Unlocked - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min

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Inhalt

Die CIA-Agentin Alice Racine hat den aktiven Dienst vor einiger Zeit quittiert. Während sie nun ein ruhiges Leben in London führt, wird sie plötzlich doch wieder zu einem Einsatz gerufen. Die CIA hat einen Verdächtigen festgenommen, der Informationen zu einem bevorstehenden Anschlag auf London haben soll. Alice hat den Verdächtigen im Verhör schnell geknackt, doch bevor sie die gewonnenen Informationen an ihre Vorgesetzten übermittelt, bekommt sie einen überraschenden Anruf von ihrem alten Kollegen aus Langley. Schnell bemerkt sie, dass sie getäuscht wurde und flüchtet. Als Alice begreift, dass die CIA unterwandert wurde, wendet sie sich an die Wenigen, denen sie noch vertrauen kann. Es beginnt ein Rennen gegen die Zeit. Wird sie den tödlichen Angriff auf London verhindern können?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailershow

DVD und Blu-ray | Unlocked

Blu-ray
Unlocked Unlocked
Blu-ray Start:
20.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Unlocked Unlocked
DVD Start:
20.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

Blu-ray Kritik - Unlocked

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


„Unlocked“ ist die Art von Actionthriller, die Hollywood in den 90ern noch am Fließband drehte – ein routinierter Regisseur, eine bunte Allstar-Besetzung und ein wendungsreicher, weitestgehend absurder Plot, den man nach fünf Minuten auch schon wieder vergessen hat. Das ist ganz gutes Material für einen verregneten Sonntag-Nachmittag, aber auch nicht mehr. Michael Apted, der einst den soliden Bond „Die Welt ist nicht genug“ und sowohl gute starbesetzte Dramen als auch Thriller wie „Gorillas im Nebel“, „Nell“ oder „Gorky Park“ inszenierte, führt hier fachmännisch, aber unspektakulär Regie. Mit dabei sind so vielversprechende Akteure wie Noomi Rapace in der Hauptrolle und Michael Douglas, John Malkovich, Toni Collette und auch Orlando Bloom in Nebenrollen.

Ex CIA-Agentin Alice Racine (Noomi Rapace)
Ex CIA-Agentin Alice Racine (Noomi Rapace) © Universum Film
Alice Racine (Noomi Rapace) ist eine ehemalige CIA-Agentin, die ihren Fokus auf Terrorbekämpfung gesetzt hat. Ein folgenschwerer Terroranschlag in Paris führte dazu, dass sich die von Schuldgefühlen verfolgte Alice in London zurückgezogen hat und dort als Sozialarbeiterin arbeitet. Als sich Hinweise auf einen bevorstehenden biologischen Terroranschlag auf die britische Metropole verdichten, überzeugt Alices ehemaliger Mentor und Chef Eric Lasch (Michael Douglas) die Ex-Agentin nochmal in den aktiven Dienst einzusteigen. Schnell sieht sich die Verhörspezialistin einem verdächtigten Boten eines islamischen Predigers gegenüber, dem sie Information zu dem angeblich geplanten Anschlag mit Biowaffen entlocken soll. Doch es stellt sich heraus, dass die CIA-Leute, die bei dem Verhör dabei sind, gar nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Sie wurde nur ausgenutzt, nach erfolgreicher Arbeit soll sie nun getötet werden. Alice gelingt die Flucht, jedoch macht nun auch ihre ehemalige Organisation auf sie Jagd und es liegt an ihr, die wahren Drahtzieher zu entlarven und damit den Anschlag zu verhindern.

Bob Hunter (John Malkovich)
Bob Hunter (John Malkovich) © Universum Film
„Unlocked“ ist mit sichtlichem Aufwand inszeniert worden, weshalb hier erfreulicherweise nicht das Gefühl einer billigen Direct-to-Video-Produktion entsteht. Dennoch bietet dieser einigermaßen solide Film für zwischendurch auch absolut nichts Neues. Das Drehbuch des Debüt-Autoren Peter O’Brien, das einst auf der Black List für die besten unveröffentlichten Drehbücher stand, wirkt zum einen gut recherchiert, zum anderen aber auch gesäumt mit klischeehaften Dialogen und den genreüblichen, teils haarsträubenden Wendungen. Diese sollen spürbar überraschend sein, fallen jedoch bei dem insgesamt recht farb- und wirkungslos inszenierten Film flach. Viele dieser Wendungen erwartet man als einigermaßen erfahrener Zuschauer in einem derartigen Spionagethriller, bei dem oft schon die reine Besetzung einer Figur ausreicht, um zu wissen, dass hier vermutlich ein doppelbödiges Spiel gespielt wird.

