Vacation - Wir sind die Griswolds - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.01.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min

Vacation - Wir sind die Griswolds Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die nächste Generation der Griswolds ist da. New Line Cinemas „Vacation“ mit Ed Helms („Hangover“-Reihe) und Christina Applegate („Anchorman“-Reihe) schickt die Familie auf eine Reise zu einem Abenteuer, das unter keinem guten Stern steht. Der Film ist das Regiedebüt von Jonathan Goldstein und John Francis Daley. Rusty Griswold (Helms) tritt in die Fußstapfen seines Vaters. Damit die Familie wieder mehr zusammenrückt, macht er mit seiner Frau Debbie (Applegate) und ihren beiden Söhnen eine Reise durch das Land zur „Walley World“, Amerikas beliebtestem Familien-Erlebnispark.

Die Besetzung wird abgerundet durch Leslie Mann („Die Schadenfreundinnnen“) als Rustys Schwester Audrey, Skyler Gisondo („Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal“, „Hard Sell“) und Steele Stebbins („Ghost Movie 2“) als Rustys Söhne James und Kevin sowie Chris Hemsworth („Thor“-Reihe) in der Rolle des Stone Crandall, Rustys ärgerlich erfolgreichem Schwager. Beverly D’Angelo und Chevy Chase sind wieder in ihren Rollen als Ellen und Clark Griswold aus den klassischen „National Lampoon’s Vacation“-Filmen wie „Hilfe, die Amis kommen“ (1985) zu sehen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital Surround 5.1)
Englisch (ADS Stereo)
Spanisch (Dolby Digital Surround 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurettes
Verpatzte Szenen
Nicht verwendete Szenen

DVD und Blu-ray | Vacation - Wir sind die Griswolds

Blu-ray
Vacation - Wir sind die Griswolds Vacation - Wir sind die Griswolds
Blu-ray Start:
07.01.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Vacation - Wir sind die Griswolds Vacation - Wir sind die Griswolds
DVD Start:
07.01.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Vacation - Wir sind die Griswolds

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Die chaotischen Abenteuer von Clark Griswold und seiner Familie gehören zu den beliebtesten Komödienreihen Amerikas der letzten 30 Jahre. Gerade der ursprüngliche „Vacation“ von Harold Ramis (hierzulande „Die schrillen Vier auf Achse“) ist ein unumstößlicher Klassiker des Genres, seit vielen Jahren ist der dritte Teil „Christmas Vacation“ (deutsch: „Schöne Bescherung“) ein auch in deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenkender Weihnachtsklassiker. Vacation - Wir sind die Griswolds SzenenbildNun erschien im letzten Sommer der fünfte Teil der Reihe, der zugleich ein Reboot darstellt. Chevy Chase und Beverly D’Angelo alias Clark und Ellen Griswold haben nur einen kurzen Gastauftritt, diesmal ist es Sohn Rusty (Ed Helms), der den gutgelaunten und meist optimistischen Familienvater gibt, der seine Familie auf einen unvergesslichen und erwartungsgemäßen Urlaub quer durch Amerika führt. Die beiden Regiedebütanten John Francis Daley (bekannt als Dr. Lance Sweets in „Bones – Die Konchenjägerin“) und Jonathan M. Goldstein garnieren ihren Film mit zahlreichen Verweisen zu den Vorgängern und folgen stark der Struktur der Reihe, wodurch der Film oft wie eine nostalgische Hommage und prinzipiell wie ein Remake wirkt. Doch „Vacation“ fühlt sich keineswegs altmodisch an, denn Daley und Goldstein bringen auch eigene Ideen ein und geben dem Film ein zeitgemäßes Update, dem es zwar an echter Originalität fehlt, aber Fans und neuen Zuschauern dennoch gleichermaßen gefallen könnte. Der vielfach eingesetzte Toilettenhumor, der gezielt unter die Gürtellinie zielt ist sicher nicht jedermanns Geschmack, doch viele dieser vulgären Gags gehören trotz gewisser Vorhersehbarkeit an manchen Stellen zu den komischsten und einfallsreichsten Momenten des Films. „Vacation“ ist so ganz sicher kein Film für die ganze Familie.

