Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.01.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 90 min

Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Einen letzten magischen Sommer wollen die beiden besten Freundinnen Lily und Gerri miteinander in New York verbringen, bevor sie ein neues Kapitel im Abenteuer ihres Lebens aufschlagen. Doch als sich beide in den attraktiven Künstler David verlieben, wird die Freundschaft zwischen den beiden auf die bisher härteste Probe gestellt: Denn welches Gefühl ist stärker? Der Rausch neuer Liebe? Oder die innige Bindung einer langen Freundschaft?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews mit Cast & Crew (ca. 55 Minuten), Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers

Blu-ray
Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers
Blu-ray Start:
28.01.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 90 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers
DVD Start:
28.01.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 86 min.

Blu-ray Kritik - Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


„Very Good Girls“ ist das Regiedebüt von Naomi Foner, der Oscar-nominierten Autorin von Sidney Lumets „Die Flucht ins Ungewisse“ (1988) und Mutter von Jake und Maggie Gyllenhaal. Das bereits 2012 produzierte und schon 2014 in den USA erschienene Coming-of-Age-Drama schafft es in Deutschland (wie auch in einigen anderen Territorien) nur ins Heimkino. Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers SzenenbildWährend dieser Umstand für viele Filme heutzutage längst kein Merkmal von mangelnder Qualität ist, muss man leider im Falle von „Very Good Girls“ feststellen, dass hier kein besonders guter Film entstanden ist. Foner erzählt hier einen sehr ruhigen, zurückhaltenden und sensiblen Film über zwei junge Freundinnen und ihr sexuelles Erwachen in einem Sommer in New York City, der letztlich eher kalt lässt und nie so richtig funktioniert. Während der Film wenig originell und etwas schlaff geraten ist, überzeugen jedoch die beiden überaus talentierten Hauptdarstellerinnen Dakota Fanning und Elizabeth Olsen, die einige überzeugende emotionale Momente präsentieren dürfen.

Lilly (Dakota Fanning) und Gerri (Elizabeth Olsen) sind beste Freundinnen, die so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen und alles miteinander teilen. „Very Good Girls“ hält einen entscheidenden Augenblick im Leben der beiden Mädchen fest, denn sie stehen kurz davor aufs College zu gehen. Für ihren gemeinsamen Sommer schließen sie den Pakt, ihre Unschuld zu verlieren. Sie lernen den grüblerischen Straßenkünstler, Freigeist und Eisverkäufer David (Boyd Holbrook) kennen, auf den besonders Gerri ein Auge geworfen hat. Doch ohne ihr Wissen beginnt sich die eher zurückhaltende und etwas kühl wirkende Lilly in David zu verlieben.

„Very Good Girls“ wirkt von Beginn an etwas erzwungen. Obwohl sich die beiden Hauptdarstellerinnen alle Mühe geben, wirken sie als gleichaltrige und unschuldige Freundinnen nur wenig glaubwürdig. Dakota Fanning war zur Drehzeit 18 Jahre alt, die Differenz zur fünf Jahre älteren Elizabeth Olsen (The First Avenger: Civil War) ist meistens überdeutlich zu spüren. Man merkt dem Film an, dass er den Zauber eines Sommers und der Jugend einfangen will, doch irgendetwas fehlt hier einfach, um den Film wirklich funktionieren zu lassen. Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers SzenenbildAlles wirkt hier letzten Endes etwas müde und flach. Die Begegnung mit David und die plötzliche Anziehung beider Mädchen wirkt wenig überzeugend und letztlich einfach sehr forciert. Hinzu kommt, dass David eine wenig interessante oder ausdrucksstarke Präsenz darstellt und man sich ernsthaft fragen muss, was die Mädchen in ihm abgesehen von ansprechender Optik sehen. Auch die Charakterzeichnung des pseudo-tiefgründigen Künstlers wirkt erzwungen und wenig glaubhaft. Überhaupt wirkt das Innenleben der Figuren eher leer und macht insgesamt einen leider aufgesetzten und unnatürlichen Eindruck, wodurch der ganze Film stark konstruiert scheint.

