The Purge: Anarchy - Blu-ray

Blu-ray Start: 11.12.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min

The Purge: Anarchy Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Einmal im Jahr ist jedes Verbrechen erlaubt und es gibt nur ein Ziel: Überlebe diese Nacht. Wieder ist Purge-Night. Ein Paar sitzt aufgrund einer Autopanne auf offener Straße fest und auch eine hilflose Frau und deren Tochter sind dem Chaos der Purge-Night völlig ausgeliefert. Ein Polizist könnte ihre allerletzte Hoffnung sein, die Nacht zu überleben...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
DTS-HD Master Audio 5.1 (GB)
DTS Digital Surround 5.1 (D, F, IND,TR)
Untertitel:
D, GB, F, UAE, NL, P, E
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Unveröffentlichte Szenen
- Hinter den Kulissen

DVD und Blu-ray | The Purge: Anarchy

Blu-ray
The Purge: Anarchy The Purge: Anarchy
Blu-ray Start:
11.12.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
11.12.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.
DVD
The Purge: Anarchy The Purge: Anarchy
DVD Start:
11.12.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

Blu-ray Kritik - The Purge: Anarchy

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Einmal im Jahr ist jedes Verbrechen erlaubt und es gibt nur ein Ziel: überlebe diese Nacht! Sommer 2014: Wieder ist Purge-Night. Ein Paar sitzt aufgrund einer Autopanne auf offener Straße fest und auch eine hilflose Frau und deren Tochter sind dem Chaos der Purge-Night völlig ausgeliefert. Ein Polizist könnte ihre allerletzte Hoffnung sein, die Nacht zu überleben…

Kritik:
Stellt euch mal vor, was in unserer Gesellschaft los wäre, wenn einmal im Jahr alle Verbrechen legal wären. Wer seiner Fantasie in diesem Punkt freien Lauf lassen würde, käme vermutlich gleich auf kriminelle Gedanken, wie zum Beispiel eine Bank auszurauben, schicke Sportwagen zu klauen oder den Schrebergarten des gehassten Nachbarn zu demolieren. Regisseur James DeMonaco ging in seinem 2013 erschienenen dystopischen Thriller „The Purge: Die Säuberung“ mit gesellschaftskritischen Untertönen sogar einen Schritt weiter und zeigte in diesem, wie die Menschheit diesen einen Tag im Jahr nutzt, um aus Spaß an der Freude zu morden. In den Hauptrollen waren Ethan Hawke („Training Day“) und Lena Headey („300: Rise of an Empire“) zu sehen, die sich in ihren eigentlich sicheren vier Wänden, ein wildes Katz und Maus-Spiel mit psychopatischen Killern lieferten. Die Produktionskosten des Streifens beliefen sich seinerzeit auf geringe 3 Millionen US-Dollar, denen ein beachtliches weltweites Einspielergebnis von über 89 Millionen gegenübersteht. Da war es natürlich klar, dass eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten lassen würde. Diese war im diesjährigen Juli im Kino zu sehen, lief dort unter dem Titel „The Purge: Anarchy“ und sollte natürlich härter ausfallen und noch mehr schockieren als der Vorgänger.

Nachdem im ersten Film die Purge-Nacht überwiegend in einem gesicherten Anwesen stattfand, wird in der Fortsetzung, die zeitlich ein Jahr später angesiedelt ist, das Geschehen auf die dunklen Straßen von Los Angeles verfrachtet. Es ist der 21. März des Jahres 2023 und die US-Bürger sind gerade damit beschäftigt, sich für die inzwischen siebte Säuberungs-Nacht vorzubereiten. Diese sogenannte jährliche „Purge-Nacht“ wurde seitens der amerikanischen Regierung, den sogenannten „neuen Gründungsväter“, eingeführt, um die Kriminalitätsraten und Arbeitslosenzahlen niedrig zu halten. In der Zeit zwischen 19:00 Uhr abends bis 7:00 Uhr des Folgetages sind sämtliche Verbrechen einschließlich Mord legal und die Notrufzentralen der Polizei, Feuerwehr sowie den Krankenhäusern nicht erreichbar. Aus diesem Grund schotten sich die Wohlhabenden vorsorglich rechtzeitig komplett in ihren gesicherten Häusern ab, während sich Otto-Normal-Verbraucher in ihren Wohnungen verbarrikadieren und versuchen die Straßen rechtzeitig zu meiden. Aber es gibt auch andere – eben jene die keinen Schutz wollen, sondern stattdessen durch die Stadt ziehen, um ihren Gewaltdurst zu stillen.

Etwa zur gleichen Zeit, fährt Sergeant Leo Barnes (Frank Grillo) schwer bewaffnet in Richtung Downtown Los Angeles, um sich ebenfalls auf die anstehende Purge vorzubereiten. Sein Ziel ist es, den Mann zur Verantwortung zu ziehen, der vor genau 12 Monaten unter Alkoholeinfluss seinen Sohn totgefahren hat. Doch auf dem Weg zu seinem vermeintlichen Opfer begegnet er der alleinerziehenden Mutter Eva (Carmen Ejogo) und deren Tochter Cali (Zoë Soul), welche gerade von einer schwarzgekleideten Säuberungstruppe aus dem Haus gezerrt werden und sterben sollen. Barnes greift nach kurzen zögern ein und rettet den beiden somit das Leben. Kurz darauf begegnet er zudem dem jungen Pärchen Liz (Kiele Sanchez) und Shane (Zach Gilford), das von einer Gruppe maskierter Purger verfolgt wird. Um die nächsten Stunden der Horror-Nacht zu überleben, tun sich die Fünf schließlich zusammen – doch Barnes hat noch seine ganz persönliche Purge zu klären.

