Thor: Tag der Entscheidung - Blu-ray

Blu-ray Start: 15.03.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 130 min

Thor: Tag der Entscheidung Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Während Asgard und seiner Bevölkerung durch die Tyrannei der skrupellosen Hela (Cate Blanchett) der Untergang droht, wird Thor (Chris Hemsworth) am anderen Ende des Universums ohne seine mächtige Waffe gefangen gehalten. In einem atemlosen Wettlauf gegen die Zeit versucht der Göttersohn seinen Weg zurück in die Heimat zu finden, um ‚Ragnarök‘, die gefürchtete Götterdämmerung, aufzuhalten. Doch vorher muss er sich in einem tödlichen Gladiatorenkampf keinem Geringeren als einem alten Verbündeten und Mitglied der Avengers stellen: dem unglaublichen Hulk (Mark Ruffalo)!

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch: Dolby Digital plus 7.1
Französisch: Dolby Digital plus 7.1
Englisch: DTS-HD MA 7.1
Untertitel:
Deutsch, Französisch, Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Arabisch und Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Pannen vom Dreh
Team Darryl
Marvel Studios: Die ersten 10 Jahre
Zusätzliche Szenen
Nicht aufzuhalten: Hela & Walküre, Den inneren Thor finden, Wie Korg auf die Leinwand kam und vieles mehr

DVD und Blu-ray | Thor: Tag der Entscheidung

Blu-ray
Thor: Tag der Entscheidung Thor: Tag der Entscheidung
Blu-ray Start:
15.03.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 130 min.

zur Blu-ray Kritik
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DVD
Thor: Tag der Entscheidung Thor: Tag der Entscheidung
DVD Start:
15.03.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 125 min.

Blu-ray Kritik - Thor: Tag der Entscheidung

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Der Arbeitseifer der Marvel Studios bringt einen immer wieder zum staunen. 2008 mit „Iron Man“ gestartet, produzierte der Comic-Gigant innerhalb von 10 Jahren 18 Filme und 12 Serien. Das Ziel ist aber noch lange nicht in Sicht - Ende 2018 werden es bereits 20 Filme und 14 Serien sein. Mit wenigen Ausnahmen (u.a. Der unglaubliche Hulk, Captain America: The first Avenger) kamen die Filme auch in Publikums- und Kritiker-Kreisen sehr gut an, finanziell sprengten Sie sowieso alle Erwartungen. Mittlerweile kratzt so ziemlich jeder Marvel Film an der Milliarden-Marke. Die große Kunst und somit das Salz in der Suppe stellt aber das von Marvel geschaffene MCU – Marvel Cinematic Universe dar. Alle Filme spielen in einem gigantischen zusammenhängenden Universum, bauen geschickt aufeinander auf und ermöglichen somit auch jederzeit den Auftritt andere Marvel-Figuren. Dies gipfelt anschließend im regelmäßigen Zusammentreffen aller Helden - den Avengers Filmen, dessen dritter Teil im April erscheint und im Vorverkauf bereits alle gesetzten Bestmarken pulverisiert. Diese Kritik dreht sich nun aber um Thor und seinen dritten Solo-Film. In gewissen Maße stellt er das Sorgenkind von Marvel dar. Weder gehört er zu den beliebtesten Helden der Avengers, noch zählen die beiden Vorgänger zu den besten Filmen der Serie. So führt dies auch dazu, dass kein anderer Held in Sachen Ton und Stil derart unterschiedliche Filme erhielt. War der erste Teil noch heiteres Actionkino im Stile von Iron Man, ging es im 2. Teil bereits eine ganze Schippe düsterer zu Gange. Thor 3 – Tag der Entscheidung führt den Stil-Wechsel nun konsequent fort: Regisseur Taika Waititi (5 Zimmer, Küche, Sarg) liefert hier eine waschechte Komödie ab.

Thor (Chris Hemsworth)
Thor (Chris Hemsworth) © Marvel Studios 2017
Story:
Nach seiner erfolglosen Suche nach den Infinity-Steinen kehrt Thor (Chris Hemsworth) wieder in seine Heimat Asgard zurück. Sein Bruder Loki (Tom Hiddelston) sitzt dort in Form des Allvaters Odin (Anthony Hopkins) auf dem Thron und genießt das Herrscher-Leben. Nach dessen Enttarnung begeben sich die beiden auf die Suche nach dem echten Odin. Als sie ihn endlich in seinem Exil finden, eröffnet er Ihnen jedoch, dass er ein drittes Kind hat: Hela (Cate Blanchett), Göttin des Todes und voller Rachsucht. Ehemals verbannt, doch nun auf dem Weg nach Asgard, um dessen Herrschaft an sich zu reißen. Beim folgenden Aufeinandertreffen der Brüder mit Ihrer Schwester wird Thors Hammer zerstört und beide stranden auf dem Planeten Sakaar. Dort trifft Thor auf den vermissten Dr. Banner alias Hulk (Mark Ruffalo), der dort in einer Gladiatoren-Arena unter der Aufsicht des Grandmasters (Jeff Goldblum) kämpft. Thor, Hulk und Loki versammeln sich, um nach Asgard zurückzukehren und Hela aufzuhalten. Dabei erhalten Sie zusätzliche Unterstützung der stets trinkenden Walküre Scrapper 142 (Tessa Thompson).

