The Counselor - Blu-ray

Blu-ray Start: 02.04.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 137 min

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Inhalt

Michael Fassbender ist der Counselor, ein gut situierter und zudem frisch verlobter Rechtsanwalt, der sich von dem extravaganten Nachtclubbesitzer Reiner (Javier Bardem) in ein illegales Drogengeschäft hineinziehen lässt. Verblendet von der Gier nach Macht und Geld und fasziniert vom Lebensstil Reiners und seiner Geliebten Malkina (Cameron Diaz) katapultiert er sich so in eine lebensbedrohliche Abwärtsspirale. Unüberschaubare Konsequenzen und Intrigen führen ihn an einen nie erahnten Abgrund als ihm klar wird, was wirklich zählt...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Englisch)
DTS 5.1 (Deutsch, Französisch, Türkisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Kinoversion: Ca. 117 Minuten
Extended Cut: Ca. 137 Minuten

- Die Entstehung des Films
- Making-of-Szenen
- Virale Videos
- Kino Trailer und TV Spots

Video on demand - The Counselor

DVD und Blu-ray | The Counselor

Blu-ray
The Counselor The Counselor
Blu-ray Start:
02.04.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 137 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Counselor The Counselor
DVD Start:
02.04.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.

Blu-ray Kritik - The Counselor

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Als im letzten Jahr Ridley Scotts viel versprechender Thriller „The Counselor“ in den Kinos anlief, war der Unmut mancher Kritiker groß. Alle die einen zweiten „No Country for Old Men“ erwartet hatten wurden ebenso enttäuscht wie Freunde von herkömmlichem Hollywood-Spannungskino. Scotts nihilistische Gangsterballade ist so konsequent gegen den Strich gebürstet, dass der Großteil des Publikums schlicht und einfach nichts mit dem Film anfangen konnte. Doch obwohl der Film tatsächlich über weite Strecken jeglicher Spannung entbehrt, von überlangen (und von vielen als pseudophilosophisch empfundenen) Dialogen bestimmt wird und auch noch ein unglaublich freches Ende präsentiert, ist er keineswegs so schlecht wie sein Ruf!

Als sich der renommierte Anwalt „The Counselor“ (Michael Fassbender) auf einen lukrativen Drogendeal mit dem zwielichtigen Reiner (Javier Bardem) einlässt, kann er noch nicht ahnen, dass er damit den größten Fehler seines Lebens begeht. Nachdem ein Klient des Anwalts enthauptet aufgefunden wird, hat es ein mexikanisches Drogen-Kartell auf ihn abgesehen und der Deal ist hinfällig. Seine unstillbare Geldgier bringt aber nicht nur ihn, sondern auch seine Verlobte Laura (Penélope Cruz) in eine unglaubliche Gefahr. Er ist von nun an völlig auf sich alleine gestellt, Freunde existieren in der düsteren Welt der Drogen-Kartelle nämlich nicht…

Zugegeben, die mittelmäßige Story von „The Counselor“ haut einen ganz und gar nicht vom Hocker und auch die gemächliche Erzählweise sorgt des Öfteren für überaus langweilige Passagen. Allerdings kann der Film trotz dieser schwerwiegenden Kritikpunkten eine sehr eigene Atmosphäre entfalten, da sich das Drehbuch von Cormac McCarthy jedweder konventionellen narrativen Struktur konsequent verschließt und daher in regelmäßigen Abständen für inhaltliche Überraschungen sorgt. Einen herkömmlichen Spannungsaufbau sucht man ebenso vergeblich, wie eine Identifikationsfigur, weshalb man die Geschehnisse aus einer beinahe nüchternen Distanz betrachtet. Auch wenn im letzten Filmdrittel alles auf einen unvermeidlichen Höhepunkt hinauszulaufen scheint, wird diese Erwartungshaltung wieder unterlaufen und stattdessen bekommt man eines der unbequemsten Enden der Filmgeschichte zu sehen. Das könnte man zwar durchaus alles kritisieren, aber ebenso gut auch als willkommene Konsensabweichung begrüßen, die für frische Impulse im Hollywoodkino sorgen könnte. Die Struktur des wirren Drehbuches ist bestenfalls als episodisch zu bezeichnen und führt von einem langen Dialog zum nächsten. Action sucht man jedenfalls weitestgehend vergeblich, weshalb viele Zuschauer, die den geschickt zusammen geschnittenen Trailer gemocht hatten, folgerichtig ziemlich enttäuscht von Scotts fertigem Film waren. Statt wildem Geballer gibt es nämlich allerhand philosophische Konversation, die in ihrer epischen Länge das eine oder andere Mal den Geduldsfaden etwas zu arg strapaziert. Inhaltlich können die Dialoge zwar meistens überzeugen, doch wollen sie manchmal einfach nicht so recht zum Rest des Filmes passen und erhalten dadurch den unschönen Charakter eines überflüssigen Fremdkörpers. Ähnliches gilt für einige der zahlreichen Figuren, die der Film zu etablieren beginnt, aber im weiteren Verlauf dann gar nicht mehr beachtet. Dass man dem Film aber dennoch eine Chance geben sollte, liegt zum einen an Ridley Scotts grundsolider Inszenierung, den schicken Hochglanzbildern und einem fantastischen Darsteller-Ensemble. Michael Fassbender, Javier Bardem, Penélope Cruz und Brad Pitt geben alles was sie können und liefern somit allesamt eine grandiose Performance ab, die man sich als Cineast nicht entgehen lassen sollte! Lediglich Cameron Diaz nimmt man die Rolle der gnadenlosen Femme fatale nicht so recht ab, was aber im Gesamtkontext nicht allzu stark ins Gewicht fällt. „The Counselor“ stellt insgesamt trotz seiner vielen Fehler eine willkommene Abwechslung zum typischen Hollywoodkino dar und sollte aufgeschlossene Fans harter Thriller-Unterhaltung daher durchaus zufrieden stellen. Allerdings wäre bei den großartigen Grundvoraussetzungen sicherlich etwas mehr drin gewesen.

Übrigens: Die FSK-Freigabe (16) verwundert aufgrund einiger expliziter Gewaltszenen schon ein wenig, bekommt man doch immerhin eine der brutalsten Enthauptungen der Filmgeschichte zu sehen. Und auch das tragische Schicksal einiger Hauptfiguren hätte man in einem 16er-Film in dieser Form keineswegs erwartet. Zartbesaitete Zuschauer sollten sich also auf einen recht hohen Splattergehalt einstellen.

In technischer Hinsicht kann die Blu-ray restlos überzeugen und präsentiert die stylischen Hochglanzbilder des Filmes in einer überaus ansprechenden optischen Qualität. Selbiges gilt für den Ton, der in ebenso überzeugender Form aus den Boxen erschallt. Neben einer ganzen Menge kurzer Making-of-Videos hat die die Disc auch noch einen „Extended Cut“ mit an Bord, der ca. 20 Zusatzminuten enthält und den Film um einige mehr oder weniger interessante Dialog- und Gewaltszenen erweitert.

Fazit:
Ridley Scotts brutaler Gangsterfilm „The Counselor“ ist keineswegs so schlecht wie sein Ruf! Obwohl das Drehbuch allerlei Schwächen aufweist, kann der Film dafür durch seine narrative Originalität, tolle Darsteller und eine sehr ansprechende Kameraarbeit punkten.


by Jonas Hoppe
Bilder © 20th Century Fox




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