Rusty (Ed Helms) hat sich entgegen aller Erwartungen angesichts der chaotischen Ereignisse seiner Kindheit und Jugend in einen Klon seines Vaters entwickelt. Er arbeitet zwar nicht wie Clark in der Lebensmittelbranche (er ist Flugkapitän auf Kurzstrecken), doch sein ausgeprägter Sinn für familiären Zusammenhalt um jeden Preis entpuppt sich im Erwachsenenalter als scheinbar dominantes Erbgut. Da seine Frau Debbie (Christina Applegate) ebenso wie seine beiden dauerzankenden Söhne Kevin (Steele Stebbins) und James (Kyler Gisondo) – ja genau: Kevin James – keine Lust mehr auf die alljährlichen Ausflüge in die immergleiche Ferienhütte haben, lässt sich Rusty etwas ganz Besonderes einfallen: Vacation - Wir sind die Griswolds SzenenbildWie in seiner Kindheit plant er einen Trip in den Vergnügungspark Walley World. Doch trotz enormer Distanz von 2.500 Meilen zwischen ihrem Wohnort Chicago und dem Park in Kalifornien will Rusty die Reise lieber im Auto bestreiten, anstatt naheliegenderweise zu fliegen. Während im Originalfilm der Wagon Queen Family Truckster, eine fiktive Familienkutsche beschafft wurde, besorgt Rusty diesmal den Tartan Prancer – den „Honda Albaniens“, ein bizarres Minivan-Gefährt, das vorne aussieht wie hinten, vier Außenspiegel, unzählige Knöpfe mit merkwürdigen Symbolen und zwei Benzintanks und einen Stromanschluss hat. Auf geht es auf eine Reise, bei der natürlich alles schief geht, was schief gehen kann.

Daley und Goldstein arbeiten die Checkliste des Originals konsequent ab. Da wäre die besagte äußerst eigenständige vierrädrige Monstrosität, das Mädchen im roten Ferrari, das Clark bzw. Rusty schöne Augen macht (damals Sports Illustrated Model Christie Brinkley, hier Sports Illustrated Model Hannah Davis), die episodenhafte Struktur, bei der diverse Zwischenstopps überall in Amerika gemacht werden. Einen Vorspann zu Lindsay Buckinghams „Holiday Road“ über Urlaubsfotos ist ebenso zu sehen und weckt sofort Erinnerungen an die alten Filme. Rusty ist wie sein Vater Clark stets sympathisch bemüht und ist seiner eigenen Tollpatschigkeit und Idiotie nie bewusst, singt gerne beim Autofahren mit voller Inbrunst (hier als netter Running Gag Seals „Kiss from a Rose“). Seine gutgelaunte Art kennt auch irgendwann seine Grenzen, als es irgendwann dann auch zu einer Wuttirade kommen muss, bei der er alles rauslässt, was sich im Verlauf des Films hinter seiner gutmeinenden Fassade angestaut hat (legendär die Wutrede am Ende von „Schöne Bescherung“). Auch die ständigen Versuche, bei denen Rusty und Debbie versuchen Sex zu haben, aber immer kurz davor unterbrochen werden, erinnern an Momente des Originals. Neu in Daleys und Goldsteins „Vacation“ ist die Tatsache, dass die Kinder in der Familie Brüder sind. Die Dynamik ist so eine andere, James, der ältere und sensiblere Bruder wird ständig von Kevin, dem jüngsten und dauerfluchenden Familienmitglied gepiesackt. Ein komödiantisches Highlight des Films ist sicher der selbstironische Auftritt von Chris Hemsworth als pompöses und selbstverliebtes Alpha-Männchen mit Riesenpenis Stone Crandall, der reiche texanische Wetterfrosch und Ehemann von Rustys Schwester Audrey (Leslie Mann). Die Szenen auf Crandalls Bullenranch beinhalten womöglich die komischsten Momenten des Films, man kann Hemsworth sichtlich den Spaß an seiner ungewohnt lustigen Rolle ansehen. Auch der Rest der Akteure überzeugt, gerade Ed Helms (natürlich primär bekannt aus der „Hangover“ Trilogie) kanalisiert Chevy Chases Clark regelrecht und bringt seine Körpersprache effektiv in seine Darstellung ein. Viele lustige Momente gehören auch den gut aufgelegten Jungdarstellern, deren ständiges Duellieren so manchen kleinen Lacher bietet. Sehr sehenswert ist die komödiantisch immer gut aufgelegte Christina Applegate, die mit Debbie einen angenehm bodenständigen Gegenpol zu Rusty bildet, der trotzdem in einer besonders auffälligen Szene an ihrem alten Campus auf besonders körperliche Art explodiert. Vacation - Wir sind die Griswolds SzenenbildEtwas enttäuschend ist der Auftritt von Chase und D’Angelo, wobei gerade erstgenannter irritierend aufgebläht und enorm gealtert aussieht, aber auch zudem keinen besonders motivierten Eindruck macht.

