The Last Will and Testament of Rosalind Leigh - Blu-ray

Blu-ray Start: 29.08.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 80 min

The Last Will and Testament of Rosalind Leigh Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nach dem Selbstmord seiner Mutter erbt Leon das alte Familienhaus. Vom überraschenden Tod seiner Mutter gezeichnet, kehrt Leon an den Ort seiner Kindheit zurück. Alsbald sieht er sich im Haus merkwürdigen Ereignissen gegenüber. Es scheint so, als ob seine Mutter aus dem Jenseits mit ihm Kontakt aufnehmen möchte. Noch während Leon das Geheimnis zu lüften versucht, schleicht sich eine tödliche Gefahr in sein Leben ein.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Mad Dimension
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | The Last Will and Testament of Rosalind Leigh

Blu-ray
The Last Will and Testament of Rosalind Leigh The Last Will and Testament of Rosalind Leigh
Blu-ray Start:
29.08.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 80 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Last Will and Testament of Rosalind Leigh The Last Will and Testament of Rosalind Leigh
DVD Start:
29.08.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 77 min.

Blu-ray Kritik - The Last Will and Testament of Rosalind Leigh

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Kaum ein Filmtitel ist sperriger, als der von Rodrigo Gudiños ruhig erzähltem und erfreulich unkonventionellem Gruselfilm “The Last Will and Testament of Rosalind Leigh”. Was in den Händlerregalen nach typischem Direct-to-DVD Horror aussieht, entpuppt sich als intelligenter und visuell jederzeit stimmiger Atmosphäregarant, den sich kein anspruchsvoller Gruselfan entgehen lassen sollte.

Nach dem Selbstmord seiner Mutter (Vanessa Redgrave) begibt sich der Antiquitäten-Sammler Leon (Aaron Poole) zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder in das alte Anwesen seiner Familie und macht dort allerhand seltsame Entdeckungen. Seine Mutter scheint das Haus als Versammlungsort eines mysteriösen Engelskultes genutzt zu haben, der sie nach und nach zu einer religiösen Fanatikerin werden ließ und schließlich in den Selbstmord trieb. Doch ihr Geist scheint noch immer in dem alten Gemäuer zu hausen und Leon spürt schnell, dass sie Kontakt mit ihm aufnehmen will. Allerdings kommen immer mehr grausige Kindheitserinnerungen in Leon hoch und schon bald bekommt er es mit der Angst zu tun. Ein finsteres Wesen durchstreift des Nachts die Zimmer und scheint Leon nach dem Leben zu trachten…

Rodrigo Gudiños Low-Budget-Horrorstreifen beginnt mit einem von Vanessa Redgrave elegisch vorgetragen Off-Kommentar, der aufgrund seiner Länge bereits deutlich werden lässt, dass man es keineswegs mit einem typischen Genrefilm zu tun bekommt. Dialoge gibt es in dem Film extrem selten, da die Hauptfigur zumeist alleine das alte Familienanwesen durchstreift und allerhöchstens mal ein Telefongespräch führt. Die Atmosphäre der Einsamkeit wird dadurch ebenso verstärkt, wie die Nähe, die man als Zuschauer zum Protagonisten Leon aufbaut. Man fiebert daher eifrig mit und möchte mehr über seine Vergangenheit erfahren, von der alle der zahlreich vorhandenen Antiquitäten Zeugen sind. Schnell wird klar, dass es Rodrigo Gudiño auf der Meta-Ebene um religiösen Fanatismus und dessen psychische Folgen geht, weshalb man alle auf den ersten Blick unnatürlich wirkenden Vorkommnisse im Familienanwesen seiner Eltern auch als Albträume von Leon betrachten könnte. Die Handlungen erscheinen so in einem völlig neuen Licht und öffnen dem Zuschauer einen umfangreichen Intepretationsraum, der zu erstaunlichen Ergebnissen führt. Doch auch abseits von seiner faszinierenden Meta-Ebene kann “The Last Will and Testament of Rosalind Leigh” als spannender Gruselfilm überzeugen, der im Gegensatz zu anderen Produktionen seines Genres zu keiner Sekunde ins Banale oder Effekthascherische abdriftet. Er generiert seine Spannung ganz gemächlich und subtil aus der packenden Geschichte, die sich gegen Ende immer weiter zuspitzt und in einer tollen Antiklimax kulminiert. Begleitet wird das alles von sehr lang anmutenden Kamerafahrten, die jeden Winkel des Hauses durchschweben und dabei fast zu so etwas wie einem eigenen Charakter werden. Das mag für mach einen Zuschauer langweilig oder gar anstrengend sein, erzeugt bei aufgeschlossenen Konsumenten jedoch ein gehöriges Maß an Atmosphäre. Für einen Low-Budget – Film wirkt “The Last Will and Testament of Rosalind Leigh” zudem sehr hochwertig und kann visuell allerhand bleibende Akzente setzen. Heimlicher Star des Filmes ist daher auch das Familienanwesen selbst, das für Leon gleichsam ein Ort des Schreckens wie der Katharsis ist und aufgrund der zahlreichen sich darin befindlichen Statuen geradezu lebendig wirkt.

Die Blu-ray liefert den audiovisuell beeindruckenden Film in einer sehr ordentlichen Bild- und Tonqualität. Lediglich hinsichtlich der Extras enttäuscht die Disc. Abgesehen vom Trailer hat es keinerlei Bonusmaterial mit auf die Blu-ray geschafft. Schade.

Fazit:
“The Last Will and Testament of Rosalind Leigh” ist ein unkonventioneller, ruhig erzählter Gruselstreifen, den einige Genrefans sicherlich als langweilig empfinden werden. Wer jedoch aufgeschlossen an den Film herangeht, kann einen der faszinierendsten und intelligentesten Horrorfilme des Jahres erleben.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Alive / Mad Dimension