The Witch - Blu-ray

Blu-ray Start: 29.09.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min

The Witch Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Neuengland, 1630. Farmer William findet, gemeinsam mit Frau Katherine und den fünf Kindern, ein neues Zuhause auf einem abgelegenen Stück Land, nahe eines düsteren Waldes.
Bald kommt es zu beunruhigenden Vorfällen: Tiere verhalten sich aggressiv, eines der Kinder verschwindet, während ein anderes von einer dunklen Macht besessen zu sein scheint. Misstrauen und Paranoia wachsen und die älteste Tochter Thomasin wird der Hexerei beschuldigt. Als sich die Lage immer weiter zuspitzt, werden Glaube, Loyalität und Liebe jedes einzelnen Familienmitgliedes auf eine schreckliche Probe gestellt.

Robert Eggers siedelt seine Story im 17. Jahrhundert des gottesfürchtigen Neuengland an - Jahrzehnte vor den berüchtigten Hexenprozessen in Salem. Die Geschichte basiert auf historischen Protokollen der damaligen Hexenprozesse. Erzählt wird sie aus der Perspektive der jungen Thomasin, gespielt von der vielversprechenden Newcomerin Anya Taylor-Joy.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (GB)
Dolby Digital Surround 5.1 (D, F, I, E)
Untertitel:
D, GB, F, I, NL, E, TR
Bildformat: (1,66:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | The Witch

Blu-ray
The Witch The Witch
Blu-ray Start:
29.09.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Witch The Witch
DVD Start:
29.09.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

Blu-ray Kritik - The Witch

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


Jump-Scares gehören zu Horrorfilmen heutzutage einfach dazu und es gibt kaum noch einen Film, der ohne Schreckmoment auskommt. Doch es geht auch anders. Robert Eggers‘ Regiedebüt The Witch, wofür er den Regiepreis beim Sundance Film Festival bekam - ein Festival bei dem eher selten Horrorfilme ausgezeichnet werden – tanzt hier gänzlich aus der Reihe der heutigen Horrorfilme raus und bietet ein faszinierendes Kinoerlebnis das, dann insbesondere zuhause, im Dunkeln, alleine am späten Abend seine volle Wirkung entfaltet.

The Witch Szenenbild In The Witch wird konsequent auf Atmosphäre und Soundeffekte gesetzt, ohne den Zuschauer pausenlos zu erschrecken. Vielmehr fürchtet sich hier der Zuschauer von der 1. Minute an und die unheimliche Stimmung übertragt sich fast ins eigene Wohnzimmer. Durch die starke Kameraarbeit gibt es hier einige tolle Aufnahmen zu bewundern und viele Bilder, die eigentlich harmlos wirken, lösen durch die unheimlichen Soundeffekte und Musik ein unbehagliches Gefühl beim Zuschauer aus. Die Story lässt sich gar nicht so einfach nacherzählen noch zusammenfassen. Familie, Wald, 17. Jahrhundert, Hexe, Religion. Diese 5 Stichworte sollten als Information über den Inhalt ausreichend sein. Was die technische Seite angeht, ist das Bild sehr blass und grau und ist der düsteren und kühlen Stimmung angepasst. Sonne scheint in diesem Film zu keinem Zeitpunkt, sodass das ganze Setting sehr trist und kahl wirkt.

Das Drehbuch ist wirklich clever und subtil. Mit subtil ist nicht gemeint, dass die Handlung besonders komplex ist. Vielmehr geht es um die Erzähltechnik der Geschichte selbst. Hier gibt es keine mehreren Handlungsetappen, im Sinne von „erst passiert das, dann das und dann das“, sondern die einzelnen Szenen gehen in einander über und ergeben ein grandioses Gesamtbild. Viele Szenen wirken alleinstehend gar nicht so handlungsfördernd, doch jede einzelne trägt zur unheimlichen Atmosphäre und zur Geschichte selbst bei, die alles andere als vorhersehbar ist. Zudem muss gesagt werden, dass die Sprache an die damalige Zeit angepasst wurde. Es ist in der gelungenen deutschen Synchronisation ein gewisses Altdeutsch verwendet worden. Zwar ist es nicht ganz so komplex wie in einem Shakespeare-Stück, dennoch sollte dies an dieser Stelle kurz erwähnt werden. Ein weiterer ganz großer Pluspunkt sind die Darsteller. Zugegebenermaßen sind Darstellerleistungen im Horror-Genre auf mittlerem bis schwächerem Niveau meistens. Doch hier sind die Schauspieler ausgezeichnet gecastet worden. The Witch SzenenbildInsbesondere die Kinder-Darsteller zeigen hervorragende Leistungen und gehen in ihrer Rolle voll auf. Allen voran Harvey Scrimshaw und Anya Taylor-Joy zeigen unglaubliche Performances und wirken zu jeder Sekunde glaubwürdig, weswegen der Zuschauer sowohl von der Story und Stimmung als auch von den Charakteren gefesselt ist.

Der Film ist nicht nur ein Horrorfilm. Er ist vielmehr auch ein Familiendrama und auch eine Charakterstudie, der Menschen aus der damaligen Zeit. Wer einen eher unterhaltsamen gewöhnlichen Horrorfilm à la Conjuring oder Insidious erwartet, ist hier falsch. Man muss sich hier voll auf die Story einlassen und mit den Charakteren die „Reise“ mitgehen, ansonsten sitzt man schnell gelangweilt vor dem Fernseher und könnte Sätze wie „ach da passiert doch gar nix gruseliges“ sagen. Dass die Rottentomatoes-Bewertung der Kritiker und Zuschauer so weit auseinandergehen, kann letztlich nur mit den falschen Erwartungen der Zuschauer zusammenhängen. Zur Blu-ray selbst sei gesagt, dass es kein Bonusmaterial gibt, was äußerst enttäuschend ist. Nichtsdestotrotz gibt es eine grandiose Bildqualität, bei der man wirklich jedes einzelne Detail sehen kann und an Schärfe kaum zu überbieten ist. Bei der Tonqualität gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden.


Fazit:
The Witch ist ein andersartiger, aber letztlich famoser und kurzweiliger Film, der auch genreübergreifend, sich nicht vor anderen Filmen verstecken muss. Sensationelle Darsteller, tolle Kameraarbeit, spannende und ruhige Erzählweise, unheimliche Soundeffekte und Musik, die Gänsehaut auslöen und eine unvorhersehbare Geschichte, machen The Witch zu einem schier perfekten Horror-Drama.

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by Morteza Wakilian
Bilder © Universal Pictures




The Witch - Trailer