The House of the Devil - Blu-ray

Blu-ray Start: 29.01.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min

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Inhalt

Erzählt wird die Geschichte der jungen Samantha (Jocelin Donahue), die einen Babysitterjob annimmt, um die 300 Dollar Monatsmiete für ihre neue Wohnung zu verdienen.
Zu spät merkt sie, dass sie in eine Falle gelockt wurde. In dem düsteren Haus beginnt ein blutiger Kampf auf Leben und Tod, in dem die Protagonistin im wahrsten Sinne durch die Hölle geht!

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
DTS HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Behind the Scenes
Deleted Scenes
Audiokommentare
Trailer

Video on demand - The House of the Devil

DVD und Blu-ray | The House of the Devil

Blu-ray
The House of the Devil The House of the Devil
Blu-ray Start:
29.01.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The House of the Devil The House of the Devil
DVD Start:
29.01.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

Blu-ray Kritik - The House of the Devil

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Mit "The House of The Devil" liefert Nachwuchstalent Ti West, der bei aufmerksamen Genrefans im letzten Jahr auch mit einem überraschend gelungenen Sequel zu "Cabin Fever" punkten konnte, nichts weniger als einen der besten Horrorfilme des vergangenen Jahrzehnts ab. Der Film zeigt sich nicht nur beeinflusst von der Atmosphäre und der ästhetischen Gestaltung des amerikanischen Genrefilms der 70er sondern bedient sich auch freimütig bei italienischen Kultfilmen der gleichen Dekade. Anders als so viele postmoderne, augenzwinkernde Hommage-Filmchen, die sich im Vorbild Tarantinos sonnen, verzichtet Ti West dankenswerterweise auf jegliche Zitatespielerei und konzentriert sich ganz auf seinen minimalistischen Plot, der sich erbarmungslos zum Alptraum verdichtet und eine einengende, terrorisierende Wirkung entfaltet, wie sie nur noch überaus selten zu finden ist. Nach einer Reihe betont selbstironischer Horror-Komödien macht West hier erstmals ernst.

Auch die Splatter-Eskapaden aus "Cabin Fever 2" sucht man vergeblich, "The House of The Devil" bezieht seinen Reiz keineswegs aus einem hohen Bodycount und funktioniert - anders als auf dem Cover angepriesen - nicht im geringsten nach dem bekannten Slasher-Schema. Das dunkle Geheimnis, das über dem Geschehen liegt und die Motivation der bizarren Familie erklärt, wird erst spät enthüllt und bis zu diesem Zeitpunkt entfaltet sich der Film überaus langsam, fast schon klassisch. Bis auf einige schmerzhaft drastische Gewaltausbrüche, die aber allesamt kurz gehalten sind, passiert oberflächlich nicht viel - was nichts an der nervenzerreißenden inneren Spannung ändert, die Ti West durch fulminanten formalen Ideenreichtum erreicht und bis zum aufregenden Schluss aufrecht erhalten kann. Kaum ein Horrorfilm der letzten Jahre hat derartig aufs Gas gedrückt ohne äußerlich spektakulär daher zu kommen und mit Ausnahme von Rob Zombie hat wohl kein Regisseur so herrlich schmutzige Genreware produziert. Bei alledem sei gesagt, das "The House of The Devil" ein bescheidener Film ist, der es nicht nötig hat, die eigene Klugheit auszustellen und gerade durch seine Zurückhaltung nachhaltig begeistert.

Der anachronistische Look bestimmt fast ausschließlich die angsterfüllte Atmosphäre, die Wests beeindruckenden Film ganz und gar zeitlos erscheinen lässt. Wie er dem Zuschauer ohne Unterlass den Boden unter den Füßen wegzieht und es lange Zeit bei einem souverän konstruierten Fragezeichen bleibt, beweist die Meisterschaft, mit der der Regisseur das Genre und seine Funktionsweisen begreift. Von Ti West ist noch einiges zu erwarten, "The House of The Devil" kann als uneingeschränkte Empfehlung an jeden horror-affinen Cineasten weitergegeben werden. Wer den Film als zähflüssig empfindet und sich lieber an lautem, schnellen, fetzigen Horror erfreut, wird mit diesem gediegen-brillanten Kabinettstückchen kaum glücklich werden.

Zur BluRay:
Ebenso sorgfältig und technisch gelungen wie der Film zeigt sich die technisch perfekte BluRay, die einen kristallinen Ton enthält, der allerdings dank der fürchterlich schlechten deutschen Synchronisation nur auf englisch zu ertragen ist. Unglaublich, wie grundsätzlich diese verhunzte Eindeutschung, die sich kaum über Amateurniveau bewegt, den Film versaut. Also bitte nur auf englisch, doch dafür kann diese Veröffentlichung ja nichts. Behind-The-Scenes und Deleted Scenes geben einen interessanten tieferen Einblick, der ruhig hätte ausführlicher ausfallen dürfen und der informative und launig eingesprochene Audiokommentar macht große Freude beim Zuhören. Besondere Erwähnung verdient das unverschämt scharfe Bild, das die Farbdramaturgie des Films perfekt einfängt und in Verbindung mit der generellen Grobkörnigkeit kaum perfekter sein könnte. Auf einem großen Fernseher fühlt man sich dann wirklich wie in einem Grindhouse-Kino vergangener Tage.


by Marco Siedelmann
Bilder © Alive AG