The King of Staten Island - Blu-ray

Blu-ray Start: 05.11.2020
Digital VoD: 05.11.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 137 min

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Inhalt

Scott (Pete Davidson) war erst sieben Jahre alt, als sein Vater bei einem Einsatz als Feuerwehrmann ums Leben gekommen ist. Inzwischen ist er Mitte Zwanzig und hat im Leben nicht viel erreicht – sein Traum von einer Karriere als Tattoo-Künstler scheint in weiter Ferne zu liegen. Während seine ambitionierte jüngere Schwester (Maude Apatow, Euphoria) aufs College geht, wohnt Scott noch immer bei seiner überarbeiteten Mutter (Oscar®-Gewinnerin Marisa Tomei). Sein Alltag besteht aus dem Konsum nicht immer legaler Substanzen, Abhängen mit seinen ebenso verpeilten Freunden und gelegentlichen Sex-Dates mit seiner Kindheitsfreundin Kelsey (Bel Powley, White Boy Rick). Doch als seine Mutter beginnt, einen großmäuligen Feuerwehrmann (Bill Burr, F Is for Family) zu daten, löst das eine Kette von Ereignissen aus, die Scott zwingen, sich seiner Vergangenheit zu stellen und sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch: Dolby Digital 5.1
Englisch: Dolby Atmos
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Bulgarisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Alternative Enden (die nicht funktioniert haben)
• Unveröffentlichte Szenen
• Gag Reel
• Line-O-Rama
• Der Junge aus Staten Island
• Judd Apatows Produktionstagebücher
• Du bist nicht mein Vater: die Zusammenarbeit mit Bill Burr
• Margie weiß Bescheid: die Zusammenarbeit mit Marisa Tomei
• Freunde mit gewissen Vorteilen: die Zusammenarbeit mit Bel Powley
• Geschwisterrivalitäten: die Zusammenarbeit mit Maude Apatow
• Beste Freunde: die Zusammenarbeit mit Ricky, Moises und Lou
• Papa: die Zusammenarbeit mit Steve Buscemi
• Stand-up-Benefiz für Friends of Firefighters
• Tribut an Scott Davidson
• Wer ist Pete Davidson?
• Die Feuerwache
• Petes Castingideen
• Petes Opa
• Video-Anruf
• Filmkommentar mit Regisseur, Co-Autor Judd Apatow und Schauspieler, Co-Autor Pete Davidson

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DVD und Blu-ray | The King of Staten Island

Blu-ray
The King of Staten Island The King of Staten Island
Blu-ray Start:
05.11.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 137 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The King of Staten Island The King of Staten Island
DVD Start:
05.11.2020
FSK: 12 - Laufzeit: 132 min.

Blu-ray Kritik - The King of Staten Island

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Fünf Jahre nach dem hervorragenden Trainwreck (dt. Titel „Dating Queen“), landet Judd Apatows neuester Film nicht in den Kinos, sondern erhielt einen Streaming-Release auf Amazon Prime und ist seit einigen Tagen nun auch auf Blu-ray erhältlich. Und auch wenn „The King of Staten Island“ mit Comedian und Shooting-Star Pete Davidson qualitativ nicht ganz an Werke wie Jungfrau, 40, männlich sucht…, Beim ersten Mal oder eben Dating Queen heran kommt, so hat er dennoch die Stärken und Schwächen eines typischen Apatow-Films. Denn wieder einmal wird uns hier eine Tragikomödie, mit sehr viel Witz und einer Geschichte aus dem Alltag geboten, die starke Darsteller, rührende Momente und eine Vielzahl von witzigen Szenen beinhaltet. Dennoch gibt es auch hier eine Laufzeit von weit über 2h, genau genommen ca. 137 Minuten, die zu einigen Phasen des Leerlaufs und der Langatmigkeit führt. Nichtsdestotrotz bleibt The King of Staten Island ein wirklich sehenswerter Streifen und für Freunde der Tragikomödien und Judd Apatow-Fans ein Muss.

In The King of Staten Island wird zum ersten Mal in einem Apatow-Film auch eine wahre Geschichte erzählt, nämlich die von Hauptdarsteller Pete Davidson. Sein Vater starb tatsächlich vor 19 Jahren bei einem Feuerwehreinsatz. Somit kann man festhalten, dass Davidson quasi sich selbst spielt. Der Film thematisiert ihn als Figur, seinen Umgang mit dem Tod seines Vaters, seine gesundheitlichen Probleme, seine schwierige schulische/berufliche Situation, aber auch sein Freundeskreis, seine Beziehungsunfähigkeit sowie sein Verhältnis zu seiner Mutter und zu seiner jüngeren Schwester sind Themen in diesem Film, die der Film allesamt beleuchtet. Der Kern der Handlung ist der neue und erste Freund (Bill Burr) seiner Mutter (Marisa Tomei) seit dem Tod seines Vaters. So umranden die aufgezählten Themen diesen Konflikt zwischen Pete Davidsons Figur und seiner Mutter, was dem Film aus unterschiedlichen Gründen außerordentlich gut gelungen ist.