Kritik:
Über eine Milliarde Dollar haben die bisherigen beiden Thor Filme „Thor“ und „Thor – The Dark Kingdom“ eingespielt. Dennoch zählen Sie finanziell zu den Schlusslichtern der Marvel Filme. Die Kritiken waren verhalten und im Fall von Teil 2 sogar eher negativ. Während sich andere Reihen wie Captain America von Teil zu Teil steigern konnten, stagnierte der nordische Göttersohn in Sachen Qualität und Beliebtheit. Ein Wandel musste her und man darf Marvel für die Entscheidung, den relativ unbekannten Indie-Regisseur Waititi bei einem Multi-Millionen-Dollar Franchise an die Zügel zu lassen, durchaus Mut attestieren. Dessen Filme glänzten bisher weniger durch ausufernde Blockbuster-Schauwerte, sondern durch skurrilen schwarzen Humor. Und so ist der fertige Thor 3 die logische Konsequenz aus dieser Besetzung, nie gab es mehr One-Liner und Slapstick in einem Superheldenfilm als hier. Und der Tonwechsel hat sich ausgezahlt, Thor 3 ist mit einem Einspielergebnis von rund 800 Millionen Dollar der erfolgreichste Film der Reihe.

Hulk (Mark Ruffalo)
Hulk (Mark Ruffalo) © Marvel Studios 2017
Der lockere Ton wird bereits in den ersten 5 Minuten definiert, als Thor in einem hängenden und sich langsam drehenden Käfig immer wieder zur Gesprächspause ansetzen muss, bis sich der Käfig wieder seinem Widersacher zuwendet. Derlei Szenen finden sich zu Hauf über die gesamte Laufzeit von 130 Minuten. Waren die Guardians bisher Marvels Abstecher in die lockere Action-Komödie, so toppt Thor das jederzeit im Vorbeigehen. Diese Art von Humor ist nicht jedermanns Sache und man muss ihn mögen. War der Götterkrieger bisher ein stolzer Held, so verkommt er hier stellenweise zum naiven Jüngling. Subtil ist hier nichts, hier wird mit dem Dampfhammer gearbeitet. Es gibt mit Ausnahme der Antagonistin keinerlei ernste Figur, jeder Charakter ist überzeichnet und seltsam. Dennoch: obwohl der lockere Ton die infernale Bedrohung durch Hera teilweise stark konterkariert, gelingt dem dritten Thor der Spagat größtenteils durchaus gut. Der Film nimmt sich zu keiner Minute ernst, schafft aber rechtzeitig zum ausufernden Finale noch die Kurve zur Ernsthaftigkeit. Hier zeigen sich allerdings erneut zwei Schwächen, die Thor mit nahezu sämtlichen Marvel Filmen der letzten Zeit teilt. Zum einen wäre da der Antagonist: Mit Ausnahme von Tom Hiddelstons Loki in Avengers (2012) fehlen Marvel offensichtlich prägnante und interessante Widersacher, wie sie Konkurrent DC vorzuweisen hat. Einen Joker kann Marvel einfach nicht aus dem Hut zaubern und so ist auch Hela wieder eine durch und durch böse und weltenvernichtende Kämpferin, der jegliches Profil fehlt. Sie ist immerhin die Schwester von Thor, aus der familiären Situation zieht der Film aber absolut keine Substanz. Der zweite Punkt ist das Finale. Mittlerweil wurden mehrere Städte in Schutt und Asche gelegt, nun trifft es logischerweise Asgard. Das finale ist weder optisch noch inszenatorisch besonders interessant und hakt die übliche Checkliste aktueller Superhelden-Filme konsequent ab: epischer Kampf Held vs. Schurke, zerstörte und einstürzende Gebäude, vermeintliche Niederlage und knapper Sieg. Das hat Marvel vereinzelt schon deutlich besser hinbekommen. Der Showdown von Ant-Man bleibt zum Beispiel deutlich mehr in Erinnerung, allein durch das reduzierte Setting eines Kinderzimmers. Dennoch, der Film unterhält über die gesamte Laufzeit. Auch wenn einige Witze nicht so recht zünden wollen, die schiere Anzahl an Gags schaffen einen kurzweiligen Film, dessen Länge man zu keiner Sekunde merkt.

