Tödliches Verlangen - Blu-ray

Blu-ray Start: 24.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min

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Inhalt

Angela (Gina Gershon) und Brian (Nicolas Cage) leben den amerikanischen Traum in einem luxuriösen Traumhaus mit Pool. Umgeben von attraktiven Freunden scheint auch ihr privates Glück fast perfekt. Nur der sehnliche Wunsch nach einer kinderreichen Familie bleibt unerfüllt. Deshalb soll die hübsche Katie (Nicky Whelan) als Leihmutter für das zweite Kind diese Lücke füllen. Doch schon bald entsteht eine beunruhigende Spannung aus sexuellem Verlangen und Eifersucht und Angela ahnt, dass Katie ein dunkles Geheimnis hütet. Ein abgründiges Katz- und Maus-Spiel setzt sich in Gang und droht das Glück von Angela und Brian zu zerstören.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KSM GmbH
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Deleted Scenes, Behind the Scenes, Trailer, Bildergalerie

Video on demand - Tödliches Verlangen

DVD und Blu-ray | Tödliches Verlangen

Blu-ray
Tödliches Verlangen Tödliches Verlangen
Blu-ray Start:
24.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 106 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Tödliches Verlangen Tödliches Verlangen
DVD Start:
24.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

Blu-ray Kritik - Tödliches Verlangen

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Mit "Tödliches Verlangen", oder im Original "Inconceivable", präsentiert Regisseur Jonathan Baker ein intrigantes Katz und Mausspiel zwischen Gina Gershon und Nicky Whelan, mittendrin ein hin und her gerissener Nicolas Cage in einem Thriller, der mit den Urängsten werdender Mütter spielt.

Nicolas Cage in Tödliches Verlangen (Inconceiveable)
Nicolas Cage in Tödliches Verlangen (Inconceiveable) © KSM GmbH
Angela (Gina Gershon) und Brian (Nicolas Cage), beide als Ärzte tätig, führen ein nahezu perfektes Leben mit einer kleinen Tochter. Sie wünschen sich sehnlich eine große Familie, doch leider blieb bisher ihr Wunsch aufgrund mehrerer Fehlgeburten unerfüllt. Im Kinderkreis lernt Angela dann über eine Freundin die bildschöne Katie (Nicky Whelan) und ihre Tochter Maddie kennen. Da Maddie im selben Alter ist wie Angelas Tochter und die beiden sich gut verstehen kommen sich auch die beiden Frauen näher und werden unzertrennlich. Da Katie und Maddie aus einer Situation häuslicher Gewalt geflohen sind und sie derzeit keine Bleibe haben, bieten Angela und Brian ihr an in ihrem Gästehaus zu wohnen und stellen sie kurzerhand als Kindermädchen an. Doch mit der Zeit beginnt Katie sich zu verändern und in Angela keimt der Verdacht auf, dass ihre Freundin nicht so aufrichtig zu ihr ist wie sie angenommen hat und kommt einem schockierenden Geheimnis auf die Spur.

Alles beginnt mit dem Bild einer perfekten, wohlhabenden Vorstadtfamilie. Ein riesiges Anwesen, ein großer Garten, Gästehaus und Swimming Pool, es fehlt an nichts. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt die glatte Fassade hier und da Risse. Brian wünscht sich nichts mehr als einen Sohn; Angela belasten sämtliche Fehlversuche ihm diesen Wunsch zu erfüllen und das Pausieren ihrer geliebten Arbeit nach einem Weiteren. Auch die Kleine sehnt sich nach einem Geschwisterchen und nach mehr Zeit mit ihren Eltern. Wie durch einen Wink des Himmels platzt plötzlich die junge und gutaussehende Katie in ihr Leben und bringt vorerst wieder etwas Licht in die triste Situation. Sie scheint die perfekte Freundin und Mutter zu sein und entlastet Angela wo sie nur kann. Einzig ihre Vergangenheit ist ein Rätsel und ihre Aussagen dazu sind wage und widersprüchlich. Als sie sich dann auch noch den Kindern gegenüber merkwürdig verhält beginnt das Misstrauen und Angela macht sich selbst auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer zwielichtigen Freundin und gerät dabei in höchste Gefahr. Oder verliert sie einfach nur den Verstand?

Katie (Nicky Whelan)
Katie (Nicky Whelan) © KSM GmbH
Gina Gershon spielt glaubwürdig die vom Leben gezeichnete Ärztin auf der Suche nach Antworten für ihre Probleme und an der Seite von Nicolas Cage bilden die zwei eine familiäre Harmonie, die zeigt, dass die Beziehung der beiden trotz vernichtender Schicksalsschläge stark und strapazierfähig ist und sie in der Lage sind sich um die Bedürfnisse ihrer gemeinsamen Tochter zu kümmern.
Nicky Whelan ist da von Anfang an schwerer einzuordnen, da ihre Figur im Verlauf des Films eine krasse Wandlung durchläuft und unglaublich intensiv den schmalen Grad zwischen Mutterinstinkt und Wahnsinn wie auf einem Drahtseil balanciert. Als Zuschauer weiß man bis zum Schluss nicht so ganz ob man Mitleid für sie haben soll oder sie verabscheut. In jedem Fall liefert sie eine fantastische Femme fatale ab und es macht Spaß ihr bei ihren Spielchen zuzusehen.
Auch die beiden Jungdarstellerinnen machen ihre Sache sehr gut und werden zu unverzichtbaren Charakteren. Der Spannungsbogen holt weit aus und nimmt sich sehr viel Zeit für die Vorstellung der Charaktere und deren Motivationen. Das wirkt zu keiner Zeit störend und hilft eine Beziehung zu den Akteuren aufzubauen. Schleichend verändern sich Atmosphäre von idyllisch zu bedrohlich und steigert sich mit der Zeit zu einem knallharten Psychospiel in dem es dann auch die ein oder andere Leiche zu verzeichnen gibt.

Brian (Nicolas Cage)
Brian (Nicolas Cage) © KSM GmbH
Das Bild kommt in 16:9 1080p mit satten und gestochen scharfen Farben daher. Auch in Nahaufnahmen gibt es nichts zu beanstanden und die sauberen Konturen und glatten Kanten machen Freude beim Schauen.

Der Ton, hier gegeben in zwei Tonspuren (Deutsch, Englisch DTS-HD MA 5.1) erzeugt durch dumpfe Geräuschkulissen und bizarre Klänge eine beklemmende Atmosphäre an den richtigen Stellen und wirkt dadurch selbst in den ruhigsten Momenten ungemütlich.

Als Extras werden entfallene Szenen präsentiert, neben einem interessanten und lustigen Behind the Scenes, einer kurzen Bildergalerie und diversen Trailern. Alles in allem sehr ordentlich.


Fazit:
Tödliches Verlangen ist ein spannender Thriller mit hochkarätiger Besetzung, der zwar nicht durch Innovation, dafür aber mit Atmosphäre, schauspielerischem Talent und einem interessant verpackten Katz- und Mausspiel punkten kann. Natürlich wurde hier nicht das Rad neu erfunden, aber durch gut platzierte Sounduntermalungen und einer tollen Optik gerät das ganz schnell in Vergessenheit. Wen die Geschichte einmal gepackt hat, den lässt sie nicht mehr los. Wen sie allerdings nicht packt, bekommt einen durchschnittlichen Film mit durchschnittlichen Schauwerten zu sehen. Für einen unterhaltsamen Homekinoabend reicht es allemal.


by Christoph Berger
Bilder © KSM GmbH