The Sacrament - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min

The Sacrament Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Journalisten Sam (AJ Bowen), Jake (Joe Swanberg) und Patrick (Kentucker Audley) verschlägt es aus unterschiedlichen Motiven ins paradiesische Eden Parish. Eine Kommune, wo sich einige Menschen, darunter auch Patricks Schwester Caroline (Amy Seimetz), zusammengefunden haben, um in Harmonie und Gleichheit zu leben. Ein wenig gleicher als die anderen ist lediglich „Vater“, der Begründer und Anführer der Gemeinschaft, der Reporter Sam in einem Interview vor allen seinen Anhängern auflaufen lässt – scheinbar sanft, aber mit einer latenten Grausamkeit. Mit der Zeit finden die Besucher heraus, dass sich wohl doch nicht alle Mitglieder von Eden Parish so ganz freiwillig dort aufhalten.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment / Constantin Film
Tonformate:
DTS-HD High Resolution 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer „The Sacrament“ in deutsch (ca. 3 Min.), Trailer „The Sacrament“ in englisch (ca. 3 Min.)

DVD und Blu-ray | The Sacrament

Blu-ray
The Sacrament The Sacrament
Blu-ray Start:
06.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Sacrament The Sacrament
DVD Start:
06.11.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - The Sacrament

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Als sich vor wenigen Jahren die Wege von „Hostel“-Regisseur Eli Roth und Ti West kreuzten, stand die Begegnung unter einem schlechten Stern. Ti West hatte gerade „Cabin Fever „" beendet, das Sequel zu Eli Roth' erstem Erfolgsfilm aus dem Jahr 2002. Beide waren jedoch mit dem Ergebnis nicht wirkkich zufrieden, was bei ihrer Zusammenarbeit an Wests neuestem Werk „The Sacrament“ anders sein soll. Die Mockumentary ist seit dem 06. November auf Blu-ray und DVD zu erwerben.

Nach dem plötzlichen Verschwinden seiner Schwester Caroline (Amy Seimetz, „You’re Next“) ist Patrick (Kentucker Audley, „V/H/S – Eine mörderische Sammlung“) in großer Sorge um die instabile junge Frau. Ein Brief, der Patrick von seiner verschollenen Schwester erreicht, vergrößert seine Bedenken zusätzlich. Darin erzählt sie von einer neuen sektenartigen Gemeinde namens Eden Parish, in der sie nun im Ausland das Leben genießt. Das Ganze erscheint Patrick nicht ganz koscher, sodass er seine beiden Freunde Jake (Joe Swanberg, „You’re Next“) und Sam (AJ Bowen, „The Signal“) einschaltet, die für ein journalistischen Fernsehsender arbeiten und anbieten, Carolines Bruder auf der Reise zu seiner Schwester zu begleiten. Was sie vor Ort vorfinden, entwickelt sich bald zum handfesten Albtraum.

Es kommt selten vor, dass ein Filmteam die Gelegenheit auslässt, zu Beginn des Films darauf hinzuweisen, dass dieser auf wahren Tatsachen beruht. So geschehen bei „The Sacrament“. Der ruhig erzählte Thriller, bei welchem Ti West Regie führt und Eli Roth als Produzent tätig ist, nimmt zahlreiche Anleihen an den Geschehnissen in der Gemeinde Jonestown, welche sich in den 1970er-Jahren in Guyana zugetragen haben.

Angelegt wurde das Geschehen als Fake-Doku, bei der die beiden Journalisten die Hauptrolle einnehmen und sich zudem die Kameraarbeit teilen. Glücklicherweise wird das Mockumentary-Genre hier nicht bis zu seinen Grenzen ausgereizt, wodurch nicht nur die Bildqualität profitiert, sondern auch der von Found-Footage-Billigfilmen geplagte Zuschauer. Kennt man Wests „Cabin Fever 2“, so stellt „The Sacrament“ eine wahre Überraschung dar. Zwar lässt sich der Regisseur und gleichzeitige Autor des Films sehr viel Zeit für die Geschichte, doch erhöht das gerade ihren Reiz. Lange ist nicht klar, was in dem abgelegenen Ort fernab jeglicher Zivilisation geschehen wird. Das einzige was fest steht: nichts Gutes. Und so kommt es, dass nach einer Handvoll überaus interessant geschriebener Dialoge die Panik auszubrechen beginnt. Ab hier verliert der Film jedoch überraschend an Spannung. Das große Geheimnis ist gelüftet, die Erwartungen gesunken und der Fokus in weniger intelligente Gefilde abgedriftet. Statt weiterhin auf die Brisanz und die mysteriöse Energie der Begebenheit mit wahrem Hintergrund einzugehen, verfällt West dem alten Blutrausch und befriedigt die niederen Bedürfnisse der Zuschauer. Das verträgt sich nicht, weshalb die zweite Filmhälfte im klaren Bruch zum ersten Teil steht. Ein weiteres Manko der Verfilmung sind die zahlreichen Schwarzblenden, die die Story immer wieder mit wenig informativen Texten unterbrechen.

Wie bereits zuvor angeschnitten, ist die Bildqualität für eine Mockumentary überraschend gut. Statt auf eine unerträgliche Wackelkamera zu setzen, sind viele Szenen mit ruhiger Hand gedreht, weshalb das Bild recht scharf erscheint. Zwischendurch enttäuscht „The Sacrament“ zwar durch partielle Unschärfe und helle Farben, doch ist die HD-Version eine echte Alternative zur DVD-Fassung. Das liegt auch teilweise am deutschen DTS-HD High Resolution 5.1-Ton, der in seiner deutschen Fassung klare Dialoge präsentiert. Der O-Ton hingegen dröhnt dumpf aus den Boxen und versetzt dem Filmvergnügen einen kleinen Dämpfer.
Das Bonusmaterial enttäuscht durch Abwesenheit. Außer einem Trailer beinhaltet die Disc kein Zusatzmaterial, wobei es sicherlich sehr interessant gewesen wäre, die Parallelen zwischen Jonestown und dem Eden Paradies aus dem Film zu erfahren.

Fazit: Ambitionierte Fake-Doku, die anfangs überraschend seriös und kompetent erscheint, diesen Vorteil gen Ende jedoch dem Blutrausch Wests opfert. Nichtsdestotrotz hinterlässt „The Sacrament“ einen bitteren Nachgeschmack, der von den wahren Ereignissen hinter der Story noch verstärkt wird.

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by Yannik Riedl
Bilder © Paramount Home Entertainment / Constantin Film