The Saints - Blu-ray

Blu-ray Start: 19.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min

The Saints Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Ein paar Gitterstäbe und mehrere hundert Kilometer Wüste trennen das Liebespaar Bob und Ruth voneinander, nachdem sie vier Jahre zuvor nach einem Schusswechsel von der Polizei festgenommen wurden. Um die Liebe seines Lebens zu schützen nahm Bob jede Schuld auf sich. Doch er will seine große Liebe um jeden Preis wiedersehen und die Tochter, die er nie zuvor gesehen hatte, kennenlernen. Deshalb plant er einen wagemutigen Gefängnisausbruch ...

Die amerikanische Filmtradition des Outlaw-Pärchens zwischen Liebe und einem Leben auf der falschen Seite des Gesetzes verpackt Regisseur David Lowrey zu einem leidenschaftlichen Meisterwerk: Gleichzeitig düsterer Südstaaten-Thriller, visuell betörendes Gangster-Drama und zärtliche Liebesgeschichte. „The Saints“ begeistert mit Casey Affleck und Rooney Mara als hypnotisches und atmosphärisches Filmjuwel in der Tradition von „Bonnie & Clyde“ und Terrence Malicks „Badlands“.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Untitled Ross Brothers Dokumentation (ca. 13 Minuten), geschnittene Szenen (ca. 9 Minuten), Behind the Scenes (ca. 5 Minuten), Outtakes (ca. 2 Minuten), Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | The Saints

Blu-ray
The Saints The Saints
Blu-ray Start:
19.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Saints The Saints
DVD Start:
19.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 92 min.

Blu-ray Kritik - The Saints

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 4/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Der Film von David Lowery ist das erste Werk des 35-jährigen Texaners in verantwortlicher Position als Regisseur. Vom ersten Entwurf 2009 dauerte es wegen einiger Finanzierungsprobleme bis April 2012, ehe die Dreharbeiten beginnen konnten. Die Geschichte wurde dabei laut Lowery von Bonnie & Clyde inspiriert und war an sich als kleiner Independent-Film geplant, aufgrund des Potenzials konnten allerdings weitere Produzenten und ein namhafter Cast für das Projekt gewonnen werden.
Die Kritiken in den USA waren insgesamt positiv. Doch an den Kinokassen floppte „The Saints.“
Weltweit wurde nur etwas mehr als eine Million Dollar wieder eingespielt. Deshalb erscheint der Film hierzulande erst jetzt – anderthalb Jahre nach der Veröffentlichung in den USA – und nur auf Blu-ray und DVD.

Bob Muldoon (Casey Affleck) und Ruth Guthrie (Rooney Mara) sind ein Paar in jeglicher Hinsicht. Ruth eröffnet Bob während eines Streites, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Dennoch ziehen die beiden einen weiteren Coup durch. Ihr Komplize kommt dabei ums Leben. Als wäre das nicht genug, heftet sich auch die Polizei an ihre Fersen und verfolgt sie bis zu ihrem entlegenen Feldhaus. Es kommt zu einer Schießerei. Ruth trifft dabei Patrick Wheeler (Ben Foster) in die Schulter. Bob und Ruth sind umstellt und geben auf. Denn sonst würden sie früher oder später sterben. Bob nimmt alle Schuld – auch die für den Schuss auf Patrick – auf sich und muss für viele Jahre ins Gefängnis. Seiner Tochter Sylvie (Kennadie und Jacklynn Smith) kann er deshalb kein Vater sein. Ruth wartet auf ihn, während Patrick mit ihr flirtet und Skerritt (Keith Carradine) auf sie und Sylvie aufpasst. Als Bob jedoch bei seinem fünften Gefängnisausbruch die Flucht gelingt, löst das eine Ereigniskette aus, die ihresgleichen sucht.

