The Hole in the Ground - Blu-ray

Blu-ray Start: 13.09.2019
Digital VoD: 13.09.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min

The Hole in the Ground Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Sarah versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und zieht mit ihrem achtjährigen Sohn Chris an den Rand einer abgelegenen Kleinstadt. Als Chris nach einem Streit in den Wald läuft, entdeckt Sarah auf der Suche nach ihm ein tiefes Senkloch im Boden. Chris kehrt scheinbar unversehrt zurück, doch schon bald bemerkt Sarah beängstigende Veränderungen in seinem Verhalten. Die verstörende Begegnung mit der verwirrten Nachbarin, die vor Jahren ihr eigenes Kind tötete, verstärkt Sarahs Misstrauen nur noch mehr. Ist der Junge, der in ihrem Haus lebt, wirklich ihr Sohn Chris?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Weltkino
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | The Hole in the Ground

Blu-ray
The Hole in the Ground The Hole in the Ground
Blu-ray Start:
13.09.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Hole in the Ground The Hole in the Ground
DVD Start:
13.09.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 87 min.

Blu-ray Kritik - The Hole in the Ground

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Laut einer Studie des englischen Filmwissenschaftlers Stephen Follows, in der er amerikanische Filme von 2014 bis 2018 verglich, ist der Horrorfilm aus rein finanzieller Sicht das wohl profitabelste Genre. Schließlich war Horror im Gegensatz zur Science-Fiction oder Fantasy nie auf extravagante Budgets angewiesen. So lässt sich hier bereits mit einem vergleichsweise geringen Budget große Gewinne erzielen. So sind viele Filmanalytiker der Meinung, dass sich dies vor allem auf einen Film zurückverfolgen lässt. Als 1999 „The Blair Witch Project“ mit einem Production Budget von gerade mal 60.000 US-Dollar überraschend über 248 Mio. wieder einspielte, hinterließ man einen nachhaltigen Eindruck in der Welt des Horrorkinos. Nicht nur, dass das sogenannte Found Footage Subgenre nun enorm angesagt war, plötzlich träumte beinahe jeder Horrorregisseur von einem ähnlichen Ergebnis. Um diesen Erfolg zu kopieren, galt fortan viel mehr das Ziel das Budget möglichst gering zu halten, wodurch viele billige Stilmittel wie die bei Kritikern oft verachteten Jumpscares enorm populär wurden. Auch wurde das Horrorkino allein schon durch die pure Masse an Filmen immer ideenloser und unkreativer. So will man natürlich nicht jedem Horrorfilm in erster Linie pure Geldgier unterstellen, dennoch ist hier in der Historie des Kinos eine eindeutige Entwicklung zu erkennen. Ob „The Hole in the Ground“ als Teil dieses Trends einzuordnen ist, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Schließlich ist dessen Grundidee und Geschichte zunächst einmal nicht unoriginell, wie er damit umgeht jedoch schon.

Szenenfoto The Hole in the Ground
Szenenfoto The Hole in the Ground © Savage Productions
Gemeinsam mit ihrem Sohn Chris (James Quinn Markey) versucht Sarah O´Neill (Seana Kerslake) der eigenen qualvollen Vergangenheit zu entkommen. So verschlägt es die beiden in ein kleines Dorf in Irland. Zwar stehen sie sich insgesamt nahe, doch entdeckt sie, nachdem Chris nach einem Streit in den nahegelegenen Wald flüchtet, ein mysteriöses Sinkloch. Als dieser später erneut verschwindet, kurz darauf allerdings wiederauftaucht, bemerkt Sarah im Laufe der Zeit immer mehr Veränderungen in seinem Verhalten. So setzt sich in ihrem Kopf ein furchtbarer Gedanke fest: Ihr Sohn wurde ausgetauscht. Doch ist dies nur Produkt ihrer zunehmenden Paranoia oder die grausame Realität?

