Upper East Side Society - Schulstart mit Hindernissen - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.08.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min

Upper East Side Society - Schulstart mit Hindernissen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nachdem es das junge Ehepaar Jeff (Neil Patrick Harris) und Samantha (Bonnie Somerville) nach New York verschlagen hat, müssen sie für ihre kleine Tochter Sue schnell eine neue, möglichst elitäre Schule finden. Schnell entpuppt sich dieses Vorhaben als verzwickt, denn das junge Elternpaar kassiert eine Absage nach der anderen. Als sie die etwas verrückte Schul-Agentin Sue (Amy Sedaris) engagieren, werden Jeff und Sam wenige Zeit später zum Vorstellungsgespräch in eine der nobelsten Eliteschulen New Yorks eingeladen. Jeff staunt nicht schlecht, als er dort für einen renommierten Schriftsteller gehalten wird. Nach einiger Überredungskunst von Sam mimt Jeff nun den weltberühmten Schriftsteller. Erstaunlicherweise geht der Plan voll auf und die beiden werden schnell Teil der Upper East Side Society. Doch bald müssen Jeff und vor allem Sam sich entscheiden: kehren sie zurück in die Provinz als die beiden, die sie auch tatsächlich sind oder leben sie weiter ein Leben aus Lügen in der New Yorker Erfolgswelt der Reichen und Intellektuellen?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Upper East Side Society - Schulstart mit Hindernissen

Blu-ray
Upper East Side Society - Schulstart mit Hindernissen Upper East Side Society - Schulstart mit Hindernissen
Blu-ray Start:
22.08.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Upper East Side Society - Schulstart mit Hindernissen Upper East Side Society - Schulstart mit Hindernissen
DVD Start:
22.08.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min.

Blu-ray Kritik - Upper East Side Society - Schulstart mit Hindernissen

Blu-ray Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 2/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 3/10


Als gesellschaftskritische Satire gedachter Streifen, soll mich ,,Upper East Side Society" durch eine witzige Rollenvertauschungskomödie von den Socken reißen. Eine Satire über das ,,Etepetete"-Leben der Oberschicht, da sage ich nie nein! Und bei Rollenvertauschung auch nicht. Ob Zwillinge verwechselt werden, Prominente und Normalbürger oder eben ein Armer als reicher Mensch der Upper East Side von New York wie es hier der Fall ist. Ich bin voller Vorfreude. Noch...

Schon als mir das Cover der Blu-ray in die Hände fällt, stelle ich etwas folgenschweres fest. Mehr als der Film für sich selbst stehen sollte wird Hauptdarsteller Neil Patrick Harris als Werbeträger verwendet. Besser noch: Neben dem verhältnismäßig großem Portrait, dass nichtmal aus dem Film oder der Promo dazu stammt (ich gehe sogar soweit zu sagen, dass es einer berühmten Serie entspringt) prangt in großen Lettern, dass Harris ja Schlüsselfigur in der Erfolgssitcom ,,How I Met Your Mother" ist. Ganz der Devise nach: ,,Wir wissen, der Film ist kein Meisterstück, aber hey, wir haben Barney!". Wenn schon die eigene Produktionshaus so wenig an den Film glaubt, wer soll es dann überhaupt tun?

Aber immerhin liegen sie damit nicht falsch. Der Film ist alles andere als große (Unterhaltungs-)Kunst. Das Chaos beginnt mit dem Umzug des Ehepaars Sarah (Bonnie Somerville) und Jeff (Neil P. Harris), die frisch nach New York kommen und eine erlesene Vorschule für ihr Kind suchen. Dass das natürlich nicht reibungslos funktioniert, ist Hauptbestandteil des Streifens und so gibt sich Jeff vorerst ungewollt als berühmt-berüchtigter Poet aus. Er gewöhnt sich aber an die Vorteile, die das Leben mit der Upper East Side Society mit sich bringt, doch den Schwindel aufrecht zu erhalten, meistert sich nicht so einfach.

Hört sich nach munterer Familienkomödie an, doch dank Swingerclubtreffen und Prostituierten Auftritte ist der Streifen nicht umsonst FSK 12. Was außerdem umsonst ist? Klare Antwort: Die anstößigen Szenen, da sie weder lustig noch wichtig für den Inhalt sind. Man hätte sie einfach und vor allem viel besser ersetzen können und zack, wäre der Film auf eine erweiterte Zielgruppe angesprungen. Aber wenn man sich nicht weiter zu helfen weiß, greift man halt auf das einfachste des einfachen zurück: Unanständiges. Wirkt nur leider absolut fehl am Platz, weil der Film bis zur Hälfte schön sauber bleibt.

Größtes Mitleid habe ich mit den Darstellern und wundere mich, wieso vor Allem Harris, der momentan zu den erfolgreichsten und bekanntesten Newcomern zählt, bei diesem Projekt zugesagt hat. Er hat es absolut nicht nötig, sich dafür niederzulassen. Der Film ist zwar schon 2011 abgedreht worden, aber schon da war er bestbezahlt und in aller Munde. Wurde er also bestochen? Handelt es sich um einen Freundschaftsdienst? Oder hat er eventuell eine Wette verloren? Viel mehr würde nämlich sicherlich keinen Sinn ergeben. Er macht seine Rolle natürlich gut, keine Frage, und lässt damit sämtliche Co-Darsteller noch blasser aussehen, als die Charaktere sie eh schon machen.

Überhaupt sind die Figuren zu gewollt kreirt worden. Das Abgedrehte hat kaum Glaubwürdigkeit, da der Zuschauer merkt, wie sehr die Autoren sich die Merkmale erzwungen haben. Da wäre zum Beispiel die Vorschulplatz-Vermittlerin Sue (Amy Sedaris), welche sofort die Freundin der Protagonistin sein möchte, obwohl diese ja um Ihre Dienstleitung bittet. Ein völlig verquertes Verständnis des Kontexts. Ganz geschweige vom lüsternden, älteren Vorstandsvorsitzenden, der eigentlich zur Intellektuellenelite gehört, dann aber Jeffs "Werk", dass eigentlich nur ein Auszug aus einem versauten Chatgespräch seines perversen Kumpels mit seiner Bordsteinschwalbe ist, in den Gipfel des Olymps lobt.

Alles in Allem, neben dem Kopf-vor-die-Stirn-Geschlage, ist der Film vor Allem eins: Unaufregend. Er zieht sich und teilweise muss ich aufpassen, dass ich nicht nebenher aus langeweile zu meinem nicht viel aufregenderem Kreuzworträtselheft greife. Das ist sehr schade, weil man aus dem Streifen einen wirklich schönen Familienfilm mit Biss und gar nicht schlechter Besetzung hätte machen können.

Im Extrasbereich des Films findet sich nicht viel mehr Entzücken. Ein paar hauseigene Trailer sind das Einzige was den Konsumenten ewartet. Zumindest ist die Ton-und Bildqualität nicht zu beklagen und ich bin erfreut, dass Neil Patrick Harris seine markante Synchronstimme beibehält (Danke lieber Philipp Moog).

Da es eine Satire ist, sollte ich das Ganze vielleicht mit ein bisschen mehr Augenzwinkern begutachten, aber die Art und Weise, wie das Drehbuch umgesetzt wurde, ist mir zu sehr ein Dorn im Auge. Es wirkt so, als würden viele satirischen Szenen nicht von grundauf als solche gedacht worden sein, sondern eher dass die Bezeichnung hinterher als Erklärung herhalten musste. So oder So, der Film erhält von mir nur 2 Punkte.

by Jennifer Mazzero
Bilder © Lighthouse Home Entertainment