Toybox - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.02.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min

Toybox Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Ein Serienkiller hat seine Opfer in einem Wohnmobil massakriert - doch das ahnt Charles nicht, als er es gebraucht kauft. Er will sich mit seinen Söhnen und deren Familien zu einem Roadtrip in die Wildnis aufmachen. Doch fernab der Zivilisation in der Einöde verirren sie sich erst und bleiben dann zu allem Überfluss mit einer Panne liegen. Auf einmal bemerken sie, dass das Wohnmobil ein unheimliches Eigenleben entwickelt. Als einer von ihnen durch das Fahrzeug zu Tode kommt, dämmert es ihnen, dass dies kein Unfall war. Der Camper ist vom Geist des Killers besessen - und sie alle sollen die nächsten Opfer werden...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Toybox

Blu-ray
Toybox Toybox
Blu-ray Start:
07.02.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Toybox Toybox
DVD Start:
07.02.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

Blu-ray Kritik - Toybox

Blu-ray Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 3/10


Im Jahre 2019 gibt es eigentlich nichts mehr, das man noch nicht gesehen hat. 1977 brachte uns Wes Craven mit Hügel der blutigen Augen eine verstrahlte, missgestaltete Redneckfamilie, die fröhlich Jagd auf Touris machte. 1983 adaptiere kein geringerer als John Carpenter die gefeierte Stephen King Vorlage Christine in der ein knallroter Plymouth Fury ein beängstigendes Eigenleben entwickelt. 2018 schien ClownTown Regisseur und Schauspieler Tom Nagel sich gedacht zu haben, wie cool es wäre, eine Mischung aus beidem zu produzieren. In den Hauptrollen castete er mit Denise Richards und Mischa Barton bekannte Gesichter, verpasste dem Streifen noch einen coolen 70er Jahre Look und heraus kam: Toy Box. Kann doch eigentlich nichts schief gehen. Oder etwa doch?

Szene aus Toybox
Szene aus Toybox © Tiberius Film
Granpa Charles (Greg Violant) wünscht sich nichts sehnlicher, als noch ein letztes Mal mit der Familie einen gemeinsamen Urlaub zu verleben. Dazu erwirbt er ein gebrauchtes Wohnmobil, in das er kurzerhand seine Söhne, Schwiegertochter Jennifer (Denise Richards) und seine Enkelin Samantha (Mischa Barton) verfrachtet und mit ihnen in die Pampa schippert. Doch es kommt, wie es kommen muss: Fernab jeglicher Zivilisation hat der bunte Haufen, bei dem es schon früh untereinander zu Spannungen kommt, wie könnte es anders sein, eine Panne. Während der Reparaturarbeiten kommt es jedoch zu einem tragischen Zwischenfall, bei dem einer der Truppe auf merkwürdige Weise sein Leben verliert. Was die Familie zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Einst benutzte dieses Vehikel ein brutaler Massenmörder, um darin seine frisch aufgegabelten Opfer zu foltern und zu töten. Es scheint als habe der Geist des gestörten Mörders Besitz von seinem Camper ergriffen um auch nach seinem Tod sein Werk fortsetzen zu können. Das Fahrzeug, das mehr und mehr ein beunruhigendes Eigenleben entwickelt, wird für die ganze Familie zur Todesfalle.

Was im Trailer noch ganz unterhaltsam wirkte, entpuppt sich beim Schauen als beinahe vollständiges Desaster. Nicht nur ist die gesamte Figurenkonstellation sowohl in ihrer Dynamik als Familie, als auch in der Art ihrer Rollenverkörperung alles andere glaubwürdig; auch wirken die Konversationen untereinander schlichtweg belanglos und aufgesetzt. Das sorgt dafür, dass der Zuschauer recht schnell das Interesse verliert und das Schicksal der potenziellen Opfer kaum weniger relevant sein könnte. Für seine knapp 94 Minuten Gesamtlaufzeit braucht das Geschehen recht lange, um Fahrt aufzunehmen und lässt sich unnötig lange Zeit um die einzelnen Familienmitglieder und ihre Problematiken vorzustellen, die für den Verlauf der eigentlichen Geschichte eigentlich überhaupt nicht relevant sind. Jedes Klischee wird auf jede erdenkliche Art und Weise bedient, was es unmöglich macht lange am Ball zu bleiben. Die in die Jahre gekommene Denise Richards ist als solche kaum wieder zu erkennen, und hat sich mit der Rolle als nervige Übermutter ihrer noch nervigeren Filmtochter Mischa Barton auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Passend dazu lässt die Story selbst, wenn man sie als solche bezeichnen kann, in keiner Sekunde Spannung aufkommen und auch die Auflösung hinten heraus wirkt plump und einfallslos.

