The Spectacular Now - Perfekt ist jetzt - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 100 min

The Spectacular Now - Perfekt ist jetzt Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der selbstbewusste, charmante Sutter Keely lebt getreu dem Motto ,carpe diem‘ im Hier und Jetzt. Auf jeder Party mit dabei, verschwendet er keinen Gedanken an sein letztes Highschool-Jahr. Als ihn seine Freundin verlässt, betrinkt er sich hoffnungslos und wacht am nächsten Morgen in einem fremden Garten auf, wo ihn ausgerechnet seine Mitschülerin Aimee findet, der er bisher kaum Beachtung geschenkt hat. Schon bald erkennen die beiden Teenager, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, dass sie mehr gemeinsam haben als gedacht – doch kann Sutter sich ändern, um der Liebe eine Chance zu geben?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Audiokommentar des Regisseurs
- Entfallene Szenen
- 4 Featurettes
- Trailer

DVD und Blu-ray | The Spectacular Now - Perfekt ist jetzt

Blu-ray
The Spectacular Now - Perfekt ist jetzt The Spectacular Now - Perfekt ist jetzt
Blu-ray Start:
20.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 100 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Spectacular Now - Perfekt ist jetzt The Spectacular Now - Perfekt ist jetzt
DVD Start:
20.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - The Spectacular Now - Perfekt ist jetzt

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Der Film von Regisseur James Ponsoldt (Smashed) ist ein Coming-of-Age-Drama alter Schule. Eine Filmart, die in Hollywood seit Jahren nicht mehr produziert wird. Das Drama wurde bereits 2012 gedreht und feierte seine Premiere auf dem renommierten Sundance Film Festival 2013. Dort (Special Jury Award for Acting für Miles Teller und Shailene Woodley) wie auch auf vielen anderen Festivals wurde „The Spectacular Now“ mit vielen Nominierungen und einigen Filmpreisen ausgezeichnet und fand große Beachtung. Bereits im August 2013 lief der Independent-Film, der ein Budget von 2,5 Millionen Dollar hatte, in den US-amerikanischen Kinos und spielte gut 7 Millionen Dollar wieder ein. Auch die Kritiken in Übersee fielen positiv aus. So ist es doch eine Überraschung, dass „The Spectacular Now“ erst im März 2015 den Weg nach Deutschland fand und hierzulande nicht im Kino lief, sondern direkt auf Blu-ray und DVD erschien.

Sutter Keely (Miles Teller) ist ein charismatischer und beliebter High-School-Schüler. Gemeinsam mit seiner Freundin Cassidy (Brie Larson) ist er der Mittelpunkt einer jeden Party. Als Cassidy ihn jedoch verlässt, ist Sutter am Boden zerstört. Er betrinkt sich und erwacht eines Morgens verkatert im Garten von Aimee Finicky (Shailene Woodley), die ihn vorsichtig und schüchtern aufweckt. Das unscheinbare Mädchen kennt Sutter, geht auf dieselbe Schule. Er hingegen hat sie noch nie beachtet. Sie nimmt ihn in ihrem Truck mit, denn Sutters Van ist spurlos verschwunden. Er hilft ihr unterdessen, die Zeitungen auszuwerfen. Sie kommen ins Gespräch und Sutter merkt, dass viel mehr in Aimee steckt, als man auf den ersten Blick ahnt.

Die Geschichte wurde sehr gut umgesetzt. In seinen besten Szenen kommt der Film an die Klasse der Genregrößen „Vielleicht lieber morgen“ und „Boyhood“ heran. Denn auch „The Spectacular Now“ berührt und bewegt, da dieser Film wohl bei jedem Zuschauer Erinnerungen an die Schulzeit auslösen wird. Zudem ist die Charakterdarstellung exzellent. Es ist bemerkenswert, wie vielschichtig die einzelnen Charaktere sind. Die Figuren machen eine nachvollziehbare Entwicklung durch, ihre Handlungen sind verständlich. Das Identifikationspotenzial mit den einzelnen Protagonisten ist hoch, ohne das Klischees bedient werden. Das gilt auch für die kleinen Nebencharaktere. Der Zuschauer wird von Beginn an in den Film gesogen, da „The Spectacular Now“ mitreißend aufgemacht ist und seinen eigenen Stil zu bieten hat. All das gelingt Ponsoldts Werk, obwohl es einige kleine Schnittfehler zu bieten hat. Das wird wohl auch daran liegen, dass die Endfassung des Filmes lediglich 95 Minuten beträgt. Die erste Schnittfassung war allerdings 140 Minuten lang. Leider haben die Verantwortlichen zu viel gekürzt. Ein paar Hintergrundinformationen mehr wären an mehreren Stellen wünschenswert gewesen. Die entfallenen Szenen in den Extras haben mehrere starke und informative, für die Storyline wichtige Szenen zu bieten, die den Film nur ein paar Minuten länger gemacht hätten. Schade, dass die benannten Sequenzen nicht in der fertigen Version zu finden sind. Das hätte den Film noch ein paar Prozentpunkte besser dastehen lassen. Denn so gibt es zudem einige abrupte Szenen- und Stimmungswechsel, die etwas verwundern. Aber insgesamt ist „The Spectacular Now“ ein sehr interessanter, reflektierender und nachvollziehbarer Film mit philosophischem Touch.

