The Color of Time - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 80 min

The Color of Time Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Detroit in den 1940er, 1950er und 1980er Jahren: C.K. Williams (James Franco) und seine wunderschöne Frau Catherine (Mila Kunis) genießen ihr gemeinsames Leben mit Sohn Jed. Getrieben vom Wunsch, neue Gedichte schreiben zu können, bereitet sich C.K. auf eine Lesung seines Gedichtbandes „Tar“ in New York City vor und quält sich dabei mit alten Erinnerungen durch die Nächte. Das Episoden-Drama, angelegt als Zeitreise durch die verschiedenen Lebensabschnitte des Schriftstellers, zeigt die liebevolle Beziehung zu seiner Mutter (Jessica Chastain), seine ersten sexuellen Erfahrungen als Teenager und erzählt von seiner ersten Liebe.

Elf Regisseure erzählen in unterschiedlichen Segmenten vom Leben, Lieben und Leiden des Pulitzer-Preisträger C.K. Williams. Als roter Faden dienen dabei einzelne Gedichte des berühmten Poeten.

Der Film basiert auf dem Lyrikband Tar von C.K. Williams. Der Gedichtband wurde 1983 in den USA veröffentlicht. C.K. Williams gewann bereits nahezu jeden größeren Lyrikpreis, u.a. den Pulitzer-Preis für seine Lyriksammlung Repair.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailershow

DVD und Blu-ray | The Color of Time

Blu-ray
The Color of Time The Color of Time
Blu-ray Start:
20.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 80 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Color of Time The Color of Time
DVD Start:
20.03.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 80 min.

Blu-ray Kritik - The Color of Time

Blu-ray Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 4/10
Ton: | 4/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 3/10


Das Drama wurde von zwölf New Yorker Filmstudenten geschrieben und inszeniert. Es feierte seine Weltpremiere am 16.November 2012 auf dem Filmfestival in Rom. In die US-amerikanischen Kinos kam der Film aber erst am 12 .Dezember 2014. Der Film behandelt das Leben des Pulitzer-Preis-Gewinners C.K. Williams anhand seiner Gedichte auf vier verschiedenen Zeitebenen.

C.K. Williams (James Franco, Henry Hopper, Zachary Unger, Jordan March) ist ein bekannter Dichter, der in seinem Leben viel erlebt hat. Einen harten Vater, eine liebevolle Mutter (Jessica Chastain) und eine Beziehung zu Catherine (Mila Kunis) machen ihn ebenso aus, wie ständig wiederkehrende Albträume.

Die Geschichte ist miserabel umgesetzt. Das Hin und Herspringen zwischen den Zeitebenen ist pure Pseudo-Intelligenz und erinnert an „To The Wonder“, „The Tree of Life“ und „Melancholia“. Nur, wer mit diesen Filmen etwas anfangen konnte, wird stellenweise auch „The Color of Time“ mögen können. Für alle anderen ist dieser Film nichts. Denn die zusammenhangslose Storyline ist im Großen und Ganzen sinnlos und Zeitverschwendung, da es keinen Ansatz gibt, um sich mit dem Film identifizieren zu können und wenig, was nachvollziehbar ist. Die Geschichte hat keinen wirklichen Anfang und kein wirkliches Ende, läuft zähflüssig, ziellos, langwierig und wirr vor sich hin. Auch die Charakterdarstellung ist eine Zumutung. Denn es gibt eigentlich nur C.K. Williams in vierfacher Ausfertigung. Alle anderen Figuren haben wenig Spielzeit und sind nur minimal mehr als leere Hüllen. Das liegt auch daran, dass die auf dem Cover angegebene Gesamtlänge von 80 Minuten nicht stimmt. Diese beträgt sogar nur knapp 73 Minuten inklusive Nachspann. Deshalb kommt hier alles zu kurz. Bemerkenswert ist dann wiederum, dass selbst bei dieser kurzen Laufzeit viel Langeweile aufkommt, weil wenig passiert. Die Geschichte ist demnach überhaupt nicht gut ausbalanciert, hat keinen roten Faden.
Als wäre all das noch nicht genug, ist auch noch die deutsche Synchronisation sehr schlecht. Nur Mila Kunis hat mit Anja Stadlober ihre gewohnte Stimme. James Franco, Jessica Chastain und Zach Braff haben neue, ausdruckslose, falsch betonende, amateurhafte Stimmen, die Atmosphäre kosten. Gleiches gilt auch für die ruckelnde, unpassende und störende Kameraführung.
Immerhin kann die stimmige Musikuntermalung für ein paar akzeptable Szenen sorgen. Auch die Auswahl der Locations ist immerhin solide.

Die Schauspieler zeigen allesamt nur durchschnittliche Leistungen und haben sich mit diesem Projekt keinen Gefallen getan. Es ist nicht nachvollziehbar, warum solch namhafte Stars wie James Franco (127 Hours, Spring Breakers, Planet der Affen: Prevolution) oder Mila Kunis (Freunde mit gewissen Vorzügen, Ted, Die fantastische Welt von Oz) für „The Color of Time“ unterschrieben haben. Noch verwunderlicher ist es bei Jessica Chastain (Zero Dark Thirty, The Help, Interstellar), Zach Braff (Wish I Was Here, Scrubs, Die fantastische Welt von Oz) und Bruce Campbell (Armee der Finsternis, Tanz der Teufel, Congo), da alle drei nur winzig kleine Rollen haben. Keiner kann nachhaltig überzeugen.

Die Blu-ray Umsetzung ist unterirdisch. Das schlecht nachbearbeitete Bild ist krislig, unscharf und verwaschen. In fast keiner Szene erreicht das Bild mal satte HD-Qualität. Überhaupt ist die Farbgebung merkwürdig und unpassend ausgewählt worden, was den Filmtitel konterkariert. Auch der leise, schlecht abgemischte, undeutliche Ton kann nur selten überzeugen, zumal er auch keine Details zu bieten hat. Leider gibt es keine Extras, die die Hintergründe beleuchten und vielleicht auch den Sinn des Filmes erklären würden. Lediglich eine Trailershow (vier Stück) ist auf der Disc als Bonusmaterial zu finden.


Fazit:
Ganz schwacher, pseudo-intelligenter, ernüchternder, sehr schlecht umgesetzter Film, um den man einen großen Bogen machen sollte.

by Stefan Bröhl
Bilder © Lighthouse Home Entertainment