Wie schreibt man Liebe? - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 107 min

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Inhalt

Drehbuchautor Keith Michaels (Hugh Grant) hatte alles, einen Oscar®, Geld und Ruhm. Außerdem versprühte er diese unwiderstehliche Mischung aus britischem Witz und Charme. Doch das ist lange her: Nach einigen Flops ist er geschieden, pleite, ohne Aussicht auf neue Aufträge und mitten in einer ausgewachsenen Midlifecrisis. Sein letzter Ausweg: Er soll am College von Binghamton, einem verschlafenen Ostküstenort, einen Drehbuch-Kurs geben.
Doch kaum angekommen, beginnt er - ganz standesgemäß - eine Affäre mit seiner Studentin Karen (Bella Heathcote), verkracht sich mit einer humorlosen, aber einflussreichen Kollegin (Allison Janney) und auch der Unterricht läuft mehr als holprig. Aber dann trifft er Holly (Marisa Tomei), die ihm nach und nach den Kopf verdreht - und die Fassade des coolen Drehbuchautors beginnt zu bröckeln...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment / Constantin Film
Tonformate:
DTS-HD High Resolution 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Blick hinter die Kulissen (ca. 8 Min.), Interviews (ca. 30 Min.), Trailer deutsch, Trailer englisch

DVD und Blu-ray | Wie schreibt man Liebe?

Blu-ray
Wie schreibt man Liebe? Wie schreibt man Liebe?
Blu-ray Start:
07.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 107 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Wie schreibt man Liebe? Wie schreibt man Liebe?
DVD Start:
07.05.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 103 min.

Blu-ray Kritik - Wie schreibt man Liebe?

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Die Komödie von Regisseur Marc Lawrence (Mitten ins Herz, Ein Chef zum Verlieben) ist nach vier Jahren das Genre-Comeback von Hugh Grant. Nach der beinahe überall schwach angekommenen Komödie „Haben Sie das von den Morgans gehört?“ – bei der Lawrence ebenfalls Regie führte - nahm sich Grant eine Auszeit und war nur im Science-Fiction-Fantasy-Film „Cloud Atlas“ (2012) zu sehen. „Wie schreibt man Liebe?“ wurde bereits im April 2013 in New York gedreht und feierte seine Weltpremiere am 15. Juni 2014 auf dem Shanghai International Film Festival. Obwohl der Film eine klassische Hugh Grant-Komödie ist, konnte er in Deutschland lediglich 54.160 Zuschauer in die Kinosäle locken und war auch im Rest der Welt nur mäßig erfolgreich.

Keith Michaels (Hugh Grant) gewann 1999 den „Oscar“ für das beste Originaldrehbuch für seinen beliebten Film „Paradise Misplaced.“ Dieser Erfolg liegt mittlerweile 15 Jahre zurück. Heutzutage kann er seine Drehbücher nicht mehr verkaufen. So bittet er seine Agentin Ella Klein (Caroline Aaron) um Rat. Sie hat nur eine Idee: Eine Stelle als Dozent in Binghamton, New York. Zähneknirschend sagt Keith zu und fliegt hin. Er schaut sich die Stadt an und lernt die schöne Karen (Bella Heathcote) in einem Fast Food-Restaurant kennen und beginnt eine Affäre mit ihr. Harold Lerner (J.K. Simmons) ist der Fakultätsleiter und versteht sich gut mit Keith. Keith wählt seine Studenten nach einem einfachen Prinzip aus: Ihrem Aussehen und ihren Hobbys – was bedeutet: acht Frauen und zwei freakige Männer. Auf der Fakultätsfeier gerät er mit der einflussreichen und Jane Austen liebenden Literaturprofessorin Mary Weldon (Allison Janney) aneinander und schafft sich erste Feinde. Auch sein Kurs läuft nur schwerfällig an. Zudem ist da auch noch die zweifache Mutter Holly Carpenter (Marisa Tomei), die er nicht in den Kurs aufgenommen hat und der er deshalb viele Fragen beantworten muss. Er gibt nach uns nimmt sie in seinen Kurs auf. Langsam entwickelt er auch ein Unterrichtskonzept, welches funktioniert.

