What the Waters Left Behind (uncut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 16.11.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 93 min

What the Waters Left Behind (uncut) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die argentinische Gemeinde Epecuén ist eine Geisterstadt. Einstmals zählte der Ort zu den beliebtesten Ferienzielen des Landes. Tausende Touristen kamen Jahr für Jahr, um in den heißen Thermalquellen zu baden. Doch im November 1985 wurde Epecuén von einer zehn Meter hohen Springflut überschwemmt. Als das Salzwasser nach über dreißig Jahren zurückging, hinterließ es eine verwüstete Ruinenlandschaft.
Jetzt ist eine Gruppe junger Dokumentarfilmer nach Epecuén gekommen, um einen Film über die zerstörte Stadt zu drehen. Die Gerüchte, dass dort immer wieder Besucher verschwunden sind, werden ignoriert. Als jedoch das Auto der Filmcrew eine Panne hat, wird die Exkursion zum grausamen Horrortrip. Denn Epecuén ist keinesfalls so menschenleer wie man angenommen hatte. Und die Bewohner betrachten die Neuankömmlinge als Beute …

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Busch Media Group
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Spanisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailershow
- Q&A mit Darsteller Agustín Pardella auf dem Obscura Festival
- Wendecover

DVD und Blu-ray | What the Waters Left Behind (uncut)

Blu-ray
What the Waters Left Behind (uncut) What the Waters Left Behind (uncut)
Blu-ray Start:
16.11.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 93 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
What the Waters Left Behind (uncut) What the Waters Left Behind (uncut)
DVD Start:
16.11.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.

Blu-ray Kritik - What the Waters Left Behind (uncut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 1/10
Bild: | 9/10
Ton: | 3/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 2/10


Dass nicht nur in Amerika zwielichtige Redneck Kannibalen ihr Unwesen treiben, sondern dass auch Argentinien von jenen nicht verschont bleibt, wollen uns die Gebrüder Onetti anhand ihres neuesten Genrebeitrags What the Waters left behind in typischer Backwoods Manier zu verstehen geben.

Nach einem verheerenden Unwetter 1985 wurde die Stadt Epecuén durch einen Dammbruch vollständig von einem Salzsee geflutet, sodass die Bevölkerung fliehen, und all ihr Hab und Gut zurücklassen musste. Seit 2009 sind große Teile des Wassers zurück gegangen und hat bestimmte Gebiete der Geisterstadt sogar wieder freigegeben. Nun will eine mehr oder minder ambitionierte Filmcrew mit Hilfe einer der Überlebenden einen Dokumentarfilm in dieser wie dafür geschaffenen Umgebung drehen und macht sich mit einem Bus auf den Weg in das argentinische Atlantis. Doch bereits während der Anreise kommt es zu Reibereien untereinander und schon beim ersten Pit-Stop begegnen Ihnen sonderbare Gestalten, denen mit großen Lettern das Wort Hinterwäldler auf die Stirn geschrieben steht. Zu allem Überfluss haben die degenerierten Psychos auch noch eine Affinität zu leckerem Menschenfleisch und eine gewisse Abneigung gegenüber Fremden. Das macht die Filmcrew natürlich zu einem willkommenen Abendessen. Die Jagd ist eröffnet.

Szene aus What the Waters Left Behind
Szene aus What the Waters Left Behind © Busch Media Group
Die Gebrüder Luciano und Nicolas Onetti haben wohl einmal zu oft Michael Bays The Texas Chainsaw Massacre gesehen und sich gedacht: Machen wir auch so einen Film! Gesagt, getan. Ab geht's in die Schauspielschule, ein paar gelangweilte Praktikanten aus der Pause entführt und dazu noch literweise Kunstblut eingekauft. Den Rest des Budgets großzügig in eine Kameraausrüstung plus Bediener investiert, Zack! Heraus kommt What the Waters left behind. Es ist nicht unüblich, dass Filmemacher ihren Idolen Tribut durch den ein oder anderen Hinweis auf deren Werke zollen. Haarig wird es aber dann, wenn man versucht nicht nur die Stimmung und die Richtung in die der großen Meister zu lenken, sondern dreister Weise versucht sie aufs billigste zu kopieren. Dabei wird sich nicht mal die Mühe gemacht Szenenabläufe zu ändern, sondern wurden im vorliegenden Fall sogar komplette Passagen aus den Filmen The Texas Chainsaw Massacre und TCM: The Beginning 1:1 übernommen, nur wesentlich schlechter.

