The Guilty - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.02.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 85 min

The Guilty Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Ganz klein und zitternd ist Ibens Stimme am Telefon. Unter Todesangst tut sie so, als würde sie mit ihrer Tochter telefonieren. Ihr Entführer sitzt neben ihr im Wagen und darf unter keinen Umständen bemerken, dass sie den Notruf der Polizei gewählt hat. Dort nimmt Asger Holm Ibens Anruf entgegen. Er weckt alle Polizisteninstinkte in ihm. Er will ihr helfen! Sofort! Aber dafür hat er nur sein Telefon und keine Zeit zu verlieren...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Dänisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailer - Interview mit Regisseur Gustav Möller und Hauptdarsteller Jakob Cedergren

DVD und Blu-ray | The Guilty

Blu-ray
The Guilty The Guilty
Blu-ray Start:
22.02.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 85 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Guilty The Guilty
DVD Start:
22.02.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 85 min.

Blu-ray Kritik - The Guilty

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Einem Schauspieler 80 Minuten lang beim Telefonieren zu beobachten, war schon bei Tom Hardy in No Turning Back ein Genuss und ein elektrisierendes Filmerlebnis. Während Hardy den ganzen Film autofahrend eine Vielzahl von Telefongesprächen führt, sitzt der dänische Schauspieler Jakob Cedergren als Polizist namens Asger Holm in der Notrufzentrale und nimmt regelmäßig Notrufe an. Meist sind dies eher harmlose Anrufe, doch plötzlich ruft eine Frau an, die jedoch mit Asger so spricht, als ob sie mit ihrer Tochter kommuniziert. Kurz irritiert, merkt der Polizist, der unfreiwillig in der Notrufzentrale momentan arbeitet, anschließend schnell, dass hier eine entführte Frau mit ihm telefoniert, die verhindern will, dass der Entführer erfährt, dass sie in Wahrheit mit der Polizei spricht. Herausgekommen ist ein 80-minütiger Adrenalin-Kick, der spannend und höchst unterhaltsam ist, clever geschrieben, gute Twists hat und Kopfkino allerhöchster Klasse bietet.

Jakob Cedergren in The Guilty
Jakob Cedergren in The Guilty © Ascot Elite Home Entertainment/Nikolaj Møller
Ähnlich wie der Film wird diese Kritik kurz und knackig ausfallen. Der Film bietet eigentlich nur einen wirklich sichtbaren Schauspieler und das ist Jacob Cedergren. Es gibt noch zwei, drei Mitarbeiter in der Notrufzentrale, sodass es keine 100%-ige One-Man-Show ist, wie bei Hardys No Turning Back, aber man den Film dennoch als One-Man-Show kategorisieren darf und muss und nicht im negativen überheblichen Sinne. Denn was Cedergren hier zeigt, ist ganz großes Kino. Man hat hier von der ersten Sekunde an das Gefühl einen wirklichen Polizisten in der Notrufzentrale zu beobachten. Die Mimik und die Gestik sind beeindruckend realistisch. Er strahlt hier eine unglaubliche Ruhe und Erfahrung aus. Das Schauspiel ist sehr nuanciert und auf den Punkt gebracht. Jeder Dialog wird von ihm hier perfekt ausgeführt und er dominiert diesen Film wie es auch Hardy tat. Er ist, was das Visuelle angeht, das Kernstück des Films, denn das eigentliche Geschehen spielt nur im Kopf des Zuschauers ab. Was hier Gustav Möller geschrieben und auch inszeniert hat, macht einfach unglaublich viel Spaß. So gibt es hier recht lange Takes und wenig Schnitte. Damit lässt er zugleich das Gehörte auch auf den Zuschauer einwirken und gibt dem Zuschauer Zeit, sich das im Film Gesprochene in Ruhe im Kopf vorzustellen.

Jakob Cedergren in The Guilty
Jakob Cedergren in The Guilty © Ascot Elite Home Entertainment/J.Spanning
Der Film bleibt unvorhersehbar, bietet überraschende Wendungen an und ist teilweise dann doch sehr an die Nieren gehend, da Möller hier das Kopfkino des Zuschauers bis ans Äußerste bringt. So stellt man sich hier zwangläufig Dinge im Kopf vor, die man sich eigentlich weder vorstellen noch sehen will. Was den Spannungsbogen angeht, hat der Film kleine Probleme. Denn er hat das Luxusproblem, von der ersten Minute an spannend zu sein und auch spannend zu bleiben, jedoch diese nicht wesentlich im Laufe des Films zu erhöhen. Momente, wo sich der Film extrem zuspitzt, gibt es eher weniger. Auch das Ende funktioniert auf einer emotionalen Ebene nicht, weswegen es hier keine 9p gibt. Doch aufgrund seiner grundsätzlichen inszenatorischen und erzählerischen Kreativität, seines Hauptdarstellers und seines tollen Drehbuchs ist der Film insgesamt mehr als sehenswert. Dennoch hat das Drehbuch zwar nicht wirklich eine Schwäche, doch eine zusätzliche Komponente, die der Figur etwas mehr Hintergrund und Tiefe geben soll, die es jedoch einfach nicht gebraucht hat. Da hätte man sich noch stärker auf den eigentlichen Handlungsstrang fokussieren sollen. Denn dann wäre dieser Film wirklich ein Meisterwerk geworden.

Szene aus The Guilty
Szene aus The Guilty © Ascot Elite Home Entertainment/J.Spanning
Bild: Bei solch einem Film ist die Bildqualität prinzipiell nicht von großer Bedeutung. Insofern reicht eine DVD, wenn man sich den einen oder anderen Euro sparen möchte. Die Bildqualität ist grundsätzlich vollends solide, beeindruckt jedoch weder mit besonderer Schärfe noch kontrastreichen Bildern, was jedoch in der Natur der Sache liegt, da der Film komplett in einem Büro spielt.

Ton: Soundeffekte oder ein besonderes Sounddesign sind hier ebenfalls nicht vorhanden. Wichtig ist, dass alle Dialoge klar verständlich sind, was auch der Fall ist. Auch der Hintergrundton beim Gesprächspartner am Telefon ist ebenfalls sehr klar. Dank der DTS-HD Master Audio 5.1-Kodierung gibt es hierbei keine Beanstandungen. Zudem muss hier hervorgehoben werden, dass die Synchronsprecherin der Figur Iben in der deutschen Fassung hervorragend gesprochen wurde.

Extras: Diese fallen sehr dürftig aus. Es gibt den Originaltrailer, den deutschen Trailer sowie ein 9-minütiges Interview mit Regisseur Gustav Möller und Hauptdarsteller Jakob Cedergren. Das ist dann ein recht kurzweiliges und sympathisches Interview geworden, bei dem die Zuschauer kleine Infos zur Entstehungsgeschichte sowie zum Dreh bekommen.


Fazit:
Ein Krimi, der ganz besonderen Art, der teilweise unter die Haut und an die Nieren geht. Er bleibt spannend von vorne bis hinten und bietet Schauspiel- und Kopfkino der Extraklasse.

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by Morteza Wakilian
Bilder © Alive / Ascot Elite Home Entertainment




The Guilty - Trailer