The Lodge - Blu-ray

Blu-ray Start: 12.06.2020
Digital VoD: 12.06.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min

The Lodge Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Der Journalist Richard beschließt, die Weihnachtsferien mit seinen beiden Kindern Mia und Aidan sowie seiner neuen Freundin Grace in seiner gemütlichen, verschneiten Waldhütte in den Bergen zu verbringen. Doch seine Kinder sind davon alles andere als begeistert: Sie trauen ihrer „zukünftigen Stiefmutter“ nicht über den Weg – und lassen sie das auch bei jeder Gelegenheit spüren. Als Richard beruflich für ein paar Tage in die Stadt fahren muss und seine Familie alleine in den Bergen zurücklässt, passieren jeden Tag neue, unheimliche Ereignisse, die Mia und Aidan in ihrer Meinung bestärken, dass mit Grace irgendetwas nicht stimmt. Und als die Geschwister dann auch noch äußerst grausamen Details aus Graces Kindheit auf die Spur kommen, beginnt ein zunehmend eskalierendes Katz-und-Maus-Spiel, das die Drei an die Grenzen des Wahnsinns – und hindurch – führt…

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: LEONINE
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - The Lodge

DVD und Blu-ray | The Lodge

Blu-ray
The Lodge The Lodge
Blu-ray Start:
12.06.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Lodge The Lodge
DVD Start:
12.06.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

Blu-ray Kritik - The Lodge

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 9/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Nach der Trennung von ihrem Mann Richard (Richard Amitage) fühlt sich Laura (Alica Silverstone) allein gelassen. Noch nicht einmal ihre beiden Kinder Aiden (Jaeden Martell) und Mia (Lia McHugh) können sie aufmuntern, weshalb sie sich das Leben nimmt. Sechs Monate nach dem tragischen Ereignis will Richard mit seinen beiden Kindern und seiner neuen Freundin Grace (Riley Keough) zu seiner Hütte im verschneiten Wald fahren. Er muss allerdings nach nur wenigen Tagen zu einem Notfall, sodass Laura und die beiden Geschwistern zusammen miteinander auskommen müssen. Als aber plötzlich merkwürdige Dinge geschehen, bröckelt die sowieso schon misstrauische Beziehung.

Draußen lauert das Unbekannte
Draußen lauert das Unbekannte © SquareOne Entertainment
„The Lodge“ ist ein Horror-Drama, welcher aber nicht billige Tricks nutzt, um den Grusel entstehen zu lassen, sondern eine atmosphärische Spannung aufbaut. Die grundlegende Geschichte ist dabei eindeutig der dramatische Aspekt des Films. Anfangs wirkt es noch so, als wäre die Mutter die Protagonistin. Doch nach ihrem plötzlichen Tod sind die beiden Geschwister auf sich gestellt. Mit seiner neuen Freundin trifft sich Richard nur außerhalb des Hauses, sodass die Kinder besser trauern können. Der Zuschauer bekommt sie aber auch nicht zu sehen. Sie wird direkt zu Beginn des Films als Mysterium etabliert. Die einzige Information, die man bekommt, ist das Suchergebnis von Aiden, als er nach ihr im Internet schaut: Grace soll als Kind Anhängerin einer radikalen Sekte gewesen sein, die eines Nachts alle umgebracht hat. Als es dann aber heißt, dass sich Grace und die beiden Geschwister während eines Urlaubs besser kennenlernen sollen, sinkt die Stimmung. Nur sehr widerwillig reisen die beiden mit, auch wenn sich in der Hütte herausstellt, dass Grace absolut sympathisch ist.

Spätestens als Richard zu einem Notfall muss, sind sie auf sich alleingestellt. Doch so langsam geschehen merkwürdige Dinge. Es fängt langsam an mit Stromausfällen und komischen Geräuschen, doch dabei bleibt es nicht. Da sich die beiden Parteien gegenseitig beschuldigen, weiß auch der Zuschauer nicht wirklich, was dort abgeht. Der Film arbeitet aber nicht mit billigen Jump-Scares, sondern lässt seine Spannung durch die Atmosphäre entstehen. Allein das Setting ist schon unheimlich. Kleine Hütte in einem verschneiten Wald. Außerdem ist das Haus voller christlicher Symbole, welche Grace an ihre Kindheit zurückerinnern. Besonders interessant ist die Wandlung der einzelnen Figuren zu sehen. Anfangs gibt es einige wunderschöne Momente zwischen den drei Personen, welche die Beziehung deutlich stärken, doch im Verlauf der Handlung entsteht purer Hass.

Grace (Riley Keough) wird mit ihrem früheren Leben konfrontiert
Grace (Riley Keough) wird mit ihrem früheren Leben konfrontiert © SquareOne Entertainment
Der Film folgt dabei nur sehr sporadisch einer gewissen Figur. Es werden alle Perspektiven gezeigt, sodass sich keine eindeutige Ansicht zu erkennen gibt. Selbst Grace steht irgendwann in der Rolle der Protagonistin, sodass kein wirklicher Antagonist zu finden ist. Wahrscheinlich ist auch genau das ein Problem des Films: Da sich keine richtige Erklärung finden lässt, verliert der Film sehr viel Spannung. Außerdem kommen viele, unnötige Wendungen hinzu, die die Atmosphäre komplett zerstören. Außerdem wirken verschiedene Aspekte einfach nur lächerlich. Man weiß nicht mehr, ob sich selbst der Film noch ernst nimmt. Dazu kommt sehr gestelltes Schauspiel, was die Atmosphäre letztendlich komplett bricht.

Das österreichische Regisseur-Duo Veronika Franz und Severin Fiala („Ich seh, Ich seh“/„The Field Guide to Evil: Handbuch des Grauens“) versuchen zwar mit ihrer interessanten Geschichte einen durchweg gelungenen Film zu machen, scheitern aber am Ende. Der Cast hingegen ist komplett gut besetzt. Riley Keough („Mad Max: Fury Road“/„Logan Lucky“), Jaeden Martell („Es”-Reihe/„Knives Out- Mord ist Familiensache”), Lia McHugh („Hot Summer Nights”) und Richard Amitage („Hobbit“-Trilogie) leisten wunderbare Arbeit, auch wenn das Drehbuch sie zum Schluss sehr komisch handeln lässt.

Das Böse hat viele Gesichter
Das Böse hat viele Gesichter © SquareOne Entertainment
Bild:
Das Bild rauscht leider in vielen dunklen Stellen. Das ist zwar tendenziell nicht schlimm, doch fällt bei einigen Szenen negativ auf. Generell ist das Bild eher düster und grau gehalten, sodass es sehr leblos wirkt.

Ton:
Der Ton wurde auf DTS-HD MA 5.1 abgemischt und bietet ein echtes Highlight. Neben der Soundgestaltung wurde einen wunderbareren Soundtrack genutzt, der perfekt die Atmosphäre unterstützt.

Extras:
Auf der Blu-ray sind nur Trailer zu finden.


Fazit:
„The Lodge“ kann zwar anfangs noch extrem stark mit seiner Dramatik überzeugen und im weiteren Verlauf mit seiner Spannung, doch verliert beides gegen Ende des Films. Horrorfilme, bei denen die Gefahr nicht wirklich bekannt ist, müssen mit ihrer Auflösung überzeugen. Wenn sie das nicht schaffen, ist meistens der Gesamteindruck geschwächt, sowie auch hier. Leider entwickelt sich der Film in eine ganz merkwürdige Richtung, die nicht mehr nachzuvollziehen ist.


by René Fischell
Bilder © LEONINE




The Lodge - Trailer