Humor ist bekanntlich subjektiv, wer jedoch die Reihe oder humoristisch tiefergelegte Streifen der letzten Jahre wie „Wir sind die Millers“, „Kill the Boss“ und Konsorten mag, wird hier sicher einiges zum Lachen haben. „Vacation“ ist sicher nicht der originellste Film und einige Gags zünden nicht und viele Momente sind vorhersehbar. Dennoch ist der Dauerklamauk trotzdem lustig und birgt einige große, wenn auch nicht enorm erinnerungswürdige Lacher. So ist „Vacation“ ein angenehm kurzweiliger Spaß, der keinem weh tut und sich damit weitestgehend gelungen in den Geist der Reihe einreiht.

Bild
Das digital auf Arri Alexa Plus aufgezeichnete Bild macht einen durchweg soliden Eindruck. Es präsentiert sich ein angenehmer und ausgewogener Bildeindruck mit hohem Schärfe- und Detailgrad, sehr guten Schärfe- und Kontrastwerten. Bildfehler sind keine vorzufinden. Die Farbpalette ist natürlich und sorgt für einen ästhetisch unauffälligen, aber für eine Komödie völlig adäquaten Eindruck.

Vacation - Wir sind die Griswolds Szenenbild Ton
Auch akustisch gibt es an der Scheibe nichts zu bemängeln, jedoch könnte der Ton etwas präsenter ausfallen. Stimmen sind zwar klar verständlich, könnten jedoch sowohl auf der deutschen als auch der englischen Tonspur etwas lauter abgemischt sein. Gute Dynamik zeigt sich in den Musiksequenzen, auch hier und da eingesetzte Soundeffekte sind durchaus wirkungsvoll. Eine adäquate, wenn auch nicht spektakuläre technische Umsetzung.

Extras
Das Bonusmaterial der Disc ist recht übersichtlich ausgefallen. Hier wird kurzweilige und oberflächliche Kost geboten, die einen ausreichenden Überblick über die Entstehung des Films liefert. Die ursprünglichen Filme der Reihe werden von allen Beteiligten mit großer Ernsthaftigkeit verehrt, wie gerade in der ersten Featurette deutlich wird.
Die Rückkehr nach Walley World (09:54 Min.)
Die Griswold Odyssee (18:23 Min.)
Verpatzte Szenen (01:32 Min.)
Nicht verwendete Szenen (12:13 Min.)


Fazit:
Die Fortsetzung und der gleichzeitige Reboot der „Vacation“ Reihe ist ein weitestgehend gelungener kurzweiliger Klamauk. Längst nicht alle Gags zünden und der vulgäre Humor des Films mag nicht jedermanns Sache sein, als netter Zeitvertreib ist der Film aber gut geeignet.

by Florian Hoffmann
Bilder © Warner Home Video