Szene aus Toybox
Szene aus Toybox © Tiberius Film
Wenn also die darstellerische Leistung unterirdisch und auch die Handlung eine totale Katastrophe ist, setzt der Gorehound in diesem Genre dann wenigstens auf kreative Todesszenen und technisch gut inszenierte Effekte, um wenigstens ein bisschen auf seine Kosten zu kommen. Aber auch davon keine Spur. Zwar bekommt man hier nicht, wie zuletzt in "Terrifier", der wohl gemerkt noch weniger Handlung zu bieten hatte als dieses krude Machwerk, pinkes Blut zu sehen, jedoch lassen die CGI-lastigen Gewalteskapaden handwerklich doch sehr zu wünschen übrig. Der auf dem Cover vorgenommene Vergleich mit Final Destination ist für selbigen ein verbaler Schlag ins Gesicht, denn Toy Box besitzt, trotz besseren technischen Möglichkeiten der Neuzeit, nicht den Schneid und die Originalität des 2000er Spektakels. Wahrhaft furchterregend ist allerdings die grauenhafte Darstellung eines meuchelnden, überdrehten Geisterpsychopathen, der ohne ersichtlichen Grund, aber mit viel Spaß an der Freude fröhlich drauf los metzelt. Der taucht aber nur sporadisch auf, sodass viel Zeit zum Langweilen bleibt. Das einzige, bei dem Regisseur Tom Nagel so etwas wie ein Händchen bewies, war die Wahl der Kulissen. Hier bieten sich dem Zuschauer tolle Naturaufnahmen und genau das richtige Ambiente um das Grauen auf eine nichts ahnende Familie los zu lassen. Das sollte zwar nicht Hauptaugenmerk eines Horrorstreifens sein, aber viel mehr positives lässt sich über "Toy Box" leider nicht sagen.

Szene aus Toybox
Szene aus Toybox © Tiberius Film
Bild: Das Bild ist im 1080p 16:9 und kann auf ganzer Linie überzeugen. Saubere Konturen und gestochen scharfe Farben lassen keinen Raum für Beanstandungen. Auch trüben keine erkennbare Körnung oder verwaschene Bildabschnitte das Gesamtbild. Ein weiterer Pluspunkt sind die bereits oben erwähnten, schön in Szene gesetzten Kulissen und prächtigen Naturaufnahmen, die besonders im FullHD eine absolute Augenweide sind.

Ton: Der Ton ist in zwei Audiospuren (Deutsch, Englisch) DTS-HD 5.1 vorhanden und bietet ein optimales Gleichgewicht zwischen Sprache und Effektlautstärke. Die gewählte Soundkulisse wirkt stimmig und fällt nicht weiter störend auf. Leider passen bei so gut wie allen Rollen die gewählten Synchronsprecher nicht zu den Darstellern, sodass man für ein besseres Filmerlebnis in Erwägung ziehen sollte ihn im Original mit Untertitel zu schauen.

Extras sind keine vorhanden.


Fazit:
Zusammengefasst ist Toy Box leider wieder einmal einer dieser Filme, die die Welt nicht braucht. Die großen Vorbilder Nagels sind zwar klar erkennbar, jedoch schafft er es nicht einmal beinahe deren Qualität auf sein Werk abfärben zu lassen, oder gar dem tot geglaubten Genre wieder neues Leben einzuhauchen. Viel zu sehr hält er sich mit Nebensächlichkeiten auf und versucht die mangelnde Substanz mit absurden, schlecht in Szene gesetzten Todesszenen wett zu machen, die in so gut wie allen 90er Slashern mehr zu bieten hatten. Selbst für Genrefans ist dieses Release eine absolute Zumutung.

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by Christoph Berger
Bilder © Tiberius Film