectives“) und sein letzter Film „Tiempo de valientes“ (2005) liegt schon sieben Jahre zurück. In diesen Jahren formten sich viele Geschichten in seinem Kopf. Indem er sie alle auf ihren Kern reduzierte, entstanden 15 einzelne Kurzgeschichten. Schlussendlich wählte sechs für diesen Film aus, die aber nicht separat, sondern als Teile eines großen Ganzen verstanden werden sollen. Alle Geschichten entstanden dabei mit einer wahren Idee aus der Realität, die Szifron, nach seinen Worten, in eine fantastische Welt überträgt und dort ausreizt. So ist der Ansatzpunkt oft vertraut – Autofahrer, die sich mal dumm anmachen, betrogene Ehefrauen und genervte Bürger etc. – doch die Weiterentwicklung der Storys ist durch eine starke Lust am Kontrollverlust gekennzeichnet. Dies zu inszenieren gelingt dem Regisseur sehr leichtfüßig und amüsant. Trotz teils brutaler Szenen bleibt dem Zuschauer nie das Lachen im Halse stecken und man erkennt immer das Augenzwinkernde dahinter. Das Konzept der Übertreibung gepaart mit schwarzen Humor geht hier wunderbar auf und führt zu einer guten Unterhaltung durch Geschichten, die mit unerwarteten Wendungen und Überraschungen bestechen. Auch formal ist der Film gelungen. Die Ausstattung, Szenerie und Musik passen sich den jeweiligen Episoden perfekt an und transportieren die richtige Stimmung. Zudem ist der Spielfilm mit hochkarätigen Darstellern aus Argentinien besetzt, die dort zu den Meistern ihres Faches gehören. Der Film, der auch in Cannes für die Goldene Palme nominiert war, wäre wirklich eine Oscar-Überraschung gewesen (gewonnen hat: „Ida“ aus Polen) und hätte gezeigt, dass auch ausländische Komödien eine Chance haben, diesen Preis zu bekommen.

Die Bonusausstattung der erscheinenden Blu-ray setzt sich aus einem Making-Of, einem Interview mit dem Regisseur Damián Szifron (zusammen ca. 45 Minuten) und zwei Trailern zusammen. Dabei ist vor allem das Interview informativ. Das Making-Of ist dagegen eher als ein Appetizer gedacht.


Fazit:
Der Film „Wild Tales – Jeder dreht mal durch“ hätte den Oscar verdient und wäre damit vermutlich auch eine ziemliche Überraschung gewesen. Der Film zelebriert mit seinen sechs Geschichten den Genuss am Kontrollverlust und schickt den Betrachter immer wieder auf eine neue, amüsante Reise mit unbekanntem Ausgang.

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by Doreen Matthei
Bilder © Eurovideo / ProKino