Größtenteils steht Lilly im Mittelpunkt und man erlebt den Film aus ihren Augen. Sie ist sehr schüchtern, unsicher und wirkt immer etwas launisch, man erhält den Eindruck, dass sie sich permanent bedrückt und unglücklich fühlt. Dazu trägt wohl auch ihr Familienleben bei, denn direkt zu Beginn erwischt sie ihren Vater Edward (Clark Gregg), der zuhause eine Arztpraxis betreibt, in Flagranti mit einer Patientin. Ihre streng und humorlos wirkende Mutter Norma (Ellen Barkin) kriegt davon Wind und fortan schwebt über ihrer Familie verständlicherweise eine Wolke des Trübsals. Ganz das Gegenteil stellt Gerris liberale Familie dar, denn ihr Vater Danny (Richard Dreyfuss) ist ständig gut gelaunt und besonders zu Späßen aufgelegt, was Gerri jedoch auch etwas nervt. Auch ihre Mutter Kate (Demi Moore), die auf einem Gesundheitstrip ist, trägt zum scheinbaren Unbehagen der flippigen Gerri bei. Die sehr gute Besetzung der Eltern hat hier, besonders im Falle von Dreyfuss und Moore, leider nahezu nichts zu tun und wird fast völlig verschwendet.

Spaß stellt „Very Good Girls“ nur sehr selten dar, im Grunde ist es nur die Eröffnungssequenz, in der Lilly und Gerry nackt baden gehen, der einzige wirklich freudige und ausgelassene Moment des Films. Lilly und Gerri werden in vilerlei Hinsicht als völlig gegensätzlich dargestellt, während Lilly die Ruhige und Nachdenkliche ist, macht Gerri einen offenen und lebensfreudigen Eindruck. Sie überspielt ihre eigene Unsicherheit durch ihre redselige und offene Fassade. Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers SzenenbildGerade Elizabeth Olsen reißt den Film mit ihrer energischen Präsenz immer wieder an sich und versucht der etwas drögen Angelegenheit etwas Lebendigkeit zu geben.

„Very Good Girls“ wirkt alles in allem einfach wenig besonders und originell, die Story ist insgesamt sehr vorhersehbar und geht trotz den beiden guten Darstellerinnen mit Ausnahme von ein paar guten emotionalen Momenten gegen Ende nicht ans Herz. Foner gibt dem Film einfach zu wenig dramatischen Antrieb, wodurch es „Very Good Girls“ an wichtiger Energie mangelt. Der Film weiß den Zuschauer leider kaum zu involvieren und wirkt letztlich überraschend leblos.

Bild
Der digital auf Arri Alexa aufgezeichnete Film überzeugt durch sein strahlendes und sehr scharfes Bild, das die sommerliche Stimmung wunderbar wiedergibt. Kontraste und Schwarzwerte sind sehr gut, die Farben zeigen sich knackig und natürlich und ergeben einen angenehmen visuellen Eindruck. Künstlich erzeugtes Filmkorn, das dem Bild etwas mehr Textur und Wärme verleiht, ist minimal zu erkennen. Bildfehler gibt es abgesehen von geringfügigem Nachziehen bei schnellen Bewegungen nicht.

Ton
Akustisch präsentiert sich die Disc erwartungsgemäß zurückhaltend. Hier stehen die Dialoge im Vordergrund, hier und da ertönen immer wieder ruhige Popsongs, die jedoch nicht besonders räumlich abgemischt sind. Eine recht gute Dynamik liegt aber dennoch vor. Für den Subwoofer gibt es in diesem Film im Grunde keine Notwendigkeit. Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers SzenenbildStimmen ertönen im Original sauber und klar verständlich. Eine durchweg adäquate technische Umsetzung also.

Extras
Das Bonusmaterial der Blu-ray überrascht mit vier überraschend ausführlichen Interviews mit den beiden Hauptdarstellerinnen und der Autorin/Regisseurin. Hier wird recht frei und entspannt über den Film geredet und manch interessanter Einblick geliefert. Ansonsten bietet die Disc nur die üblichen Trailer. Interviews (ohne Untertitel) - Dakota Fanning (16:00 Min.) - Elizabeth Olsen (16:40 Min.) - Dakota Fanning & Elizabeth Olsen (09:02 Min.) - Naomi Foner (12:48 Min.) Trailer - Deutsch (02:17 Min.) - Englisch (02:17 Min.) 3 Koch Media Trailer


Fazit:
„Very Good Girls“ ist leider ein wenig überzeugendes Coming-of-Age-Drama, dem es insgesamt an Frische und Lebendigkeit mangelt. Etwas ausgeglichen wird die leicht müde und enttäuschende Angelegenheit durch die beiden sehr guten Hauptdarstellerinnen, die besonders im Falle von Elizabeth Olsen dem Film etwas wichtige Energie verleihen.

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by Florian Hoffmann
Bilder © Koch Media




Very Good Girls - Die Liebe eines Sommers - Trailer