The Limehouse Golem - Blu-ray

Blu-ray Start: 30.12.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 114 min

The Limehouse Golem Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

London im Jahr 1880. Im heruntergekommenen Bezirk Limehouse treibt ein Serienmörder sein Unwesen, der auf besonders brutale Art vorgeht. An den Tatorten hinterlässt er mit dem Blut seiner Opfer geschriebene Botschaften, die in lateinischer Sprache verfasst sind. Die Taten sind derart grausam, dass viele Menschen annehmen, sie wären von einem mystischen Wesen verübt worden: dem Golem, einer aus Lehm geformten Kreatur der jüdischen Literatur. Inspektor John Kildare (Bill Nighy) soll den Fall lösen und dafür sorgen, dass wieder Ruhe unter der Bevölkerung einkehrt. Seine Ermittlungen führen ihn in den Dunstkreis des schillernden Dan Leno (Douglas Booth), der eine in Limehouse äußerst beliebte Music Hall leitet. Außerdem stellt sich ihm die Frage, wie Lenos Schauspiel-Kollegin Elizabeth Cree (Olivia Cooke), die ihren Mann vergiftet haben soll, in die Vorfälle verwickelt sein könnte. Als er auf eine heiße Spur stößt, wird der Ermittler selbst immer tiefer in den spektakulären Fall verwickelt…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- B-Roll
- Interviews mit Bill Nighy, Douglas Booth, Olivia Cooke, Sam Reid, Regisseur Juan Carlos Medina, Szenenbildner Grant Montgomery, Drehbuchautorin Jane Goldman und Produzent Stephen Wooley
- Deutscher Trailer
- Deutscher Kino-Trailer
- Original Kino-Trailer

DVD und Blu-ray | The Limehouse Golem

Blu-ray
The Limehouse Golem The Limehouse Golem
Blu-ray Start:
30.12.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 114 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Limehouse Golem The Limehouse Golem
DVD Start:
30.12.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 109 min.

Blu-ray Kritik - The Limehouse Golem

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


London um 1880. Eine Reihe bizarrer Morde erschüttert die Stadt. In der Angst davor, dass die Sache zu einem Politikum werden könnte, wird der betagte, aber in Sachen Mord eher unbedarfte, Inspektor Kildare (Bill Nighy) auf den Fall angesetzt. Ungefähr zur gleichen Zeit wird die junge Schauspielerin Lizzie Cree (Olivia Cooke) wegen eines Giftmordes an ihrem Ehemann verhaftet. Die Spuren im Fall des Limehouse Golem führen recht schnell zu den Überschneidungen der beiden Fälle. Ist die junge Frau zu Unrecht des Mordes angeklagt oder hat sie damit gar eine nicht enden wollende Mordserie beendet?

Inspektor Kildare (Bill Nighy) und Lizzie Cree (Olivia Cooke)
Inspektor Kildare (Bill Nighy) und Lizzie Cree (Olivia Cooke) © Concorde Home Entertainment
Die Zuordnung des Films zu einem bestimmten Genre, sollte allem Anschein nach kein Problem darstellen, suggeriert doch bereits der Titel die Präsens eines mystischen Wesens. Doch wir wissen es doch alle, dass wir Menschen hier und da durchaus dazu neigen, die Dinge größer zu machen, als sie letztendlich tatsächlich sind. So ist es auch in diesem Fall, denn was durch die Ästhetik des Films durchaus getragen wird, entpuppt sich am Ende als waschechter Krimi. Nicht mehr und nicht weniger. Das heißt keineswegs, dass der Film sein Thema verfehlt. Das Gegenteil ist der Fall. Der Film schafft es ziemlich schnell, dass man erkennt, dass hier nichts Übernatürliches seine Hände im Spiel hat. Sobald das geklärt ist, spult der Film die für einen Krimi üblichen Routinen ab. Wer also ein Freund dieses Genres ist, macht hier nicht wirklich etwas falsch. Alle die, die sich auf einen schaurigen Monsterfilm freuen, könnten hingegen schon etwas enttäuscht werden.