Richtig Spannung will hier auch nie aufkommen, die bodenständige und handgemachte Action ist meist einigermaßen ansprechend inszeniert, aber auch hier hat man schon weit Besseres gesehen. Auch die Figuren bleiben erwartungsgemäß blass, trotz zumindest teilweiser Mühen, etwa von Noomi Rapace, die auch hier wieder eine starke Präsenz liefert. Sie gibt, wie schon nun öfter bewiesen, eine gute Actionfigur, die aber mit zusätzlicher Dimension ausgestattet ist. Bei John Malkovich spürt man schon direkt, dass er mit seinem gewohnt zynisch-arroganten Part mal wieder nur an seinem Gehaltscheck interessiert war. Außerdem kriegt man angesichts seiner Rolle als CIA-Figur Bob Hunter die Erinnerung an seinen herrlich selbstironischen Part in „Burn After Reading“ von den Coens nicht los.

Alice und ihr ehemaliger Mentor und Chef Eric Lasch (Michael Douglas)
Alice und ihr ehemaliger Mentor und Chef Eric Lasch (Michael Douglas) © Universum Film
Ein wenig mehr Mühe gibt sich der immer gern gesehene Michael Douglas, der einst Spezialist für diese Art von Film war, den er allerdings in diesem Fall auch nicht über müden Durchschnitt heben kann. Toni Collette als Alices vertrauenswürdige MI6-Kollegin Emily Knowles kämpft spürbar mit hölzernen Dialogen, darf aber im dritten Akt des Films ein Maschinengewehr abfeuern, was nicht nur angesichts ihres Annie Lennox-Gedächtnislooks ein durchaus erinnerungswürdiges Bild liefert. Umso weniger man über Orlando Blooms lachhaften und völlig überflüssigen Part sagt, desto besser.

An sich ist „Unlocked“ eine recht gut geölte und klassisch inszenierte Thriller-Maschine, die weit von einem Debakel entfernt ist. Man kriegt den Eindruck aber nie los, dass hier nicht mehr wie recht solides Füllmaterial geboten wird. Manch interessante Idee und spannende Bezüge zur gegenwärtigen globalen Situation schlummern durchaus in diesem uninspirierten Genrevertreter, aber das reicht dann nun mal nicht, um den Film über mehr als ganz anständige Unterhaltung für zwischendurch zu heben.

Jack Alcott (Orlando Bloom)
Jack Alcott (Orlando Bloom) © Universum Film
Bild
Das leicht texturierte, aber ansonsten glasklare Bild überzeugt durch knackige Kontraste und Schwarzwerte, aber auch durch insgesamt sehr hohe Schärfewerte. Auch der Detailumfang ist sehr ansprechend, gerade Nahaufnahmen erweisen sich als enorm stark und einsichtsreich. Auffällig sind hier auch die satten und dynamischen Farben, die hier mit den genannten anderen Qualitäten für ein sehr schönes Hochglanzbild sorgen. Abgesehen von minimalem Rauschen ist dieses Bild frei von Mängeln.

Ton
Auch in akustischer Hinsicht macht die Blu-ray einen hervorragenden Eindruck. Die Priorität liegt hier auf den sehr klar und verständlich präsentierten Dialogen, die kraftvoll aus dem Center ertönen. Auch der Dynamikumfang überzeugt mit starken Höhen und Tiefen. Die hinteren Lautsprecher werden ständig von der Filmmusik angesteuert, aber auch atmosphärische Geräusche verteilen sich effektiv im Raum. Der Subwoofer wird auch immer wieder wirkungsvoll miteingebunden.

Extras
Das Bonusmaterial bietet leider nichts außer dem Trailer und einer Universum-Trailershow.


Fazit:
„Unlocked“ ist ein uninspirierter, aber weitestgehend solide inszenierter Actionthriller, der ohne Überraschungen bleibt und anständige Unterhaltung für zwischendurch bietet. Trotz der sehr guten Besetzung hat man diesen Film sehr schnell auch wieder vergessen.

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by Florian Hoffmann
Bilder © Universum Film




Unlocked - Trailer