The Immigrant - Blu-ray

Blu-ray Start: 30.01.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 117 min

The Immigrant Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

New York, 1921: Auf der verzweifelten Suche nach einem Neustart und dem amerikanischen Traum, wandern Ewa (Marion Cotillard) und ihre Schwester Magda aus ihrer polnischen Heimat in die USA aus. Bei ihrer Ankunft auf Ellis Island stellen die Ärzte bei Magda jedoch eine Lungenkrankheit fest und die beiden Schwestern werden voneinander getrennt. Während sich Magda in Quarantäne befindet, landet Ewa allein auf den gnadenlosen Straßen von Manhattan. Allein, ohne einen Zufluchtsort, Geld und verzweifelt ihre Schwester wiederzusehen, gerät sie in die Fänge von Bruno (Joaquin Phoenix), einem charmanten aber durchtriebenen Kerl, der sie bei sich aufnimmt und zur Prostitution zwingt. Eines Tages aber lernt Ewa den faszinierenden Magier Orlando (Jeremy Renner) kennen - Brunos Cousin. Er erobert ihr Herz im Sturm und wird schnell zu ihrer einzigen Chance, dem Albtraum, in den sie hineingeraten ist, zu entkommen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | The Immigrant

Blu-ray
The Immigrant The Immigrant
Blu-ray Start:
30.01.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 117 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Immigrant The Immigrant
DVD Start:
30.01.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min.

Blu-ray Kritik - The Immigrant

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 5/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Das Drama von Regisseur James Gray (The Yards, Helden der Nacht, Two Lovers) beruht zu einem Großteil auf den Erinnerungen seiner Großeltern, die 1923 in die USA einwanderten. Der Film wurde auf vielen renommierten Festivals in aller Welt gezeigt, unter anderem in Cannes, Rio de Janeiro, New York und Chicago (jeweils 2013). „The Immigrant“ wurde für viele Preise nominiert und konnte einige gewinnen, da die Geschichte universell und aktuell ist.

Ellis Island, 1921: Die Schwestern Ewa Cybulski (Marion Cotillard) und Magda (Angela Sarafyan) kommen mit der Hoffnung auf den amerikanischen Traum und damit auf ein besseres Leben in New York an. Beide sind geschwächt von dem langen Weg aus Polen, Magda ist schwer krank. Durch ihr Husten fällt sie den Ärzten auf und muss auf die Krankenstation. Geht es ihr in sechs Monaten nicht besser, wird sie ausgewiesen, wie Ewa, die aufgrund einer Tätigkeit für einen Diplomaten fließend Englisch spricht, erfährt. Doch auch Ewa wird abgelehnt, da sie sich auf dem Schiff unmoralisch verhalten haben soll und sie deshalb eine Frau niederer Moral sei. In der Abschiebeschlange stehend, bittet sie Bruno Weiss (Joaquin Phoenix) um Hilfe. Dieser sagt nach kurzer Überredung zu und schafft sie für viel Geld von Ellis Island runter. Er gewährt ihr Unterschlupf, Verpflegung, zeigt ihr sein Kontaktnetz und gibt ihr einen Job. Doch Ewa ist nicht glücklich. Sie will ihre Schwester aus Ellis Island rausschaffen und kann Bruno, der aufbrausend sein kann, nicht besonders gut leiden. Sie steckt in der Zwickmühle. Was soll sie tun?

Die Geschichte ist gerade in der heutigen Zeit aktuell und brisant. Die Flüchtlingsproblematik ist aktueller, denn je. So hätte dieser Film ein heißdiskutiertes Werk werden können. Doch dafür ist die Umsetzung zu schwach. Der Film verschenkt viel Potenzial, was den Zuschauer am Ende etwas verärgert und enttäuscht zurücklässt. Das liegt vor allem an der schlechten Charakterdarstellung. Es ist lange Zeit nicht nachzuvollziehen, warum Ewa ihren Retter Bruno so abstoßend findet. Denn dafür ist dessen Charakter trotz kleinerer Ausraster zu nett und menschlich nachvollziehbar gezeichnet. Auch die Handlungen der einzelnen Figuren sind nur teilweise nachvollziehbar. Das kostet „The Immigrant“ viel Atmosphäre. Hier hätten einige zusätzliche und hintergründige Szenen geholfen. Denn die Charaktere sprechen zwar oft über ihre Vergangenheit, wirklich viel erfährt man über sie aber nicht. Das Bild welches der Zuschauer von ihnen hat, ist unscharf. Zumal es auch keine Rückblenden gibt. Der Film spielt auf einer Zeitebene, weshalb die Charaktere oberflächlich bleiben und austauschbar sind.
Dass dieses Werk dennoch keine völlige Enttäuschung darstellt, liegt an dem Ansatz der Geschichte. Denn es ist interessant zu sehen, wie weit jemand für seine Angehörigen geht, was diejenige alles zu tun bereit ist. Aus diesem Ansatz entsteht eine Grundspannung, die auch von den erwähnten Schwächen nicht verloren geht. Der Einblick in ein fast hundert Jahre altes New York ist eine Erfahrung wert. Leider sieht man anhand der Locations mehrfach, dass der Film billig produziert wurde (Budget: 16,5 Millionen Dollar). Die Effekte sind auf den ersten Blick erkennbar und erzielen dadurch nicht die erwünschte Wirkung. Immerhin können die ruhige Kameraführung und die stimmige Musikuntermalung einiges von der verlorenen Atmosphäre zurückholen. Doch das reicht nicht aus, um „The Immigrant“ zu einem guten Film zu machen.

Die drei tragenden Schauspieler können hingegen allesamt überzeugen. Marion Cotillard (Zwei Tage, eine Nacht, Der Geschmack von Rost und Knochen, Inception) zeigt als Hauptdarstellerin eine starke, da vielschichtige Performance in einer schwierigen Rolle. Joaquin Phoenix (Walk the Line, Her, Gladiator) stellt seine Klasse und mimische Bandbreite einmal mehr unter Beweis und Jeremy Renner (Marvel´s The Avengers, Mission: Impossible - Phantom Protokoll, American Hustle) komplettiert das Trio der bekannten Schauspieler gekonnt charmant. Die Nebendarsteller bleiben nicht im Gedächtnis.

Das Bild der Blu-ray ist Durchschnitt. Für einen aktuellen Film sogar ziemlich schwach, da krislig, unscharf und verwaschen. Der Ton ist solide und gut abgemischt. Die Extras sind bis auf eine gut zusammengestellte Trailershow und den Trailer zum Film nicht vorhanden. Dabei hätte man sich gerade bei einem Film mit so einem wichtigen Thema mehr Hintergrundinformationen gewünscht.

Schwacher Film, der trotz starkem Cast, guter Idee und schönen Aufnahmen nicht überzeugen kann. Dafür sind die Schwächen zu markant, das verschenkte Potenzial zu groß und die Charakterdarstellung zu schlecht. Schade!

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by Stefan Bröhl
Bilder © Universum Film