War of the Dead - Band of Zombies - Blu-ray

Blu-ray Start: 14.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min

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Inhalt

Die finnisch-russische Grenze, mitten im Zweiten Weltkrieg: Captain Martin Stone (Andrew Tiernan „300“) wird mit seiner Eliteeinheit abkommandiert, einer finnischen Einheit bei der Erstürmung eines deutschen Bunkers zu helfen. Doch die Männer geraten unter Feuer. Viel seltsamer ist jedoch, dass ihre Gegner nicht zu sterben scheinen, auch wenn sie erschossen werden. Die Untoten beginnen, ungestört einen der Soldaten nach dem anderen zu töten, bis es schließlich nur noch Stone zusammen mit drei anderen gelingt, in den Bunker vorzudringen. Doch dort machen die Soldaten eine mehr als schreckliche Entdeckung, die erklärt, wieso sich die deutschen Soldaten nicht töten lassen…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making Of, Trailer, Bildergalerie

Video on demand - War of the Dead - Band of Zombies

DVD und Blu-ray | War of the Dead - Band of Zombies

Blu-ray
War of the Dead - Band of Zombies War of the Dead - Band of Zombies
Blu-ray Start:
14.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
War of the Dead - Band of Zombies War of the Dead - Band of Zombies
DVD Start:
14.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 83 min.

Blu-ray Kritik - War of the Dead - Band of Zombies

Blu-ray Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 4/10


Der auf den ersten Blick wie billig produzierter Trash wirkende Film „War of the Dead – Band of Zombies“ wurde im Jahr 2011 vom finnischen Regisseur Marko Mäkilaakso gedreht und gilt überraschenderweise bis heute als die teuerste litauische Produktion aller Zeiten. Doch leider macht sich das vergleichsweise hohe Budget nur handwerklich bemerkbar und auf der inhaltlichen Ebene handelt es sich leider wirklich um seelenlosen Trash, der stellenweise kaum auszuhalten ist.

Ein versteckter Bunker, der auf keiner Karte zu finden ist, soll von US-Captain Martin Stone (Andrew Tiernan) und seinen Soldaten erstürmt werden. Sie erfahren nicht, um was es genau geht und weshalb der Bunker ein solch wichtiges Ziel darstellt. Zusammen mit einer finnischen Kriegseinheit rückt Stone gegen die Russen vor und der Bunker gelangt in greifbare Nähe. Doch plötzlich tauchen Soldaten auf, die - nachdem sie von einer Kugel zu Boden geworfen wurden - einfach wieder aufstehen und weiter kämpfen. Schnell wird klar, dass es sich nicht um gewöhnliche Gegner handelt, die es hier zu bekämpfen gilt und Stones Team verringert sich nach und nach gewaltig. Als der mysteriöse Bunker schließlich erreicht ist, wird allen Beteiligten das Ausmaß der Katastrophe klar: Es handelt sich um ein medizinisches Labor, in dem die Nazis eigene Kampfsoldaten gezüchtet haben. Zombies. Martin Stone und seine verbleibenden Begleiter sind die einzigen, die eine Ausbreitung der Ungeheuer noch verhindern können und stürzen sich in die Schlacht...