Die Geschichte ist witzig umgesetzt. Nachdem man den Film gesehen hat, muss man sich doch sehr wundern, dass sich so wenige Menschen diese warmherzige, unterhaltsame und angenehme Komödie angesehen haben. Die Dialoge sprühen vor Wortwitz und erzeugen aufgrund des Charismas und der guten Entwicklung der Charaktere eine humoristisch ansprechende Stimmung. Zudem erkennt man, wie liebevoll die Figuren selbst in den Nebenrollen geschrieben wurden. So bleiben viele der Charaktere im Gedächtnis haften. Auch die Anspielungen auf die vermeintliche Glitzerwelt Hollywood und den Heldenstatus der Stars sind gelungen und sorgen für einige Lacher. Speziell wenn man die Figuren genauer betrachtet, erkennt man einige Parallelen zu den realen Karrieren von Grant und Lawrence. Letzterer studierte selbst in Binghamton, wo auch einen Tag gedreht wurde. Diese Parallelen sind gelungen umgesetzt und sorgen bei eingeweihten Zuschauern ebenfalls für amüsante Szenen. Zwar stimmen nicht alle Details, doch dessen ist sich auch Lawrence bewusst und nimmt etwa die Zusammenstellung der Klasse gekonnt auf die Schippe – wieder ein gelungener Dialog. Dank der Liebe zum Detail und den Figuren hat diese Sommerkomödie auch überraschend viel Tiefgang und bietet dadurch ein hohes Identifikationspotenzial für den Zuschauer. Denn beinahe jeder wird in seiner Schul- oder Unizeit einen Lehrer, Dozenten oder Professor gehabt haben, der inspirierend war. So bleibt die einzige Erklärung für den Misserfolg an den Kinokassen, dass diese klassische Form der Komödie nicht den aktuellen Zeitgeist trifft.

Bis auf kleine Ausnahmen können auch die handwerklichen Kategorien überzeugen. Die Kameraführung ist meistens klasse, ist aber in einigen Momenten überraschend unruhig und störend, da rucklig. Die Landschaftsauswahl ist hingegen schön und die Musikuntermalung stimmig. Auch die Ausstattung und die Kostüme sind superb, zudem kann die deutsche Synchronisation überzeugen, da die gewohnten Stimmen die Stars professionell und ausdrucksstark verkörpern, auch wenn die Originalfassung noch einen Tick besser und lustiger ist.

Die Schauspieler machen ihre Sachen hervorragend. Der Cast wurde perfekt ausgewählt, da jeder Darsteller die jeweilige Rolle glaubhaft verkörpert. Das gilt selbst für kleine Nebenrollen. Hugh Grant (About a Boy, Tatsächlich... Liebe, Mitten ins Herz) zeigt eine sehr gute Leistung, die wie immer locker-flockig wirkt, sodass man den Aufwand, der dahinter steckt nur bedingt erahnen kann, da man wie so oft das Gefühl hat, dass Grant sich selbst spielt. Marisa Tomei (The Ides of March, The Wrestler, Crazy Stupid Love) zeigt eine charismatische und sympathische Leistung und stellt den Gegenpart zum zynischen Charakter Grants hervorragend dar. Der bis zu seinem „Oscar“-Gewinn in diesem Jahr für „Whiplash“ lange Zeit unterschätzte Schauspieler J.K. Simmons (Juno, The Music Never Stopped, Spider-Man 1-3) stellt seine Klasse einmal mehr unter Beweis und sorgt für viele Lacher, da er für einen der witzigsten „Running Gags“ des Filmes zuständig ist und auch sonst positiv in seinem Part zu gefallen weiß. Bella Heathcote (Dark Shadows, In Time, Killing Them Softly) weiß in ihrer frechen, verführerischen Rolle zu überzeugen und zeigt eine exzellente Performance. In weiteren, größeren Nebenrollen können Allison Janney (Ganz weit hinten, The Help, Juno), diesmal als konservative Professorin und Chris Elliott (...und täglich grüßt das Murmeltier, Verrückt nach Mary, Der Diktator) als schräger Nachbar und Arbeitskollege von Grant überzeugen. Auch die weiteren, gut ausgewählten Jungdarsteller spielen gut und fügen sich nahtlos ins große Ganze ein.

Auch die Blu-ray Umsetzung ist gelungen. Das scharfe, klare Bild bietet keinen Anlass zur Kritik und auch der Ton, gut abgemischt im DTS HD Master 5.1- Format ist gut, wenn auch an einigen Stellen einen Tick zu leise. Die Extras beinhalten einen Blick hinter die Kulissen, interessante Interviews, eine Trailershow, die Trailer zum Film und eine Filmempfehlung.


Fazit:
Warmherzige, angenehme Komödie im typischen Hugh Grant-Style. Dazu kommen aber noch ein gutes Drehbuch voll gelungener Anspielungen, geschliffenen, witzigen Dialogen und liebevoll gezeichnete Charaktere, die den Film zu einem sehenswerten Erlebnis machen.

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by Stefan Bröhl
Bilder © Paramount Home Entertainment / Constantin Film