Trautmann - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.09.2019
Digital VoD: 20.09.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 120 min

Trautmann Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Er kam als Feind und wurde ihr Held: Regisseur Marcus H. Rosenmüller erzählt die spannende und bewegende Lebensgeschichte einer der außergewöhnlichsten deutschen Sportlegenden: BERND TRAUTMANN, gespielt von David Kross („Der Vorleser“, „Krabat“), der sich als verhasster deutscher Kriegsfeind in England ein neues Leben aufbaute und dank seines unglaublichen Willens und seines Lebensmutes als Sportler zur Legende und als Mensch zum Vorbild einer ganzen Generation wurde.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of, Vfx Showreel

Video on demand - Trautmann

DVD und Blu-ray | Trautmann

Blu-ray
Trautmann Trautmann
Blu-ray Start:
20.09.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 120 min.

zur Blu-ray Kritik
Trautmann (2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook) Trautmann (2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)
Blu-ray Start:
20.09.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 120 min.
DVD
Trautmann Trautmann
DVD Start:
20.09.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

Blu-ray Kritik - Trautmann

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Selbst der Fußball sachkundige kennt den Namen nicht zwangsläufig, geschweige denn die Geschichte hinter diesem, und ebenso kommt man nicht direkt auf die Idee, dass es sich bei dem Titel TRAUTMANN um eine Verfilmung über einen Fußballer handelt. Dennoch besitzt dieser in seiner Bedeutung nicht weniger Gewicht als die Namen Rahn, Seeler oder Beckenbauer. Zwar halten sich die sportlichen Leistungen in einem überschaubaren Rahmen, obwohl er einst zu den besten Torhütern der Welt zählte, aber warum Bernhard Carl, genannt „Bert“, Trautmann dennoch so wichtig war, geht über das Sportliche hinaus. Und ebenso wie einst „Das Wunder von Bern“ thematisiert TRAUTMANN mehr das Drumherum als den Fußball, der zur Nebensache wird. Das ist wiederum schade, denn bei Sönke Wortmanns Film von 2003 war gerade die Balance aus den Verhältnissen der Nachkriegszeit und dem Sport, der Hoffnung gab zum einen eine besondere Stärke als auch eine gewisse Spannung. Diese Erwartung kann TRAUTMANN leider nicht erfüllen oder nur zum Teil.

Bert Trautmann (David Kross) und seine Frau Margaret (Freya Mavor)
Bert Trautmann (David Kross) und seine Frau Margaret (Freya Mavor) © capelight pictures
Den Privatmensch Bert bekommt man durchaus eindringlich zu sehen und auch der Zwiespalt zwischen der Vergangenheit im Krieg und dem daraus folgenden Hass der Briten gegenüber dem Feind, der sich in der Kleinstadt und später auch in Manchester komplett auf ihn projiziert wird. Dieses Feindbild kommt schon recht früh an seine Spitze, wenn er bei einer Presskonferenz an den Pranger gestellt wird und zum gefundenen Fressen für die Öffentlichkeit wird, die ihn von nun an im Stadion ausbuht und sogar auf offener Straße angreift. Bis hierhin hat TRAUTMANN alles richtig gemacht, verfällt aber dann immer mehr in eine Trägheit. Da man sich sehr genau an die wahrhaftige Geschichte hält, wirkt das Ende zu weilen unwichtig und mehr wie ein langgezogener Ausklang des Lebens von Bert. Der immer noch vorhandene innere Kampf mit seiner Vergangenheit und mit seinem Schicksal hat sich beinahe den ganzen Film lang hingezogen und wirkte zum Schluss dann recht plump und nicht wirklich schockierend, obwohl dies wohl dem mehr dem Skript als der Schauspielleistung geschuldet ist.

Bert Trautmann (David Kross)
Bert Trautmann (David Kross) © SquareOne Entertainment
Mit David Kross („Krabat“, „Ballon“) wurde nämlich einer von Deutschlands stärksten Exporten für die Hauptrolle gecastet und weiß durchgehend eine überzeugende Leistung zu erbringen. Der Zerrissenheit des Bert verkörpert er tadellos und ist ferner selbst in den Bewegungen sehr nah am Vorbild, was immer wieder auffällt, sobald auch mal Originalaufnahmen von den Spielen eingeblendet werden.
Neben ihm wurde mit Freya Mavor eine optimale Leinwandpartnerin gefunden, bei denen die Chemie und das Knistern deutlich zu sehen ist. Ein paar weitere Gesichter könnten dem Einen oder anderen bekannt vorkommen. So spielen ebenfalls in einer sehr kleinen Rolle Julian Sands („Warlock – Satans Sohn“) und Gary Lewis („Gangs of New York“) mit. Ebenfalls dabei ist Michael Socha, der zuletzt in der gefeierten HBO Mini-Serie „Chernobyl“ eine kleine Rolle hatte, sowie Harry Melling, der sicherlich den meisten als Cousin Dudley aus den „Harry Potter“-Filmen bekannt ist.

Bert Trautmann (David Kross) mit seinem Sohn John (Tobias Masterson)
Bert Trautmann (David Kross) mit seinem Sohn John (Tobias Masterson) © capelight pictures
Bild:
Das Bild ist geprägt bzw. durchzogen von einem Filter, der den Film älter wirken lassen soll. Dabei behält er dennoch ein scharfes und helles Bild, dass sehr angenehm ist.

Ton:
Der Sound mit einem sehr zurückhaltenden Score. Bei den wenigen Kriegsaufnahmen zu Beginn wird man schnell Teil des Schauplatzes, da das Geschehen einem regelrecht um die Ohren fliegt.

Extras:
Die Extras bestehen aus einem „Making of“, dass 18 Minuten lang Aufnahmen wie Interviews beinhaltet. Besonders interessant, jedoch sehr kurz, ist das Extra „Vfx Showreel“, dass zwei Minuten lang ohne Kommentar die visuellen Effekte des Films zeigt, wie z.B. die Inszenierung des Wembley Stadions, das Gefangenenlager, sowie die Stadt Manchester um die 50er Jahre.


Fazit:
An das vergleichbare „Das Wunder von Bern“ kommt er nicht heran, dennoch ist TRAUTMANN definitiv eine Empfehlung für alle die gerne Filme aus der Nachkriegszeit sehen und dazu noch eine Affinität zum Fußball haben. David Kross spielt als Bert Trautmann sehr stark und einnehmend auf und die Geschichte bietet selbst diejenigen die etwas über Bert Trautmann wissen, viele Aspekte, die nur wenigen bekannt sind.

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by Christian Willach
Bilder © Alive / capelight pictures




Trautmann - Trailer