Leider kostet die deutsche Synchronisation sehr viel Atmosphäre. Nicht ein Darsteller hat seine gewohnte Stimme. Als wäre das noch nicht genug, sind vor allem die Stimmen von Teller und Woodley auch noch unprofessionell, ausdruckslos und betonen häufig falsch oder gar nicht. Es ist sehr ärgerlich, wie sehr hier geschlampt und wie billig hier produziert wurde. Seit der grottenschlechten deutschen Synchronisation von „City of Bones – Chroniken der Unterwelt“ ist dies hier wohl die schwächste Umsetzung eines US-Filmes. Denn wer die englische Originalfassung guckt, erlebt einen viel dichteren, packenderen Film.

Die Schauspieler zeigen allesamt gute Leistungen. Miles Teller (Whiplash, Die Bestimmung, Project X) kann als charismatischer, vielschichtiger Hauptdarsteller mit einer exzellenten Performance punkten, die ihm wohl zu seinen folgenden Filmen verholfen hat und seine Karriere richtig ins Rollen brachte. Shailene Woodley (Die Bestimmung, Das Schicksal ist ein mieser Verräter, The Secret Life of the American Teenager) kann als schüchterner, zurückhaltender, aber auch starker Charakter ohne Make-up begeistern. Brie Larson (The Gambler, Short Term 12 - Stille Helden, Don Jon) ist in der größte Nebenrolle ein wichtiger Gegenpart zu Woodleys Charakter und spielt die lebensfrohe, über die Zukunft nachdenkende junge Frau sehr gut. Auch in den kleineren, aber umso wichtigeren Nebenrollen finden sich mit Kyle Chandler (Argo, The Wolf Of Wall Street, King Kong), Jennifer Jason Leigh (The Jacket, The Machinist, Road to Perdition), E. Roger Mitchell (Selma, The Equalizer, Die Tribute von Panem 2 - Catching Fire) und Mary Elizabeth Winstead (Stirb langsam 4.0, The Thing, Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt) Stars, die zum exzellenten Gesamtbild des Filmes beitragen. Zudem wissen Dayo Okeniyi (Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele, Endless Love, Runner Runner), Andre Royo (The Wire, Fringe, Red Tails), Bob Odenkirk (Nebraska, Breaking Bad, Take Me Home Tonight) und Kaitlyn Dever (#Zeitgeist, Short Term 12 - Stille Helden, Bad Teacher) zu überzeugen. Der bemerkenswerte Cast spricht bei so einer kleinen Produktion für ein sehr gutes Drehbuch.

Die Blu-ray Umsetzung ist solide. Das Bild ist meist scharf und klar, hat aber auch einige verwaschene, unscharfe und vor allem krislige Szenen zu bieten. Der Ton ist in der deutschen Fassung hingegen gut, in der englischen Originalversion überraschend leise und gerade in den Dialogen nicht perfekt abgemischt. Die Extras sind sehr solide. Es gibt ein vierteiliges, sehenswertes Making-of (Der Anfang, der Cast, die Ästhetik, die Umsetzung), außerdem zwanzig Minuten entfallene Szenen, die sehr gut und für das Hintergrundwissen sehr geeignet sind und eine Trailershow.


Fazit:
Hervorragender Coming-of-Age-Film, der sich selbst das Leben schwer macht. Denn die peinliche deutsche Synchronisation und der zu viele Szenen kürzende Schnitt kosten Atmosphäre und letztlich auch Klasse. Die brillanten Hauptdarsteller und die bemerkenswerte Storyline machen den Film aber zu einem sehenswerten Erlebnis.

by Stefan Bröhl
Bilder © Alive / Capelight Pictures