Tokarev - Blu-ray

Blu-ray Start: 13.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min

Tokarev Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 0,00 € jetzt kaufen
Amazon Logo 10,09 € jetzt kaufen7613059404953
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Es war für den Ex-Kriminellen Paul Maguire wie ein Faustschlag ins Gesicht: Dem Verbrechen den Rücken gekehrt führt er mit seiner Familie ein beschauliches Leben als erfolgreicher Geschäftsmann. Doch die kaltblütige Ermordung seiner über alles geliebten Tochter wirft ihn von einem auf den anderen Moment komplett aus der Bahn. Mit einer russischen Pistole der Marke Tokarev TT33 wurde sie mit einem Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Schnell wird klar: Seine alten Feinde wollen noch offene Rechnungen begleichen! Außer sich vor Wut kann er seiner eigenen, dunklen Vergangenheit nun nicht mehr entkommen. Mit seinen alten Kollegen kennt er nur ein Ziel: Vergeltung für den Tod seiner Tochter! Bis an die Zähne bewaffnet ziehen sie in einen halsbrecherischen Rachefeldzug gegen die Mörder. Die Täter werden bezahlen: Mit ihrem Leben!

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Alternatives Ende, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Tokarev

Blu-ray
Tokarev Tokarev
Blu-ray Start:
13.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Tokarev Tokarev
DVD Start:
13.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

Blu-ray Kritik - Tokarev

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Nicolas Cage, Oscar-Preisträger („Leaving Las Vegas“) und gefeierter Actionblockbuster-Held („Face/Off“, „Con Air“) vergangener Tage, chargiert sich nun schon seit geraumer Zeit durch die Niederungen der Heimkino-Premieren und reiht dabei munter ein mediokres Werk ans andere („Trespass“, „Stolen“). Nun sieht der Neffe von Regie-Legende Francis Ford Coppola („Der Pate“) rot – allerdings nicht wegen der eigenen, in den Sand gesetzten Hollywood-Karriere, sondern im brutalen Selbstjustiz-Reißer „Tokarev“, dem US-Debüt des Spaniers Paco Cabezas („Neon Flash“).

Cage mimt gewohnt theatralisch und mit offensichtlich gefärbten Haaren den Ex-Kriminellen Paul Maguire, der mittlerweile zum Übervater mutiert ist und sich mit Tochter Caitlin und neuer Ehefrau Vanessa (Rachel Nichols, „Alias - Die Agentin“) eine bürgerliche Existenz aufgebaut hat. Sein Leben gerät aus den Fugen, als Caitlin eines Abends entführt und wenig später per Kopfschuss getötet aufgefunden wird – niedergestreckt mit einer russischen Pistole des Fabrikats Tokarev TT33. Offensichtlich hat noch jemand eine Rechnung aus vergangenen Mafia-Tagen zu begleichen. Bewaffnet und bis zum Äußersten entschlossen, zieht Paul mit zwei alten Weggefährten auf einen gnadenlosen Rachefeldzug und entfesselt dabei eine Gewaltspirale, die nur Verlierer kennt – stets beäugt von Polizei-Oldie St. John (noch immer nicht zu alt für diesen Scheiß: Danny Glover, „Lethal Weapon“).

Wenn man sich die Interviews auf der Blu-ray zu „Tokarev“ anschaut und den gelangweilt wirkenden Nic Cage und die allgemeinen Würdigungen seiner Klasse überspringt, verwundern die Aussagen von Regisseur Paco Cabezas. Er lobt das Skript des Autoren-Duos Jim Agnew/Sean Keller, die vielen Wendungen und die Erwartungen unterlaufende Story. Wie bitte? Wirklich neu ist hier wenig. „Tokarev“ atmet den rüden Haudrauf-Geist von Genre-Standards älteren und neueren Datums wie „Death Wish“ (1974) mit Charles Bronson oder „96 Hours - Taken (2008) “ mit Liam Neeson. Selbst Kevin Bacon lief nach Verlust eines Kindes schon Amok („Death Sentence“, 2007) – und rasierte sich gar eine Glatze (!).

Sicher, die Actioneinlagen, vom Shootout bis zur Verfolgungsjagd, sind souverän inszeniert und die ausufernden Vergeltungsmaßnahmen von Paul und Co. mag man an als Ausdruck zunehmender Verzweiflung und Hilflosigkeit deuten. Doch wirklich Subtiles hat „Tokarev“ zur Thematik nicht beizutragen. Werke wie Clint Eastwoods brillantes Drama „Mystic River“ (2003) oder zuletzt erst „Prisoners“ (2013) mit Hugh Jackmann gingen da weitaus mehr in die Tiefe. Ja, und dann ist da noch der Endtwist, der „Tokarev“ leider auch nicht über den Durchschnitt hebt. Zum einen dürfte er für den Kenner mal wieder nicht wirklich überraschend kommen, zum anderen erscheint er in der Rückschau wenig glaubhaft. Chance vertan.

Die Extras der Blu-ray bieten 08/15-Stoff, darunter Semi-Aufregendes wie B-Roll, Trailer, Audiokommentar. Es gibt gelöschte Szenen (oU) ohne erkennbaren Mehrwert, ein(en) alternative(n)(s) Anfang und Ende sowie eine verlängerte Schlussszene. Von den Statements der Beteiligten (OmU) bleibt weiter nur ein Satz des Regisseurs Paco Cabezas in Erinnerung, mit dem er seine exzessive Arbeitsweise beschreibt: „Man muss sich den Arsch abfilmen.“ Dafür gibt es an Bild und Ton der Blu-ray wenig zu mäkeln, Schärfe und Konturen sind top. Aber mit Andrzej Sekula war ja auch der Kameramann von „Pulp Fiction“ an Bord.

Fazit: Was haben die Geheimratsecken und die durchschnittlichen Filme von Nicolas Cage gemeinsam? Sie nehmen zu. „Tokarev“ ist dabei kein Totalausfall und bietet solides Action-Entertainment, variiert aber letztlich nur bekannte Motive. Für eine Kino-Wiederauferstehung muss da deutlich mehr kommen vom einstigen Kick-Ass-Mitstreiter.

by Florian Ferber
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment