The Liberator - Blu-ray

Blu-ray Start: 14.08.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 119 min

The Liberator Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Anfang des 19. Jahrhunderts befindet sich Südamerika fest im Griff des spanischen Imperiums. Die einheimische Bevölkerung wird von dem übermächtigen Gegner gnadenlos unterdrückt. Beeindruckt von den Ideen der französischen Revolution kehrt Simón Bolívar 1807 nach Venezuela zurück und schließt sich der Widerstandsbewegung an. Bolívar steigt zum Anführer auf, unter dessen Führung sich schließlich ein ganzer Kontinent für die Freiheit erhebt...

Simón Bolívar kämpfte über 100 Schlachten gegen die spanische Kolonialmacht. Seine Kampagnen umfassten ein Territorium doppelt so groß wie das von Alexander dem Großen. Seine Armee eroberte nie - sie befreite. Bei den Oscars® 2015 stand „The Liberator“ auf der Shortlist für die Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Edel Germany GmbH / Pandastorm Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Spanisch/Englisch/Französisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Booklet, Making of, Einführung von Gustavo Dudamel (Komponist), Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | The Liberator

Blu-ray
The Liberator The Liberator
Blu-ray Start:
14.08.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 119 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Liberator The Liberator
DVD Start:
14.08.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

Blu-ray Kritik - The Liberator

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Der Film des venezolanischen Regisseurs Alberto Arvelo stand auf der Shortlist für den „Oscar“ 2015 als bester fremdsprachiger Film. Bemerkenswerte 50 Millionen Dollar teuer war die panamerikanische Produktion. Sieht man dem starbesetzten „The Liberator“ diesen Aufwand an?

Simón Bolívar (Edgar Ramírez) kämpfte in über 100 Schlachten gegen das spanische Imperium. Er legte über 120.000 Kilometer zu Pferd zurück. Seine Armee eroberte nie. Sie befreite. 1800 lernte Simón in Madrid die schöne Maria Teresa (María Valverde) kennen und heiratete sie. Mit ihr nahm er den langen Weg zurück nach Venezuela auf sich. Als sie nach kurzem gemeinsamem Glück vom Gelbfieber dahingerafft wird, verliert Simón seine große Liebe. Mit Alkohol und Prostituierten ertränkt er seine Gefühle. Der Bankier Martin Torkington (Danny Huston) weist ihn jedoch darauf hin, dass die Zeit des spanischen Imperiums und der Kirche vorbei sei. Die Rebellion und ein freies Südamerika werden kommen. Simón soll sie anführen und tut dies.

Die brisante und für die hispanische Gesellschaft wichtige Geschichte ist annehmbar umgesetzt. Vollends überzeugen kann sie aber nicht. Dafür ist der Schnitt zu abrupt, fühlt man mit den teilweise idealisierten Charakteren insgesamt zu wenig mit und packt „The Liberator“ unterschwellig nicht genug. Dennoch ist Arvelos Werk ein guter Film, den man sich angucken kann. Denn das Thema ist interessant und wurde noch nie in diesem Ausmaß verfilmt. Im Gegenteil: Bolivar ist filmisch ein unbeschriebenes Blatt, obwohl er in Südamerika eine Legende, ein Mythos ist.
Zudem erkennt der geneigte Zuschauer den hohen Aufwand der hinter der Produktion steckt beinahe die ganze Zeit über. Die vielen Drehortwechsel sprechen für eine herausragende logistische Planung. Außerdem wurden die Landschaften herrlich, abwechslungsreich, und exotisch ausgewählt und tragen deshalb viel zur abenteuerlichen Atmosphäre bei. Dies gilt auch für die gefühlvolle, stimmige, herausragende Musikuntermalung die aufwendig mit dem Simón-Bolívar-Orchester eingespielt wurde.
Des Weiteren können die exzellenten, prunkvollen Kostüme, das starke Make-up und die zeitgemäßen Frisuren überzeugen. Auch die Schauspieler machen den Film sehenswert. Edgar Ramírez (Carlos – Der Schakal, Erlöse uns von dem Bösen, Zero Dark Thirty) kann als vielschichtiger Simón Bolívar mit einer intensiven Performance beeindrucken. An seiner Seite spielen María Valverde (Exodus: Götter und Könige, Drei Meter über dem Himmel, King of the Hill), Iwan Rheon (Game of Thrones, Misfits, Wasteland) und vor allem Danny Huston (Hitchcock, Big Eyes, Robin Hood) stark auf. Außerdem zeigen einige der südamerikanischen Darsteller gute Leistungen, während sich in den Nebenrollen einige nicht perfekt ausgesuchte Schauspieler finden.
Schade ist, dass die Synchronisation nur mittelprächtig ist und dadurch ein wenig Atmosphäre kostet. Allerdings lange nicht so viel wie die unruhige, teilweise sinnfreie Kameraführung, die den Zuschauer mehrfach ärgert. Immerhin hat sie auch einige weite, wunderschöne Bilder aus der Vogelperspektive zu bieten.
Leider sind die Spezialeffekte für einen Film dieser Preiskategorie doch sehr billig und bewegen sich gerade in der letzten Szene auf Fernsehniveau.

Auch das Bild hat seine Schwächen. Zwar ist es meist scharf, aber es kriselt, rauscht und flackert immer wieder. Zusätzlich gibt es auch einige verwaschene Sequenzen. Dafür kommt an anderen Stellen echtes HD-Feeling auf. Am Ton gibt es hingegen nichts auszusetzen. Laut, detailreich und deutlich ist er im DTS-HD-Master-5.1-Format ein Genuss. Die Extras sind interessant und auch recht umfangreich. Vor allem das 41-minütige Making-of ist lohnenswert, da hier viele Hintergründe der Produktion erläutert werden.
Zusätzlich sei erwähnt, dass die Kaufversion der Blu-ray-Fassung sich lohnt. Neben dem schönen Schuber und Cover ist in der Hülle ein lesenswertes, gut komprimiertes Booklet zu finden, das die historischen Fakten rund um Bolívar verdeutlicht und die Unterschiede zum Film, der sich hauptsächlich auf die Heldenbewunderung und den Mythos Bolívar konzentriert, erläutert.


Fazit:
Guter, interessanter und brisanter Film über die südamerikanische Legende Simón Bolívar, die allerdings für eine so große Produktion und einen solch großen Aufwand doch etwas hinter den Erwartungen zurückliegt. Das liegt neben dem abrupten Schnitt, der mangelnden Charaktertiefe, einiger Klischees auch an der extrem störenden Ruckelkamera. Dennoch sehenswert, wenn man Simón Bolívar näher kennenlernen möchte.

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by Stefan Bröhl
Bilder © Edel Germany GmbH / Pandastorm Pictures