Alles in allem strotzt der Film geradezu vor düsteren Themen. So geht der Film u. a. der Frage auf den Grund, wie man Monster erschaffen kann. Was muss passieren, dass das Schlimmste zum Vorschein kommt? Darüber hinaus werden die Bedingungen, unter denen Schausteller zu dieser Zeit gelebt haben, recht eindrucksvoll illustriert. Natürlich ist es immer ein recht komplexer Rahmen, in dem sich das Unheil schürt, doch hier ist es gerade dieses Thema, welches im direkten Zusammenhang mit den grausamen Geschehnissen im Limehouse Destrict betrachtet wird. Das ist schade, da auch andere Verhältnisse benannt werden, diese jedoch nicht mehr als stiefmütterlich behandelt werden. Sicherlich könnte man hier nun argumentieren, dass gerade diese Aspekte den großen Clou des Films vorwegnehmen könnten. Das mag auch sein, doch das ändert nichts daran, dass die tatsächliche Komplexität des wahren Unheils so auf wenige handliche Bedingungen zusammengekürzt wurden. Das ist schade, doch nicht verwunderlich bei einem Film der gerade einmal knapp zwei Stunden geht. Wäre jedoch nicht unmöglich gewesen. Von diesem Aspekt her verlässt der Film leider niemals die Mittelmäßigkeit. Ziemlich schade.

Es sind dunkle Zeiten im London Ende des 19. Jahrhunderts
Es sind dunkle Zeiten im London Ende des 19. Jahrhunderts © Concorde Home Entertainment
Der Handlungsaufbau präsentiert sich hingegen relativ komplex. Hier wird zwischen den Zeitebenen und Was-wäre-wenn-Möglichkeiten hin- und hergesprungen. Das mag auf den ersten Blick recht clever anmuten, verpufft jedoch größtenteils bei dem recht durchsichtigen Plot.

Was aber in diesem Film voll und ganz funktioniert, ist das Setting und die Ausstattung. Das viktorianische London, gepaart mit dem schmuddeligen Ambiente des Limehouse Destricts, vermag es, die eine dichte und durchaus unangenehme Atmosphäre zu erschaffen. Die Kostüme und die Kulissen tun dem auch keinen Abbruch. Im Gegenteil. Diese tragen nicht nur ihren Teil zur Atmosphäre des Films bei, sie sind es, die sie überhaupt erzeugen. Mit Liebe zum Detail schaffen es die Macher, die bedrückende Stimmung zu den Zuschauern zu transportieren. Auch die Einbindung historisch signifikanter Figuren bemüht darüber hinaus die Illusion der Authentizität.

Was das Schauspiel angeht, lässt sich hier sagen, dass jeder seinen Job erfüllt. Hier gibt es niemanden, der heraussticht, nein, auch ein Bill Nighy nicht. Es fällt aber auch niemand wirklich negativ auf. Wer aber Spitzenleistungen sucht, wird hier durch die Mittelmäßigkeit des Films schon enttäuscht werden, denn was hier tatsächlich vermisst wird, ist die Bindung der Zuschauer an die Figuren. Die möchte hier nicht wirklich gelingen, sodass das Schicksal der jeweiligen Akteure nicht wirklich schmerzt oder gar schockt. Schade.

Olivia Cooke spielt Lizzie Cree
Olivia Cooke spielt Lizzie Cree © Concorde Home Entertainment
Bild
Das Bild der Blu-ray kommt recht schnörkellos daher. Es besticht durch einen hohen Detailgrad und, für einen Film im London von 1880, satten Farben. Das Bild schmeichelt dem tollen Setting des Films und transportiert die anvisierte Atmosphäre.

Ton
Der Ton entfaltet sich dem Film entsprechend. Dadurch, dass der Film nicht durch Bombast und Lautstärke brilliert, vermisst man an dieser Stelle nichts.

Extras
Was die Extras angeht, muss man schon sagen, dass hier eindeutig mehr drin gewesen wäre. Mit einer B-Roll, einer Reihe von Interviews und ein paar Trailern vom Film, liefert die Blu-ray nicht wirklich viel Information rund um den Film. Jeder, der nach Hintergründen zum Film sucht, wird hier mit einem ziemlich dünnen Angebot bedient.


Fazit:
The Limehouse Golem - Das Monster von London ist leider nur ein mittelmäßiger Film, der mehr hätte sein können. Die Darsteller zeichnen sich durch ein solides, jedoch niemals herausragendes Spiel aus. Die Nähe zwischen den Figuren und den Zuschauern wird hier nicht wirklich möglich, sodass das Geschehen im Film ziemlich belanglos vor sich dahinplätschert. Da helfen auch die tolle Ausstattung und der Auftritt von historisch signifikanten Figuren nichts. Schade.

by Martin Fischer
Bilder © Concorde Home Entertainment