Es beginnt schon direkt am Anfang des Streifens mit dem Bus, mit dem das nicht als solches erkennbare "professionelle" Filmteam durch die Walachei tuckert. Den hat man doch irgendwo schon mal gesehen, nur in einer etwas anderen Farbe... Naja. Vielleicht Zufall. Dann wird in kürzester Zeit jedes stereotypische Hormonopfer der Reihe nach vorgestellt, und dem Zuschauer ist ab dem Moment schon herzlich egal, was ihnen im Verlauf der noch kommenden Abscheulichkeiten zustößt. Man wünscht sich nur, dass die Dialoge bald ein Ende haben, allein schon weil man ihnen nicht abkauft, dass sie einen auch nur halbwegs seriösen Dokumentarfilm zustande bringen können. Unzusammenhängende und nichtssagende Gesprächsfetzen scheinen nur dafür da zu sein die 93 Minuten irgendwie zu füllen, ob sie Sinn ergeben oder nicht. Die gewählten Synchronstimmen sind, genau wie die dazugehörigen Darsteller, eine Blamage für das Genre, das ohnehin schon nicht dafür bekannt ist durch geistreiche Dialoge oder Oscarnominierungen zu glänzen.

Szene aus What the Waters Left Behind
Szene aus What the Waters Left Behind © Busch Media Group
Dann kommt der Moment, auf den der Gorehound 45 Minuten warten musste: Die grenzdebilen Irren greifen zu selbstgebastelten Waffen und machen sich auf ziemlich dilettantische und bluttriefende Weise daran, die Objekte der Begierde zu zerlegen. Das Gezeigte wirkt zu jeder Sekunde selbstzweckhaft, billig und sinnlos, sodass sich selbst die eingefleischten Hardcore-Fans an die Birne fassen dürften. Spätestens als dann nach einer widerlichen Vergewaltigung (um auch wirklich alles zu bedienen was irgendwie geht) die bekannte und gefeierte Dinnerszene aus TCM: The Beginning wiederholt wird, nur mit einer Menge Overacting, stumpfsinnig und deplatziert, wird endgültig klar, dass die Onettis keinen Funken Eigeninitiative investiert haben. Was eventuell als Tribut gedacht war, endet in einer Farce die Seinesgleichen sucht. Um jedoch das Brüderpaar Onetti nicht genauso zu zerlegen wie sie ihre Opfer, muss man ihnen ihr Gespür für atmosphärische Kulissen und eine saubere, gut gemeisterte Kameraführung allerdings lassen. Dahingehend kann man die Arbeit als solche nicht kritisieren, wenn auch oft Schnitte unvorteilhaft und hektisch gesetzt wurden.

Zensur: Trotz reichlich Kunstblut, abgetrennten Gliedmaßen und vorbeischauenden Eingeweiden, sowie einer abstoßenden Vergewaltigungsszene zeigte sich die FSK von ihrer milden Seite und erteilte dem Folterschinken in seiner ungeschnittenen Form eine deutsche Freigabe ab 18.

Szene aus What the Waters Left Behind
Szene aus What the Waters Left Behind © Busch Media Group
Das Bild: Die wohl einzige Stärke des Streifens ist seine dreckige und an die 70er angelehnte Kameraführung, sowie der körnige, rot-braun gehaltene Farbfilter in Kombination mit der argentinischen Geisterstadt, die als Kulisse unheimlich intensiv anmutet und Potenzial für weitaus mehr geboten hätte. Im Bildformat 16:9 werden die 1080p gut ausgereizt und lassen die Ruinenartige Katastrophenlandschaft bedrohlich und atmosphärisch wirken.

Ton: Der Ton wird in zwei Audiospuren (Deutsch, Spanisch) im DTS-HD Format geboten, und ist leider ein einziges Desaster. Die Synchronstimmen und ihre Dialoge sind laienhaft und passen überhaupt nicht zu ihren Rollen. Die Musik versucht einen Spagat zwischen trashig retro und bedrohlich hinzulegen, ohne dabei konsequent eins beizubehalten. Das Ton-Effektverhältnis ist relativ normal.

Extras: Als kleinen Bonus gibt´s ein kleines Interview mit der Hauptdarstellerin.


Fazit:
What the Waters left behind ist ein von vorn bis hinten vergurktes Machwerk, das das Zelluloid nicht wert ist, auf dem es festgehalten wurde. Die Meisterwerke der Vergangenheit werden hier schamlos durch den Kakao gezogen und sowohl Hooper als auch Bay würden sich dafür schämen. Bis auf seine unheimlich genialen Kulissen hat der Film keinerlei Schauwerte zu bieten. Da helfen auch keine drastischen Gewaltausbrüche oder besonders viel nackte Haut. Unglaubwürdig in allen Belangen ist die argentinische Schnetzelarie nicht mal für Gorehounds einen Blick wert.

by Christoph Berger
Bilder © Alive / Busch Media Group