Pete Davidson in The King of Staten Island
Pete Davidson in The King of Staten Island © Universal Pictures
Pete Davidson ist es gelungen sich selbst zu spielen, aber sich nicht selbst vor der Kamera zu inszenieren. So funktioniert die fiktive Figur des Scott Davidson (so hieß sein Vater in Wirklichkeit) im Film und im Zusammenspiel mit seinem Umfeld auf glaubwürdige Art und Weise. Der Film ist eine Charakterstudie, eine Aufarbeitung des tragischen Schicksals für die Familie und zugleich Unterhaltung mit vielen Witzen, aber auch eine Beleuchtung des Berufsbildes eines Feuerwehrmannes. Apatow schafft es viele Aspekte in seinen Film zu packen, aus zu erzählen, nie den Sinn für Humor zu verlieren und den Zuschauer zu unterhalten und zu berühren, ohne auf die Tränendrüse zu drücken oder melodramatische Momente zu kreieren. Dennoch plätschert der Film im letzten Drittel etwas vor sich hin und schafft erst auf vielen Umwegen sein wirklich gelungenes Ende. Hier zeigt sich ein klassisches Problem von Judd Apatows Filmen, dem es oftmals nicht gelingt, in der zweiten Hälfte des Films die Handlungsstränge schnörkelloser und zielgerichteter zum Ende zu bringen.

Hauptdarsteller Pete Davidson ist in diesem Film kein einfacher Charakter. Als Zuschauer regt man sich oft über ihn auf, wird wütend, ist teilweise genervt von ihm, aber doch kann man ihm nicht böse sein. Denn letztendlich besitzt er und der ganze Film das Herz am rechten Fleck und insgesamt eine besondere Menschlichkeit, die den Film auszeichnet. So ist an diesem Film wahrlich nicht alles perfekt, doch als Zuschauer geht man mit einem guten Gefühl aus diesem Film raus und hat einen sympathischen und schönen Streifen über Trauer- und Konfliktbewältigung, Familie, Freundschaft und Liebe gesehen, der zwar keine besondere Tiefe aufweist oder einen vom Hocker gerissen hat, doch letztlich in seiner Einfachheit und Herzlichkeit stets unterhalten kann.

Pete Davidson, Alexis Rae Forlenza, and Luke David Blumm in The King of Staten Island
Pete Davidson, Alexis Rae Forlenza, and Luke David Blumm in The King of Staten Island © Universal Pictures
Bild:
Während das Bild beim Film selbst gestochen scharf ist, so lässt die Blu-ray eine richtige HD-Qualität beim Bonusmaterial vermissen. Grundsätzlich ist das Bild jedoch sehr zufriedenstellend. Ob bei den Außenaufnahmen, im Keller bei Freunden oder in der Wohnung seiner Mutter. Unschärfe, schwammige Konturen o.ä. gibt es nicht zu erkennen, sodass grundsätzlich die Bildqualität nicht zu bemängeln ist.

Ton:
Auch hier lässt sich sagen, dass die Tonqualität erhaben ist. Die Dialoge sind allesamt sehr gut verständlich, die Synchronisation ist gelungen, sodass sich die deutsche Version lohnt und auch die musikalische Untermalung wird klangvoll wiedergegeben.

Extras:
Das Bonusmaterial hat es in sich. Auch wenn die Bildqualität hier nicht immer passt, gibt es eine Reihe an Featurettes und ausführliche Blicke hinter den Kameras. Empfehlenswert ist hier insbesondere das Produktionstagebuch in Form von V-Logs von Judd Apatow über die gesamte Drehzeit von knapp zwei Monaten. Darüber hinaus gibt es Featurettes zu dem Hauptcast des Films (Pete Davidson, Marisa Tomei, Bill Burr, Maude Apatow, Bel Powley, Steve Buscemi) und ein Interview zwischen Apatow und Davidson, das quasi auch die anderen Clips begleitet. Alternative Enden, entfernte Szenen sowie ein sehr lustiges line-o-rama als auch ein Gag Reel mit verpatzten Szenen komplettieren ein wirklich gelungenes Bonusmaterial, das die Eindrücke der Darsteller festhält, den Blick hinter den Kulissen ausführlich wirft und auch viele Hintergründe zur Entstehungsgeschichte aufgreift. Darüber hinaus gibt es kleine Clips, wie „The Firehouse“, „Friends of Firefighters Stand-Up Benefit“ oder „Video Calls“ u.a. zwischen Apatow und Davidson oder auch mit Jimmy Fallon, die eine erfrischende und sympathische und Ergänzung sind. Die konsequente Selbst-Beweihräucherung Judd Apatows undPete Davidsons verhindert hier die Höchstpunktzahl. Dennoch bleibt dies ein sehr ausführliches und sehenswertes Bonusmaterial.


Fazit:
Alles in allem hat The King of Staten Island das, was man von einer gelungenen Tragikomödie erwartet. Witz, schwarzen Humor, Bewusstsein für die Ernsthaftigkeit der Thematik, Fingerspitzengefühl, sympathische, aber auch vielschichtige Figuren und ein Feel-Good-Ende. Dass der Film an typischen Apatow-Schwächen leidet, wie eine unnötige Überlänge mit einer Laufzeit von 137 Minuten und einem nicht zielgerichteten Storytelling in der 2. Hälfte, schwächt den Film aber nicht in seiner Gänze, da er unter dem Strich sehenswert und unterhaltsam bleibt.


by Morteza Wakilian
Bilder © Universal Pictures




The King of Staten Island - Trailer