Hela (Cate Blanchett)
Hela (Cate Blanchett) © Marvel Studios 2017
Sichtlich Spaß hatten auch die Darsteller: Chris Hemsworth ist als Thor überhaupt nicht mehr wegzudenken und spätestens seit Ghostbusters muss sich sein humoristisches Talent wohl rumgesprochen haben. Wirklich erwähnenswert ist aber vor allem Jeff Goldblum in seiner Rolle als Grandmaster. Goldblum blüht sichtlich auf, suhlt sich in seiner Rolle als allseits verehrtes Oberhaupt und ist für die größten Lacher im Film zuständig. Cate Blanchetts Hera ist leider in Ihrer eindimensionalen Rolle gefangen und durch die Maske nahezu nicht zu erkennen. Auch Tom Hiddelstons verkommt leider immer mehr zum Sidekick. Sein Loki fügt dem Film absolut nichts mehr hinzu und es wirkt allmählich, als würde Marvel ihn auf Grund seiner ikonischen Rolle im ersten Avengers durchschleppen. Ein Wort noch zu den Spezialeffekten: Leider entsteht langsam der Eindruck, dass Marvel hier nicht aus den vollen schöpft und kostensparend arbeitet. Ein Eindruck, der sich bereits bei Civil War, Ant-Man und Dr. Strange ergeben hat. Thor 3 ist weit davon entfernt billig zu wirken, bei einer Franchise der Marke Marvel dürfte man aber durchaus State-of-the-Art CGI erwarten. Gerade der Arena-Kampf zwischen Thor und Hulk und im speziellen der grüne Koloss an sich, zeigen deutlich ihre Herkunft aus dem Computer. Wenn man hier als Beispiel die Planet der Affen Reihe gegenüberstellt, liegen effekttechnische Welten dazwischen.

Bild:
Die Blu-ray von „Thor 3 – Tag der Entscheidung“ bietet ein sehr gutes Bild, dass durch Kontrast und Bildschärfe glänzt. Auch in dunklen Sequenzen nimmt die Qualität nicht ab und Bildfehler, Unschärfe, oder Körnigkeit sucht man vergebens. Der Film ist grundsätzlich sehr bunt, die Farben stechen besonders heraus und lassen das Bild sehr plastisch wirken.

Valkyrie (Tessa Thompson)
Valkyrie (Tessa Thompson) © Marvel Studios 2017
Ton:
In Sachen Sound bietet Thor: Tag der Entscheidung eine Dolby-Digital-Plus-Spur (in 7.1 Kanälen) in Deutsch. Die Originalfassung liegt verlustfrei in dts-HD-Master vor. Der Sound ist hervorragend abgemischt und das Verhältnis zwischen Action und Gesprächen ist einwandfrei. Auswählbare Sprachen gibt es „nur“ drei: Deutsch (Dolby Digital Plus 7.1), Englisch (DTS-HD MA 7.1 + DD 2.0) und Französisch (Dolby Digital Plus 7.1).

Bonusmaterial:
Die Bluray von Thor 3 – Tag der Entscheidung bietet einiges an Bonusmaterial. Neben den üblichen Kinotrailern und entfallenen Szenen bietet die Blu-ray auch Pannen vom Dreh und diverse Featurettes, welche allerdings recht kurz ausfallen. Ein kleines Highlight sind die 8-Bit-Pre-Vis-Szenen die optisch im Stil eines Arcade-Spiels gehalten sind. Weiter gibt es noch einen Audio-Kommentar von Regisseur Waititi und ein 34 Minuten langes Making-of.
Hier eine Übersicht:
Trailer
Pannen vom Dreh
Team Darryl
Marvel Studios: Die ersten 10 Jahre
Zusätzliche Szenen
Nicht aufzuhalten: Hela & Walküre
Den inneren Thor finden
Wie Korg auf die Leinwand kam
Making-of


Fazit:
Thor ist zurück! Teil 3 des Götterkriegers zieht in Sachen Humor und Entertainment sämtliche Register und lässt sogar die Guardians zu ernsten Charakterdarstellern verkommen. Die Inszenierung und das Pacing machen Thor 3 trotz vereinzelter Schwächen zu einem jederzeit spaßigen Action-Erlebnis.

by Maximilian Rudle
Bilder © Walt Disney Studios Home Entertainment