The Founder - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.08.2017
FSK: 0 - Laufzeit: 117 min

The Founder Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der Vertreter für Milchshake-Mixer Ray Kroc (Michael Keaton) hat Anfang der 1950er Jahre nur äußerst mäßige Erfolge vorzuweisen. Trotzdem gibt der charismatische Vollblutverkäufer nicht auf und träumt den amerikanischen Traum. Als er zufällig von einem revolutionären Schnellrestaurant im kalifornischen San Bernardino hört, wittert er die Chance seines Lebens. Trotz anfänglichem Widerstand der Betreiber, der Brüder Mac (John Carroll Lynch) und Dick McDonald (Nick Offerman), gelingt es Ray durch Hartnäckigkeit und Raffinesse, die Franchise-Rechte zu erwerben. Doch bis daraus ein erfolgreiches Fast-Food-Imperium werden kann, muss Ray noch unzählige Hindernisse aus dem Weg räumen und unliebsame Entscheidungen treffen…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Splendid Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurettes, Interviews, Trailershow

DVD und Blu-ray | The Founder

Blu-ray
The Founder The Founder
Blu-ray Start:
25.08.2017
FSK: 0 - Laufzeit: 117 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Founder The Founder
DVD Start:
25.08.2017
FSK: 0 - Laufzeit: 113 min.

Blu-ray Kritik - The Founder

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


McDonald‘s ist wohl mittlerweile das bekannteste Restaurant der Welt. Der Film The Founder schildert auf unterhaltsamer Art und Weise wie McDonald’s aus einem einfachem und kleinen Restaurant mit einem Standort ein riesiges Imperium mit einer unglaublich hohen Zahl an Franchise-Restaurants wurde. Die Hauptrolle des Ray Kroc übernimmt der großartige Michael Keaton, der mit Birdman eine Art Wiedergeburt in Hollywood durchlebte. The Founder SzenenbildDie Gebrüder McDonalds werden von Nick Offerman und John Carroll Lynch verkörpert. In weiteren Nebenrollen sind Patrick Wilson (Conjuring), Laura Dern (Wild) und Linda Cardellini (Daddy‘s Home) zu sehen. Eine starke Besetzung auf dem Papier, die aber auch vor der Kamera zu überzeugen weiß.

Ray Kroc versucht sein Geld aktuell mit Milchshakemixern zu verdienen. Dies funktioniert jedoch nicht so recht und so bleibt er auf diesen Mixern sitzen statt sie verkaufen zu können. Eines Tages erhält er eine Bestellung von einem Restaurant in San Bernardino, das ein halbes Dutzend solcher Mixer will. Mit der Annahme, dass dies ein Irrtum sein muss, ruft er dort einen der Besitzer an, nämlich Dick McDonald. Dieser teilt ihm in der Tat mit, dass es ein Fehler ist. Zu Krocs noch größerer Überraschung kommt jedoch hinzu, dass man 8 Mixer bestellt werden möchte. Ray Kroc ist nun völlig verdutzt und fährt quer durchs Land, um dieses Restaurant namens McDonald‘s zu sehen. Begeistert von der Idee und dem Konzept der Gebrüder McDonald, möchte er das Restaurant mithilfe von Franchise-Restaurants über das ganze Land ausweiten. Wer nun denkt hier arg gespoilert zu werden, dem kann gesagt werden, dass dies lediglich die erste halbe Stunde des Filmes ist und quasi die Ausgangslage, die auch im Trailer gezeigt wird.

So viel zum Inhalt. Das auf wahren Begebenheiten basierende Drama ist ein äußerst kurzweiliges und unterhaltsames Biopic geworden. Der Film ist zu keinem Zeitpunkt zäh und leidet auch nicht an einer gewissen Trägheit, die solche Filme haben. The Founder SzenenbildHier gibt es schnelle Schnitte, starke Dialoge und ein wirklich sauberes Erzähltempo, dass nicht überhastet wirkt, in dem es wichtige Stationen einfach überspringt, aber auch nicht zu lahm, als dass The Founder langatmig ist. Dies ist einer der ganz wichtigen Eckpfeiler warum The Founder ein sehr guter Film ist, ein Film der besser als erwartet ist. Denn er besitzt Humor, Intelligenz und starke Darsteller. Diese drei Komponenten machen The Founder zu einem einfach äußerst runden Film, der praktisch nichts falsch macht. In der Tat lässt sich der Film kaum kritisieren. Doch man ist nicht komplett umgehauen von diesem Film. Ein gewisser Wow-Effekt fehlt hier eindeutig, um ihm 9 oder gar 10 Punkte zu geben. Dafür ist er irgendwo zu konventionell und zu geradlinig, was natürlich bei einem Biopic schwer zu vermeiden ist. Dass man mit Konventionen durchaus brechen kann und was komplett Neuartiges erschaffen kann, ist z.B. in Danny Boyles Biopic Steve Jobs zu sehen, der einen gänzlich anderen Ansatz verfolgt.

Michael Keaton ist herausragend als Ray Kroc. In der deutschen Synchro geht es unter, dass er auch stimmlich sich dem echten Ray Kroc extrem ähnelt. Er ist in dieser Rolle völlig aufgegangen und spielt es auf den Punkt. Keaton punktet hier mit seiner Authentizität und seiner Glaubwürdigkeit. Den beharrlichen Geschäftsmann, der stets in größeren Dimensionen denkt und mit allen Mitteln Profit machen will, kauft man ihm eindeutig in jeder Sekunde ab. Der Film beginnt mit einer langen Plansequenz und einer Nahaufnahme von Keaton, wie er versucht mit seinem Verkaufsgeschick den Mixer zu verkaufen. Hier hat Michael Keatons Figur sofort die Aufmerksamkeit des Zuschauers erlangt und man war über den ganzen Film zu keinem Zeitpunkt distanziert zu seiner Figur. Die Figur des Ray Kroc nimmt auch einen sehr glaubwürdigen Wandel ein und auch diesen Wandel seiner Figur porträtiert Keaton eindrucksvoll. The Founder SzenenbildAuch der restliche Cast überzeugt wie eingangs erwähnt auf ganzer Linie. Insbesondere Nick Offerman als Dick McDonald zeigt hier eine beeindruckende Performance, die entgegen seiner meist komödiantischen Darstellungen ist.

Die Bild – und Tonqualität der Blu-ray ist auf einem guten Niveau. Bei den Extras gibt es eine Trailershow sowie drei doch ziemlich werbende und repetitive Featurettes sowie ein Interview mit Regisseur John Lee Hancock und ein Gruppeninterview mit den Darstellern Nick Offerman, John Carroll Lynch und B.J. Novak.


Fazit:
Stark erzähltes Biopic-Drama mit einer erfrischenden Portion Humor, einem tollen Erzähltempo, brillanten Darstellern, das auf einer gewissen Art konventionell erzählt wurde, dennoch ein interessanter Film bis zum Schluss bleibt.

by Morteza Wakilian
Bilder © WVG Medien / Splendid Film