Die Bilder des Filmes wirken in der Tat alles andere als billig, die Ausstattung weiß durchaus zu überzeugen und auch die Inszenierung wandelt in relativ soliden Gefilden.
Dass „War of the Dead“ dennoch eine große Enttäuschung ist, liegt zum einen an der mittlerweile zu oft kopierten, nicht sonderlich subtilen Idee, Nazis in Zombies zu verwandeln (oder sie, wie es hier der Fall ist, als Zombiezüchter zu präsentieren), um ihre Boshaftigkeit möglichst plakativ zu verdeutlichen und zum anderen daran, dass das Drehbuch schrecklich unoriginell daher kommt. Wer auch nur ansatzweise einen ähnlichen Ideenreichtum wie in Tommy Wirkolas Splatterfilm “Dead Snow“ erwartet, wird maßlos enttäuscht werden. Jeder (der wenigen) Schockeffekte war irgendwann schon mal in einem anderen Film besser zu sehen und auch das Figurenensemble entspricht dem Klischeeschema. Ein weiteres Problem des Film ist sein viel zu ernster Erzählton: Während beispielsweise in „Dead Snow“ trotz sehr ähnlicher Thematik eine weitestgehend humorige Stimmung herrscht, nimmt sich „War of the Dead – Band of Zombies“ einfach viel zu ernst. So fragt man sich hin und wieder, ob sich Regisseur Marko Mäkilaakso wirklich im Klaren darüber war, dass er gerade einen Film über von Nazis gezüchtete Zombies dreht und keinen realistischen Kriegsfilm. „War of the Dead – Band of Zombies“ ist daher der Serie, auf deren Titel angespielt wird (“Band of Brothers”) teilweise sehr viel näher, als es dem Film gut tut und viel Spaßpotential wird einfach so verschenkt. Außerdem ist es sehr fragwürdig, was für ein klischeebeladens Bild der Nazis hier präsentiert wird, es ist sogar noch deutlich schlimmer als in den „Indiana Jones“ Filmen (wo es auch nicht weiter störte, da der Unterhaltungswert stimmte) und erreicht bei der Stilisierung der Nazis beinah ein Fetischniveau. Es ist wirklich befremdlich, wie genüsslich und fasziniert die Kamera das Konsumieren einer Zigarette durch einen fies aussehenden Nazioffizier einfängt und durch diese beinah ekstatische Szene ein arg verzerrtes Bild der Deutschen zu transportieren versucht. Marko Mäkilaakso geht über eine Dämonisierung der Nazis weit hinaus und erzeugt ein fast mystisches Bild der deutschen Soldaten im MTV-tauglichen Look, das einem irgendwie sauer aufstößt. Sicherlich geht es in „War of the Dead – Band of Zombies“ nicht primär darum, ein realistisches Bild des zweiten Weltkrieges zu vermitteln, aber ein bisschen mehr intellektuelles Feingefühl wäre dann doch wünschenswert gewesen. So spart der Film eine politische Metaebene komplett aus (die Nazis dienen lediglich als Personifikation des Bösen) und setzt voll und ganz auf die Unterhaltungsebene. Dass man auch hier nicht sonderlich viel geboten bekommt, macht den Film schließlich sehr entbehrlich. Kurioserweise versucht Marko Mäkilaakso am Anfang des Filmes, als die Zombies noch keine Rolle spielen, möglichst nahe an Kriegsserien wie „Band of Brothers“ oder „The Pacific“ zu sein, was jedoch wegen den wirklich nervigen, stumpfsinnigen Dialogen immer wieder unfreiwillig komisch wird. Richtig ärgerlich wird „War of the Dead – Band of Zombies“ aber dann, wenn es um die „realistischen“ Kriegsszenen zwischen den Finnen und Russen geht. Die Kamera zelebriert hier das gegenseitige Abschlachten mit einem abstoßenden Voyeurismus und vielen Zeitlupeeinstellungen, was bei Betrachtung des Handlungsraumes „Zweiter Weltkrieg“ einfach nur geschmacklos ist. Da ist man schon beinahe erleichtert, wenn endlich die genetisch manipulierten Soldaten auftauchen und der Film sich in eine ganz annehmbare Zombiehatz verwandelt. So ist die zweite Filmhälfte auch deutlich besser gelungen als die enttäuschende erste, da hier einigermaßen temporeich den Genrekonventionen gefrönt wird und die Schauspieler nicht mehr so viel miteinander kommunizieren.
Doch sogar eingefleischte Zombie- und Gorefans dürften enorm enttäuscht werden: Dass man in diesem, vom Verleiher selbstbewusst als „blutige Mischung aus The Walking Dead und Band of Brothers“ angekündigten Film fast keinen Tropfen Blut zu sehen bekommt, nimmt dem Film dann schließlich jegliche Existenzberechtigung.

Die Blu-ray liefert eine weitestgehend ordentliche Bildqualität (lediglich das Making-of ist da eine negative Ausnahme) und bietet auch in Sachen Ton eine ansprechende Qualität. Die Extras fallen mit einem etwa 15 Minuten langen Making-of und einer uninteressanten Bildergalerie leider etwas dünn aus und enttäuschen ebenso wie der Film.

Fazit:
Enttäuschender, teuer produzierter Trash, der auf der inhaltlichen Ebene so ziemlich alles falsch macht, was falsch gemacht werden kann und daher stellenweise kaum zum Aushalten ist. Immerhin der Look des Filmes weiß durchaus zu überzeugen und führt auf der handwerklichen Ebene daher zu einem erstaunlich guten Eindruck. Allerdings reicht das bei weitem nicht aus, um das Filmvergnügen zu retten oder aus „War of the Dead – Band of Zombies“ noch einen annehmbaren Zombiefilm zu machen. Also lieber die Finger davon lassen und stattdessen auf „Dead Snow 2“ warten, der schon im nächsten Jahr erscheinen soll.


by Jonas Hoppe
Bilder © KSM GmbH