The Wonder of Animals - Tierische Überlebenskünstler - Blu-ray

Blu-ray Start: 24.06.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 300 min

The Wonder of Animals - Tierische Überlebenskünstler Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Unsere Erde ist die Heimat unzähliger Lebewesen und einige von ihnen sind ganz besonders. Sie sind erfolgreich, stärker als andere, extrem anpassungsfähig, gute Teamplayer oder echte Überlebenskünstler. Doch was genau ist ihr Erfolgsrezept? Diese Serie zeigt auf unvergleichliche Weise was bestimmte Tiere zu etwas ganz besonderem macht. Und neuste Erkenntnisse aus der Wissenschaft und der Verhaltensforschung liefern faszinierende Einblicke in die Wunder der Tierwelt.
Die Episoden:
1. Raubtiere
2. Superhirne
3. Opportunisten
4. Die Macht der Vielen
5. Überlebenskünstler
6. Kaltblütige Killer

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / polyband Medien
Tonformate:
DTS-HD 2.0 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailershow

DVD und Blu-ray | The Wonder of Animals - Tierische Überlebenskünstler

Blu-ray
The Wonder of Animals - Tierische Überlebenskünstler The Wonder of Animals - Tierische Überlebenskünstler
Blu-ray Start:
24.06.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 300 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Wonder of Animals - Tierische Überlebenskünstler The Wonder of Animals - Tierische Überlebenskünstler
DVD Start:
24.06.2016
FSK: 0 - Laufzeit: 300 min.

Blu-ray Kritik - The Wonder of Animals - Tierische Überlebenskünstler

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 4/10
Ton: | 5/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Ein großer, lockender Titel, ein schön aufgemachte Blu-ray im edlen Schuber und ein ansprechendes Cover: schon vor dem Sichten macht die Naturdokumentation „The Wonder of Animals“ Lust auf mehr. Diese vergeht einem aber schon während der Ouvertüre. Unsere Erde ist die Heimat unzähliger Lebewesen und einige von ihnen sind ganz besonders. Sie sind erfolgreich, stärker als andere, extrem anpassungsfähig, gute Teamplayer oder echte Überlebenskünstler. Doch was genau ist ihr Erfolgsrezept? Diese Serie zeigt auf unvergleichliche Weise was bestimmte Tiere zu etwas ganz besonderem macht. Und neuste Erkenntnisse aus der Wissenschaft und der Verhaltensforschung liefern faszinierende Einblicke in die Wunder der Tierwelt.

