The Model - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.08.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 105 min

The Model Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 9,99 € jetzt kaufen
Amazon Logo 4,97 € jetzt kaufen4020628826949
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Die junge und wunderschöne Dänin Emma (Maria Palm) möchte den Einstieg ins hart umkämpfte internationale Model-Business schaffen. Als sie in Paris auf den charismatischen Fotografen Shane (Ed Skrein aus GAME OF THRONES & DEADPOOL) trifft, beginnt die Geschichte einer gefährlichen Obsession. Unter dem voyeuristischen Blick einer skrupellosen Industrie droht Emma zum Opfer ihres eigenen Ehrgeizes zu werden.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch/Dänisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Kinotrailer

DVD und Blu-ray | The Model

Blu-ray
The Model The Model
Blu-ray Start:
25.08.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 105 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Model The Model
DVD Start:
25.08.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 101 min.

Blu-ray Kritik - The Model

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


„You have what all the girls want.“ Dieser Satz fällt in dem dänischen Modebusiness-Drama „The Model“ und ist nicht das einzige Déjà vu, das vor allem in thematischer Hinsicht an Nicolas Winding Refns diesjähriges Filmkunstwerk „The Neon Demon“ erinnert. Auch die klassische Prämisse ist zumindest noch sehr ähnlich: The Model SzenenbildEin blutjunges, außergewöhnlich aussehendes Mädchen kommt von der kleinen Stadt in die ganz große Welt (hier Paris anstatt L.A.) und will dort Karriere als Model machen. Doch während Refn eine gewohnt vielschichtige und polarisierende stilistische Extravaganz feiert, die konstant mit ihrem Wahnsinn und ihrer Eigenartigkeit irritiert und überrascht, ist der Film des (ebenfalls) Dänen Mads Matthiesen ein von vorne bis hinten vorhersehbares Drama. Viel Neues hat Matthiesen zu dem Haifischbecken des High-End-Model-Geschäfts mit all seinen Versuchungen, Verlockungen und Vertrauensbrüchen nicht hinzuzufügen, wodurch neue Erkenntnisse ausbleiben. Er inszeniert „The Model“ dennoch ziemlich selbstbewusst, wodurch der Film unbestreitbar einen gewissen Sog aufbaut und erst in einem übertriebenen und nahe an der Grenze zur biederen Moralisierung schwebenden Schlussakt auseinanderfällt. Bis dahin ist das visuell naturalistische und wenig originelle Model-Drama aber trotzdem ein Film, der mindestens immer unterhält und im besten Fall sogar ein wenig betörend wirkt, was auch an den guten Darstellern liegt, vor allem das echte dänische Model Maria Palm in der Titelrolle und „Deadpool“-Bösewicht Ed Skrein als ihr Fotografen-Lover.

Matthiesen gelingt hier mindestens eine realistisch wirkende Milieustudie, die die internen Abläufe des Mode-Geschäfts präzise aufarbeitet. Maria Palms Charakter Emma agiert mehr oder weniger als leere Hülle und Projektionsfläche, die im Grunde als Platzhalter für den Zuschauer fungiert. Ihre Reise in die Höhle des Löwen wird so nachvollziehbar inszeniert, man erlebt alles aus ihrer Perspektive, wodurch der Film durchaus in seinen Bann zieht. Die ersten Momente des Films zeigen eine zärtliche und intime Kussszene zwischen Emma und ihrem Freund Frederik (Marco Ilsø), ein wunderbar symbolisches Bild für jugendliche und unschuldige Liebe. The Model SzenenbildZu Beginn, als die fast schon unscheinbar wirkende Emma ihre Heimatstadt in Dänemark verlässt und mit großen Augen in der Metropole ankommt, erhält man den Eindruck von einem unsicheren und braven Mauerblümchen, dem man nichts Böses zutrauen würde. Auch ihr erstes Shooting bei Starfotograf Shane White (Skrein) geht mächtig in die Hose, denn ihre nahezu komatös und eingeschüchtert wirkende Art kommt gar nicht an. Niedergeschlagen und nur widerwillig begleitet sie ihre Zimmernachbarin Zofia (noch ein echtes Model: Charlotte Tomaszewska) in einen Szeneclub, wo sie erneut auf Shane trifft und sich ganz plötzlich transformiert.