Die Geschichte ist mittelprächtig umgesetzt. Potenzial und eine eigene Stimmung sind ohne Zweifel vorhanden. Leider kann der Film seine Möglichkeiten nicht ausschöpfen. Das liegt zum einem am Schnitt. Selbiger wirkt abgehackt. Immer wieder hat der Zuschauer das Gefühl, als würden wichtige, erklärende Sequenzen fehlen. So ergibt sich nur mühsam ein sich zusammenfügendes Gesamtbild. Zum anderen wirkt die Storyline etwas unentschlossen. Das beste Beispiel hierfür ist der Genremix, der nur bedingt funktioniert. Der Film kann sich nicht so recht entscheiden, was er sein möchte. Liebesfilm? Gangstermovie? Drama? Western? Es ist ein Mischmasch, der nur stellenweise funktioniert und einige Lücken aufweist. Trotzdem ist der intelligente Ansatz packend und macht den Film, der seine gesamte Atmosphäre über die Darstellung von Gefühlen und eine gelungene, vielschichtige Charaktertiefe generiert, zu einem sehenswerten Erlebnis. Gerade letzteres liegt auch an der klug ausgesuchten Besetzung. Alle Schauspieler zeigen gute Leistungen. Casey Affleck (Auge um Auge, Gone Baby Gone, Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford) stellt trotz seiner beschränkten Mimik eine bemerkenswerte Vielfältigkeit unter Beweis. Diese wird allerdings noch von der starken Rooney Mara (Verblendung, Side Effects, Her) getoppt. In Nebenrollen können Ben Foster (The Messenger, Contraband, Todeszug nach Yuma) mit Oberlippenbart, Nate Parker (Red Tails, Non-Stop, Arbitrage) als Barbetreiber, der kernige Keith Carradine (Nashville, Chiefs - Die Polizeichiefs von Delano, Dexter) als Skerritt und Rami Malek (Nachts im Museum, The Pacific, Twilight 4: Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht) in einer kleinen Rolle als Will überzeugen.

Einige Nebenkategorien kosten „The Saints“ allerdings viel Atmosphäre und ziehen die Wertung nach unten. So erhielt der Film zwar auf dem Sundance Film Festival den Preis für die beste Kameraführung, doch das ist nicht nachvollziehbar. Denn es gibt zwar einige schöne Aufnahmen, aber viel öfter ist ruckelt das Bild, ist unruhig, nervig und lädt daher nicht gerade dazu ein, den Film entspannt genießen zu können.
Des Weiteren ist die Synchronisation äußerst störend. Kein einziger Schauspieler hat seine gewohnte Stimme. Die Ersatzsprecher sind zudem laienhaft, agieren ausdruckslos und unprofessionell. Man gewöhnt sich während der gesamten Laufzeit nicht an die neuen Sprecher, weshalb diese Kategorie sich als wahrer Stimmungskiller erweist. Es wird deshalb dringend empfohlen, die deutlich gelungenere englische Originalversion (wahlweise mit deutschen Untertiteln) zu gucken.
Immerhin sind die herrlichen Outlaw-Locations sowie die stimmige Musikuntermalung positive Aspekte des Filmes.

Die Blu-ray Umsetzung ist zwiespältig. Das Bild ist für einen aktuellen Film nicht zeitgemäß. In vielen Szenen kriselt es, ist unscharf, verwaschen und teilweise schlecht nachbearbeitet. Demgegenüber stehen scharfe und klare Sequenzen, die aber zu selten vorkommen.
Dafür ist der Ton laut, klar und deutlich im DTS HD Master 5.1. gestaltet. Nur in wenigen Szenen ist er nicht ganz perfekt abgemischt.
Das Bonusmaterial ist schwach. Das großspurig als „Dokumentation über die Reed-Brüder“ bezeichnete Extra ist ein einfaches B-Roll. Die merkwürdig zusammengeschnittenen „Deleted Scenes“ wirken auch nur bedingt überzeugend. Das fünfminütige Making-of gibt ebenfalls nur wenig Aufschluss über die Hintergründe der Produktion.


Fazit:
Solider Film, den die Nebenkategorien Bild, Kamera und Synchronisation viel Atmosphäre und Klasse kosten.

by Stefan Bröhl
Bilder © Koch Media