The Master - Blu-ray

Blu-ray Start: 26.07.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 137 min

The Master Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 9,99 € jetzt kaufen
Amazon Logo 6,97 € jetzt kaufenThe Master Blu Ray
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Als Ex-Soldat Freddie (JOAQUIN PHOENIX) den charismatischen Lancaster Dodd (PHILIP SEYMOUR HOFFMAN) kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Bisher ertränkte der heimgekehrte Kriegsveteran seine innere Leere mit Alkohol und Frauen, aber durch Dodd findet Freddie wieder Halt im Leben: Der selbsternannte Philosoph hat eine eigene, rasch wachsende Glaubensgemeinschaft gegründet und wird von seinen Anhängern nur „The Master“ genannt. Der labile Freddie ist fasziniert von seinen Lehren und steigt zu Dodds rechter Hand auf – scharf beobachtet von dessen berechnender und eiskalter Frau Peggy (AMY ADAMS). Doch bald entstehen bei Freddie erste Zweifel an den totalitären Methoden und Lehren des „Masters“...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Senator Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Let There Be Light (Dokumentation (USA 1946) von Regisseur John Huston)

DVD und Blu-ray | The Master

Blu-ray
The Master The Master
Blu-ray Start:
26.07.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 137 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Master The Master
DVD Start:
26.07.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 132 min.

Blu-ray Kritik - The Master

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Da ist er wieder! Die Rede ist von Paul Thomas Anderson, welcher seit seinem letzten großen Erfolg – „There Will Be Blood“ – im Jahr 2007 keinen Film mehr gedreht hat. Bekannt für seine langatmigen Verfilmungen mit viel Inhalt und nüchterner Inszenierung, bleibt der amerikanische Regisseur seinen Wurzeln treu und liefert mit „The Master“ einen typischen Anderson-Film ab. Dieses Mal kritisiert er unterschwellig die Ideologien von „Scientology“ – einer weitläufig bekannten Sekte, der unter anderem auch Tom Cruise angehört.

„The Cause“ nennt sich eine neue religiöse Sekte, die kurz nach dem zweiten Weltkrieg vom belesenen und äußerst intelligenten Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffman, „Der Krieg des Charlie Wilson“) gegründet wird. Von nun an nennen ihn die Anhänger nur noch förmlich „Master“ und in diversen kultigen Sitzungen versucht er sie davon zu überzeugen, dass sie alle schon seit Millionen von Jahren leben, eben immer nur in unterschiedlichen Körpern. Zu ihnen stößt auch der verstörte Alkoholiker Freddie (Joaquín Phoenix, „Gladiator“), welcher nach dem Krieg nichts mit seinem Leben anzufangen weiß. „Master“ Dodd möchte ihn als Studie verwenden und auf den richtigen Weg führen, wobei dieser dabei immer tiefer in die Machenschaften der Sekte rutscht.

Nominiert für drei Oscars und drei Golden Globes feierte „The Master“ 2012 in Venedig seine Premiere und lief im Februar 2013 in den deutschen Kinos an. Für diejenigen, welche mit dem Namen Paul Thomas Anderson nicht allzu viel anfangen können: Einfach gesagt, bekommt man bei ihm meist nur schwer verdauliche Arthouse-Kunst präsentiert, wie auch im Fall von „The Master“. Sein Epos erstreckt sich über fast zweieinhalb Stunden, die beim Zuschauen jedoch noch viel länger wirken. Durchgängig langsame und inhaltsschwere Dialoge paaren sich hier mit nüchternen Bildern und einer konfusen Story, die bis zum Schluss nicht alle Fäden zusammenführt. Zudem fragt man sich den kompletten Film über, welcher Höhepunkt sich hinter dem Plot versteckt und wann dieser wohl einsetzt. Die Antwort ist ebenso simpel wie erschreckend: nie! Den Film über passiert nicht wirklich viel – es wird aus dem Leben der beiden Protagonisten erzählt, welches sich ab einem gewissen Zeitpunkt wechselseitig beeinflusst und ab und zu wieder getrennte Wege geht. Dabei tauchen diverse Randfiguren auf, welchen nicht viel Bedeutung zugeschrieben werden kann, denn der Film lebt von seinen beiden Hauptdarstellern. Hoffman und Phoenix erweisen sich als ein perfektes Duo, das durch grandiose Schauspielarbeit überzeugen kann. Hier ist besonders Phoenix zu erwähnen, welcher den alkoholkranken Freddie überaus realistisch darstellt, mitsamt seinem gekrümmten Rücken und der hochgezogenen Lippe. Dabei fällt es jedoch oftmals schwer, seinem äußerst unverständlichen Dialog zu folgen, weshalb man eventuell auf Untertitel zurückgreifen sollte.
Allerdings wahrt der Film stets eine gewisse Distanz, sodass keiner der Protagonisten die Sympathie des Zuschauers erhält und dieser sich auch sonst nicht wirklich ins Geschehen eingebunden fühlt. Dies liegt vielleicht auch daran, dass die 1950er-Jahre einer ganz anderen Zeitepoche zuzuordnen sind und somit vieles befremdlich wirken mag.
Insgesamt lässt sich der Film dabei schwer in ein Genre einordnen, wobei er wohl noch am ehesten als Drama fungiert, jedoch auch durchaus Elemente eines Thrillers, einer Komödie und eines Liebesfilms beinhaltet.

Das Bild des auf 70mm-Film gedrehten Dramas überzeugt durch Schärfe und Konturen, die ein plastisches Erleben ermöglichen. Der Ton überzeugt ebenfalls, auch wenn vieles ein wenig zu leise abgemischt wurde.
Als einziges Extra bietet der Film eine Dokumentation über Kriegsheimkehrer mit schweren Traumata, die aus den frühen 1950er-Jahren stammt und in körnigem Schwarz-Weiß-Bild daherkommt.

Fazit: Äußerst langatmiges Epos ohne viel Handlung, welches kaum Fragen beantwortet und sich lediglich dank seiner grandiosen Hauptdarsteller über Wasser halten kann. Nur etwas für Hoffman-Fans, die gerne auf einen roten Faden verzichten!

by Yannik Riedl
Bilder © Universum Film / Senator Home Entertainment