Sie verdreht dem Fotografen völlig den Kopf, wodurch sie ganz unerwartet für ein renommiertes Shooting gebucht wird. Emma und Shane beginnen eine Beziehung und ab hier entwickelt sich der Film primär zu einer Beziehungsgeschichte. Das scheinbar unschuldige Mädchen agiert plötzlich impulsiv und wickelt alle mit ihren wunderschönen, ausdrucksstarken Augen um den Finger, wie als sei sie infiziert von der rücksichtslosen und opportunistischen Mode-Szene. Eine Sympathieträgerin kann sie so kaum sein, denn so richtig lernt man das Mädchen mit dem Lolita-Charme und dem sehr besonderen Aussehen auch nie kennen. Quasi fünf Minuten nachdem sie in Paris angekommen ist, scheint sie ihren Freund in der Heimat auch schon vergessen zu haben. Schließlich spitzt sich die Situation zu, als sich Frederik zu einem spontanen Besuch entscheidet und es in einem Club zum schmerzhaften Aufeinandertreffen mit dem unwissenden Shane kommt. Das herzlose und kompromisslose Verhalten von Emma in dieser Situation macht dann schon regelrecht wütend. Ohne mit der Wimper zu zucken, betrügt sie ihren liebevollen Freund und zeigt nicht mal Anzeichen eines schlechten Gewissens.

Matthiesen buhlt hier nicht um die Sympathie des Zuschauers, was auch schon wieder mutig ist. The Model SzenenbildEmma agiert mit jugendlicher Naivität und Leichtsinn und -gläubigkeit, wodurch ihr Verhalten immer wieder sehr befremdlich wirkt. Hier betrügen sich erwartungsgemäß irgendwann alle gegenseitig, auch die ersten Drogen lassen nicht lange auf sich warten. Die Pariser Model-Welt stellt er anders als Refn ohne Abstraktion und Künstlichkeit dar, wodurch der Film viel eher ein naturalistisches und oft auch sehr erotisches Drama ist. Bis auf einen dann doch übertriebenen und gekünstelten Schlussteil, der nicht ohne eine obligatorische Spur Gewalt auskommt, wirkt „The Model“ durchweg glaubwürdig und interessant, trotz seines weitestgehend vorhersehbaren Plots und manchen Klischees (die sich in der Realität auch immer wieder bewahrheiten).

Maria Palm, die hier in ihrem ersten Film agiert, trägt natürlich wesentlich zur Glaubwürdigkeit des Films bei. Es ist faszinierend anzusehen, wie sie quasi mit einem Wimpernschlag ihr ganzes Erscheinungsbild verändern kann, von naiver, unberührter Kindlichkeit zu verführerischer und gefährlicher Reife. Auch wenn Matthiesen nicht viel deutliche Charakterisierung betreibt, glaubt man sie zumindest immer wieder lesen zu können, doch letztlich täuscht man sich an ihrer rätselhaften und etwas undurchdringlichen Präsenz. Sie ist mal unschuldiges, verletzliches Opfer, mal Manipulator und herzloser Bösewicht. Diese Ambivalenz ist schließlich ziemlich spannend und trotz aller Klischees muss man Matthiesen zugutehalten, dass er an billiger Emotionalisierung und Sentimentalität nicht interessiert ist. So bleibt „The Model“ immer ein Film, der anziehend und interessant wirkt, dem man gerne bis zum Schluss folgt.

The Model Szenenbild Bild
In Bezug auf ihre technischen Aspekte überzeugt die Blu-ray. Hier wird ein klares, detailreiches und meist helles Bild präsentiert, das über eine natürliche Farbpalette verfügt. Schwächen lassen sich hier so gut wie keine ausmachen, der Kontrast ist meistens sehr gut, abgesehen von einer Poolszene, in der das Bild überraschend kontrastarm wirkt. Sicher eine ästhetische Entscheidung, dennoch stört hier auch etwas der Rotstich. Insgesamt aber ein sauberes und fast fehlerfreies Bild im Hochglanz-Look.

Ton
Sehr hübsch präsentiert sich die sehr räumliche akustische Umsetzung. Hier gefällt immer wieder der atmosphärische Raumklang, der größtenteils von der dynamisch abgemischten Musik geprägt ist, die sich auf alle Boxen verteilt. Auch der Subwoofer hat immer wieder recht kräftige Einsätze, gerade bei entsprechender Musik. Stimmwiedergabe ist einwandfrei.

Extras
Neben verschiedenen Trailern herrscht hier leider gähnende Leere. Deutsch (02:03 Min.)
Englisch/Dänisch (02:03 Min.)
Trailer zu „The Bodyguard“, „Unter dem Sand“ & „The Boy


Fazit:
Ein weitestgehend vorhersehbarer, aber selbstbewusst inszenierter Blick in das Pariser Model-Business, das durch seine faszinierende und ambivalent dargestellte Hauptfigur zu punkten weiß. „The Model“ zieht über seine ganze Laufzeit in seinen Bann, auch wenn es dem Film letztlich an etwas Originalität und Tiefe fehlt.

4,97 € jetzt kaufen4020628826949

by Florian Hoffmann
Bilder © Koch Media




The Model - Trailer