Trance - Gefährliche Erinnerung - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min

Trance - Gefährliche Erinnerung Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Simon (James McAvoy), ein Kunstauktionator, verbündet sich mit einer Bande von Kriminellen, um ein millionenschweres Kunstwerk zu stehlen. Nachdem er bei dem Raub einen Schlag auf den Kopf erlitten hat, entdeckt er nach dem Aufwachen, dass er sich nicht daran erinnern kann, wo er das Gemälde versteckt hat.

Als Drohungen und Folter ohne Erfolg bleiben, heuert der Anführer der Bande (Vincent Cassel) eine Hypno-Therapeutin (Rosario Dawson) an, um in den dunkelsten Untiefen von Simons Psyche zu wühlen.

Als sie tiefer in sein angeschlagenes Unterbewusstsein eindringt, wird das Spiel immer gefährlicher, und die Grenzen zwischen Begehren, Realität und hypnotischer Suggestion verwischen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Englisch)
DTS-HD 5.1 (Deutsch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Entfallende Szenen
- Die Entstehung des Films
- Danny Boyles Retrospektive
- Kurzfilm "Eugene" von Spencer Susser
- Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Trance - Gefährliche Erinnerung

Blu-ray
Trance - Gefährliche Erinnerung Trance - Gefährliche Erinnerung
Blu-ray Start:
06.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Trance - Gefährliche Erinnerung Trance - Gefährliche Erinnerung
DVD Start:
06.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

Blu-ray Kritik - Trance - Gefährliche Erinnerung

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Der Brite Danny Boyle scheint sich auf kein Genre festlegen lassen zu wollen und testet seit nunmehr 19 Jahren immer wieder etwas Neues aus. Ob Zombiefilm („28 Days Later“), Bollywood-Drama („Slumdog Millionär“) oder Abenteuerfilm („127 Hours“) – Boyle beherrscht scheinbar jedes Genre spielend leicht und kann trotz allem stets seinen ganz eigenen visuellen Stil bewahren. Mit seinem neuesten Werk, dem Hypnose-Thriller „Trance“, geht er abermals neue Wege und meistert diese Herausforderung erwartungsgemäß mit Bravour! Entstanden ist einer der faszinierendsten Filme des Jahres, der leider keineswegs die Beachtung erfahren hat, die er verdient gehabt hätte.

Ein wertvolles Goya-Gemälde wird zum Ziel einer Gruppe von Dieben, die es mithilfe des hoch verschuldeten Kunst-Auktionators Simon (James McAvoy) stehlen wollen. Zunächst scheint alles nach Plan zu verlaufen, doch dann missachtet Simon eine der aufgestellten Regeln und alles droht im Chaos zu enden. Sein Boss, der brutale Gangster Franck (Vincent Cassel), schlägt ihn nieder, weshalb Simon vergisst, wo er das wertvolle Gemälde zuvor versteckt hat. Nun soll die Psychologin Elizabeth (Rosario Dawson) dabei helfen, die wichtige Erinnerung in Simons Gehirn zu finden und nutzt dafür Techniken der Hypnose. Allerdings droht Simon bei einem erfolgreichen Aufspüren des Gemäldes der Tod...

Danny Boyle führt die Zuschauer in einem enormen Tempo immer wieder hinters Licht und lässt eine unerwartete Wendung der nächsten folgen, weshalb man den Filmbildern zu keiner Sekunde trauen sollte. Die Rasanz des Drehbuches wird vom zumeist treibenden Soundtrack zusätzlich intensiviert, der „Trance“ in Kombination mit Boyles eigenwilligem visuellen Stil eine regelrecht hypnotischen Sogwirkung verleiht. Was als humorvolles Heist-Movie beginnt, entwickelt sich zu einem packenden Thriller à la „Inception“ und kulminiert in einem ziemlich brutalen und zugleich ungemein verblüffenden letzten Filmdrittel, das einen alles zuvor Gesehene noch einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten lässt. Bei „Trance“ lohnt sich definitiv ein zweites oder gar drittes Anschauen, denn nur so wird man alle subtilen Andeutungen und Details entdecken können. Die virtuos inszenierten und reichlich vorhandenen Hypnosesequenzen gehören zu den optischen Highlights des Filmes, der ähnlich wie Christopher Nolans Science Fiction Film „Inception“ gleich eine Handvoll an Meta-Ebenen bereit hält. Auch wenn der Zuschauer stets glaubt mehr zu wissen, als die von James McAvoy überzeugend gespielte Hauptfigur Simon, muss er doch immer wieder erkennen, dass er eigentlich ebenso planlos in der unwirklichen Welt des Danny Boyle verloren ist. Erwähnt werden sollte außerdem die vorbildhafte Konsequenz des Drehbuches, das auch mal explizite Nackt- und Gewaltszenen zulässt und zu keiner Sekunde ein schablonenhaftes Gut-Böse-Schema bedient. Zudem folgt es über weite Strecken keiner konventionellen Thriller-Dramaturgie, was den häufig eintretenden Überraschungseffekt zusätzlich verstärkt. In „Trance“ regiert eben die Täuschung. Dass aufgrund der vertrackten Geschichten einige Logiklücken nicht vermieden werden konnten, fällt wegen der bereits angesprochenen Rasanz des Filmes kaum ins Gewicht. Man hat schlicht und einfach keine Zeit sich über die vorhandenen Unstimmigkeiten des Scripts Gedanken zu machen, weshalb man die Geschehnisse auf dem Bildschirm einfach akzeptiert. In schauspielerischer Hinsicht kann das gesamte Ensemble vollends überzeugen, wobei Rosario Dawsons Elizabeth alle anderen Figuren in Sachen Faszination und Ambivalenz haushoch überragt. Dawson lässt die psychologische Raffinesse ihrer Figur durch ein subtiles Spiel glaubhaft erscheinen und scheut sich auch nicht vor einer ganzen Menge äußerst freizügiger Szenen. Diese expliziten Nacktszenen überraschen zwar zunächst, doch mit dem weiteren Filmverlauf offenbaren sie sich als ein essenzielles Element der Story, ohne das diese nicht so gut funktionieren würde. Jedenfalls sticht Rosario Dawsons schauspielerische Leistung sehr ins Auge. Was jedoch nichts daran ändert, dass McAvoy und Vincent Cassel ebenfalls sehr überzeugende Performances abliefern.

Die Blu-ray von 20th Fox kommt mit einer tollen Bildqualität daher, welche die hypnotischen Bilder des Filmes mit der nötigen Schärfe auf den Bildschirm bringt und Boyles visuellem Stil zur vollen Entfaltung verhilft. Was den Ton angeht, gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln, da der wunderbare Soundtrack in äußerst ansprechender Qualität aus den Boxen erklingt und auch die Dialogzeilen sehr gut abgemischt wurden. Zudem haben es auch einige interessante Extras (u.a. „Die Entstehung des Films“, „Kurzfilm "Eugene" von Spencer Susser“,…) mit auf die Blu-ray geschafft, was den positiven Gesamteindruck abrundet.

Fazit: Danny Boyle hat mit „Trance“ einen der besten Filme des vergangenen Kinojahres gedreht, den man sich aufgrund der virtuosen Inszenierung, des wendungsreichen Drehbuches und eines toll aufspielenden Darstellerensembles auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

by Jonas Hoppe
Bilder © 20th Century Fox