The Wonder of Animals - Tierische Überlebenskünstler Szenenbild Warum sollten nur bestimmte Wesen etwas Besonderes sein? Ist nicht jedes Tier, jedes Lebewesen auf seine Weise etwas Besonderes? Diese Formulierung ist äußerst unglücklich – wie einige andere im Verlauf der Serie auch. Die im Ansatz interessante Geschichte ist nur mittelmäßig umgesetzt. Für eine Naturdokumentation von BBC Earth sogar deutlich unterdurchschnittlich, weil die Standards mittlerweile ein hohes Niveau erreicht haben und „The Wonder of Animals“ dieses nur dann nachweisen kann, wenn die sehr guten, wissenschaftlich fundierten Informationen über die Anatomie der Tiere und die dadurch bedingte Vereinfachung der Komplexität eines Jagdversuchs in den Vordergrund rücken und der Kommentar mit anschaulichen Grafiken unterlegt wird. Hier kann man viele wissenswerte und neue Details über die Tierwelt mitnehmen. Abgesehen davon – man muss es leider so hart formulieren – ist die Serie zu Anfang eine Mogelpackung. Hier wurden keine neuen Aufnahmen gedreht, sondern eine Serie aus bereits vorhandenem, überschüssigem oder bereits benutztem Material anderer Reihen zusammengeschustert. Möglichst kostengünstig, versteht sich. Die erste Folge „Raubtiere“ ernüchtert, weil sie reißerisch und boulevardesk aufgemacht ist hat darüber hinaus mit sinnlos-hektisch aneinandergeschnittenen Bildern eine weitere eklatante Schwäche hat. Da vor den meisten Umschnitten zudem eine Überblendung als Erkennungsmerkmal eingebaut wird, erweist sich auch das als jegliche Dynamik ausbremsender Störfaktor. So findet der Zuschauer keinen Einstieg in die Serie, weshalb sie sich zu einer quälenden Angelegenheit voller zäher Szenen entwickelt und die anfängliche Hoffnung auf eine weitere starke BBC-Serie schnell verschwindet. Aufgrund der schwachen Kameraführung, die weit hinter der Qualität aktueller Serien wie „Die Welt der Haie“, „Australien - Kontinent der Gegensätze und Extreme“ oder „Länder des Monsuns“ zurückfällt, kommt zudem überhaupt kein Genuss auf. Man hat keinen Spaß, keine Freunde daran, sich die Serie anzugucken. Im Gegenteil. Wenn man bedenkt, dass da noch 250 lange Minuten vor einem liegen, ist das eine frustrierende Erkenntnis.
Die Kameraarbeit ist vor allem deshalb so schwach, weil Aufnahmen aus unzähligen älteren BBC-Serien zusammengeschnitten wurden. Dementsprechend ist auch die „Qualität“. Ein Beispiel: ein Jaguar erbeutet einen Alligator. Hier wird im Kommentar ausdrücklich auf eine nun folgende Amateuraufnahme hingewiesen. In der meisterlichen Reihe „Wildes Brasilien“ von BBC-Konkurrent Terra Mater wurde diese zugegeben selten aufgenommene Jagd hingegen von den professionellen Kameraleuten gefilmt.
Weiterhin fällt die Auswahl der Tiere negativ auf. Löwen, Tiger und Jaguare sind hinlänglich bekannt. Daher wecken nur die wissenschaftlichen Erkenntnisse die Neugier des Zuschauers. Immerhin wird die Serie im weiteren Verlauf etwas besser. Zwar stehen auch in der zweiten Episode „Superhirne“ mit verschiedenen Delfin- und Menschenaffenarten bekannte Tiere im Mittelpunkt, doch ist diese Episode zusammenhängender, fokussiert sich stärker auf das Wesentliche und kommt ohne die zusammenhangslosen Schnitte aus. Die dritte Folge „Opportunisten“ ist qualitativ noch eine Stufe höher anzusiedeln, weil die detaillierte, informationsreiche Aufbereitung der Verhaltensforschung über Bären und Füchse hier deutlich besser ist, deshalb mitreißt und für eine vergleichsweise kurzweilige Episode sorgt – die beste der Reihe.
Die vierte Folge „Die Macht der Vielen“ hat hingegen wieder einige Längen, da die erste Hälfte langwierig und mitunter auch langweilig ist. Der Grund ist simpel: die meisten Anmerkungen über Ameisen sind bereits bekannt, sodass es wenig neue Erklärungsansätze gibt. Gleiches gilt übrigens für die fünfte Episode „Überlebenskünstler“, wo Pinguine und Elefanten die Hauptrollen innehaben. Erst in der zweiten Hälfte der vierten Folge, als die Fledermäuse die Aufmerksamkeit bekommen, steigt die Qualität wieder an.
Die abschließende Folge „Kaltblütige Killer“ hat einen reißerischen Titel und einige Aufnahmen, die ihm gerecht werden, porträtiert Schlangen und Krokodile aber insgesamt doch auf gelungene Art und Weise.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass „The Wonder of Animals“ weit hinter der gewohnten BBC-Earth-Qualität zurückbleibt. Für Einsteiger und Freunde wissenschaftlicher Erkenntnisse ist der Sechsteiler einen Blick wert. Alle anderen werden enttäuscht sein, weil auch die Blu-ray-Umsetzung unterdurchschnittlich ist. Das Bild hat eine schwankende Qualität. Ein Großteil der Aufnahmen ist weit von einer (Full) HD-Auflösung entfernt. Hier ist das Archivmaterial aus älteren Dokumentationen deutlich zu erkennen. Aufgrund der minderwertigen Qualität fühlt man sich in DVD-, teilweise sogar in VHS-Zeiten zurückversetzt. Erst in den letzten Folgen gibt es einige klare und scharfe Bilder, was die Wertung in dieser Kategorie immerhin etwas nach oben schraubt.
Der Ton ist durchgehend klar, liegt allerdings nur im DTS-Master-HD-2.0-Fomat vor, wurde dabei nicht perfekt abgemischt weshalb kein Surround-Gefühl entsteht. Im Gegensatz zu aktuellen Dokumentationen wirkt diese Kategorie merkwürdig leblos, weil die Umgebungsgeräusche und die Tierlaute leise sind, während der Kommentar soundtechnisch auf normalem Level anzusiedeln ist. Extras sind bis auf eine fünfteilige Trailershow bereits erschienener Titel nicht vorhanden.


Fazit:
Durchwachsene, enttäuschende Naturdokumentation, die nur etwas für Genre-Neulinge und Fans wissenschaftlich fundierter, stellenweise wirklich interessanter Erkenntnisse ist. Alle anderen werden sich über die minderwertige Blu-ray-Umsetzung, den unglücklichen Einstieg, die Auswahl der Tierarten, die schwache Kameraführung und die zähe Machart ärgern.

by Stefan Bröhl
Bilder © WVG Medien / polyband Medien