So stellt sich genau diese Thematik rund um einen möglichen Doppelgänger als einer der großen Schwachpunkte heraus. Hier wird die interessante Grundidee, die es sogar wie guter Horror erlaubt mit einer menschlichen Grundangst zu spielen, leider in der für Genrefans längst gewohnten Formel zu vorhersehbar heruntergearbeitet. So kann man hier zu keiner Sekunde überraschen oder fesselnde Spannung erzeugen. Schlimmer noch präsentiert der Film das angeblich absolut abnormale Verhalten des Jungen als zu normal und gewöhnlich. Wenn man sich als Autor mehr Zeit lassen würde, dem Publikum die Charaktere detaillierter in ihrem Verhalten zu präsentieren, hätte dieser Aspekt in einem mitreißenden Detektivspiel münden können, welches sogar die Zuschauer einbindet. So stellt man hier die Mutter leider vollkommen unnötig als verrückt dar, obwohl jedem Zuschauer klar sein sollte, worauf der Film letztlich hinauswill. So entfremdet man das Publikum von dieser ohnehin schwach charakterisierten Figur.

Szenenfoto The Hole in the Ground
Szenenfoto The Hole in the Ground © Savage Productions
Das diese Figur wenigstens zum Teil funktioniert lässt sich vor allem auf zwei Aspekte zurückführen. Einerseits schafft es die intelligente Kameraführung von Anfang an ein greifbares Band zwischen Mutter und Sohn zu etablieren, andererseits überzeugt Schauspiel. Gerade Seana Kerslakes erweckt diese eindimensionale Protagonistin durch ihre Darstellung zum Leben, da sie Sarah mit genügend Unschuld und vor allem Verletzlichkeit versieht, dass man das Publikum zumindest größtenteils am Ball hält. Dennoch kreiert das Drehbuch insgesamt keine Figuren, die es wirklich Wert sind, um sie zu bangen.

So untergräbt man hier an vielen Stellen den Horror den Tom Comerford mit seiner wunderschönen Kameraführung versucht zu erzeugen. Von Anfang an kreiert dieser eine surreale und bedrohliche Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann. Vor allem der Wald wird durch einige frühe Einstellungen als mysteriöse Gefahr etabliert. In Kombination mit oftmals minimaler Beleuchtung entstehen hier alptraumhafte und doch wunderschöne Bilder. Unterstützt durch einen stimmigen Soundtrack und wirksame Soundkulisse entsteht trotz des streckenweise zu düsteren Color-Gradings eine absolut stimmige Optik, die immer wieder den eigentlich intendierten Horror aufkommen lässt.

Szenenfoto The Hole in the Ground
Szenenfoto The Hole in the Ground © Savage Productions
Leider steht eben im Gegensatz dazu eben das schlechte Drehbuch, das sich vor allem in den ersten beiden Akten als zu vorhersehbar herausstellt, während sich das Finale zwar bemüht zu überraschen, wegen seiner Formelhaftigkeit daran aber ebenso scheitert. Darüber hinaus stattet der Film seine Welt mit keinerlei nachvollziehbaren Regeln aus, sowie einer wahrhaften Geschichte, während er seinen Figuren neben all dem noch eine greifbare Motivation verwehrt, da wie so oft die angeblich so traumatische Vergangenheit der Hauptfigur nie gezeigt wird, wodurch eine der elementarsten Regeln der Filmkunst („Show, don´t tell“) ignoriert wird.

Bild:
Gerade die durchdachte Beleuchtung sorgt für wahrliche schöne Einstellungen. Zudem wissen viele kreative Kamerafahrten zu überzeugen. So wird die atmosphärische Optik des gesamten Films auf der Blu-ray wie gewohnt enorm scharf und detailliert dargestellt.

Ton:
Der stimmige Soundtrack und die gesamte Soundkulisse sind hervorragend mit den Gesprächen abgemischt. Gerade in dialogärmeren Szenen legt die Musik erst so richtig los und sorgt so für ein stimmiges akustisches Erlebnis

Extras:
Außer einigen Trailern ist keinerlei Zusatzmaterial vorhanden.


Fazit:
Ein schwaches Drehbuch verwehrt der eigentlich interessanten Grundprämisse den eigentlich verdienten Horror. Die atmosphärische Optik und Akustik können einen durch und durch vorhersehbaren und so streckenweise erstaunlich langweiligen Film ebenso wenig wie das überzeugende Schauspiel retten.

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by Sebastian Stegbauer
Bilder © Universum Film / Weltkino




The Hole in the Ground - Trailer