Die Handlung von „The Purge: Anarchy „ hat es wahrlich in sich und geizt nicht mit abgedrehten Gewaltszenen. Beschränkte sich der erste Teil noch auf das Wohnhaus einer wohlhabenden Familie, wird hier der Fokus auf die Straße verlegt. Diesmal stehen Menschen im Mittelpunkt, die sich keine teuren Sicherheitssysteme leisten können und sich lediglich mit Brettern und Nägeln vor den Purgern schützen können. Dass das natürlich nicht bei jedem klappt, dürfte klar sein und wird hier auch auf äußerst kompromisslose Art und Weise gezeigt. Beispielsweise wird hier nun mit einem speziell präparierten Truck, auf dem eine Minigun montiert ist, Jagd auf Menschen gemacht. Selbst versteckte Obdachlose sind in den U-Bahn-Tunneln der Stadt nicht mehr sicher und ein gefundenes Fressen für eine Purger-Gruppe, die mit Flammenwerfer-Buggys unterwegs ist. Ja, im Film gibt es reichlich Action und auch die Spannung stimmt größtenteils, was jedoch nicht gut ins Bild passt, sind die größtenteils austauschbaren Darsteller. Einzig und allein Hauptdarsteller Frank Grillo („Captain America: The Return of the First Avenger“), der den Tod seines Sohnes rächen will, liefert eine ansehnliche und auch glaubhafte Performance ab. Trotzdem weiß der Streifen über die Gesamtlaufzeit von 103 Minuten gut zu unterhalten und wurde auch vom Kinopublikum entsprechend aufgenommen. In den Lichtspielhäusern spielte der zweite Teil, dessen Produktionsbudget lediglich 9 Millionen betrug, weltweit nämlich noch mehr ein, als der Vorgänger. Da wundert es auch nicht, dass Produzent Jason Blum bereits im April 2014 den dritten Teil vorankündigte, der die Handlung weiterführen soll.

Bildtechnisch überzeugt „The Purge: Anarchy“, der überwiegend bei Nacht spielt und folglich meistens dunkle Szenen zu bieten hat, mit einem guten Kontrast sowie kräftigen Farben. Erwähnenswert ist hier, dass in den dunklen Bereichen keine Details verloren gehen und die Kompression einwandfrei arbeitet. Die Bildschärfe ist ebenfalls auf einem ordentlichen, wenn auch nicht referenzwürdigen Niveau. Beim deutschen Sound, hat man bei Universal auf eine DTS 5.1-Tonspur gesetzt, die recht dynamisch klingt und mit vielen tollen Effekten sowie einem aggressiven Tieftonkanal aufwartet. Bei der Action auf dem Bildschirm gehen auch zu keiner Zeit die Dialoge der Protagonisten unter, sondern bleiben stets klar verständlich. Weitere auf der Disc enthaltene Tonspuren sind Spanisch, Italienisch, Hindi und Französisch, allesamt ebenfalls in DTS 5.1 sowie ein englische Dolby Digital 5.1-Hörfilmfassung. Allen überlegen ist aber zweifelsohne der verlustfreie englische Originalton in DTS-HD Master Audio 5.1, dem man definitiv den Vorzug geben sollte.

Bei dem großen Erfolg, den auch der zweite Teil klar für sich verbuchen konnte, hätte man eigentlich annehmen können, dass es jede Menge Extras auf die Blu-ray geschafft haben – doch weit gefehlt: Das Bonusmaterial besteht lediglich aus fünf „Unveröffentlichten Szenen“ (ca. 8 min.) sowie einem „Hinter den Kulissen von Anarchy“-Special (8:29 min.). Zu den unveröffentlichten Szenen gehören „Eva erhält eine Lohnerhöhung“ (1:01 min.), „Shane auf Jobsuche“ (1:36 min.), „Shane und Liz´ Auto-Kampf“ (4:00 min.), „Hundeattacke“ (1:09 min.) und „Carmelo-Coda“ (0:16 min.), wobei davon eigentlich nur der „Auto-Kampf“ sehenswert ist. Das kurze „Hinter den Kulissen“-Special gewährt hingegen einen Blick auf die Produktionsarbeiten, zu denen sich hier unter anderem der Produzent Jason Blum sowie Writer und Director James DeMonaco äußern. Für einen derart erfolgreichen Film etwas wenig, wie wir finden.

Fazit: „The Purge: Anarchy“ macht mit der Gewalt, die hier nun auf den Straßen von Los Angeles stattfindet, einen Schritt in die richtige Richtung. Das Einzige was hier etwas auf die Spaßbremse drückt, sind die größtenteils austauschbaren Darsteller und das maue Bonusmaterial. Ansonsten durchaus ein Titel, den man nicht verpasst haben sollte.

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by Roland Nicolai
Bilder © Universal Pictures