The Fourth Kind - Die vierte Art - Blu-ray

Blu-ray Start: 27.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min

The Fourth Kind - Die vierte Art Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Psychologin Dr. Abigaile Tyler führt nach dem gewaltsamen Tod ihres Mannes eine Studie über unerklärliche Phänomene in der entlegenen, alaskischen Kleinstadt Nome weiter. Viele der Bewohner haben Schlafstörungen und massive Angstgefühle. Sie zeichnet die Sitzungen mit ihren Patienten auf. Nach Hypnosesitzungen kommt es zu Selbstmord, Mord und Verletzungen ihrer Patienten. Dr. Tyler wird verdächtigt, etwas damit zu tun zu haben. Verstört will sie mit ihren beiden Kindern die Stadt verlassen doch in jener Nacht wird ihre Tochter, wie sie behauptet, von Außerirdischen entführt. Sie ist davon überzeugt, dass auch die anderen betroffenen Personen, einschließlich ihr selbst, von Außerirdischen entführt, doch zurück gebracht wurden.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: SquareOne Entertainment / Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | The Fourth Kind - Die vierte Art

Blu-ray
Die vierte Art Die vierte Art
Blu-ray Start:
15.04.2010
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27.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

Blu-ray Kritik - The Fourth Kind - Die vierte Art

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


"Die vierte Art", ein Re-Release von 2009, ist ein Science-Fiction Horrorfilm im Mockumentary-Stil mit Milla Jovovich und Elias Koteas in den Hauptrollen, der seinerzeit beim Publikum nicht punkten konnte. Grund dafür war vor allem der Versuch dem Zuschauer unbedingt vermitteln zu wollen alles was in diesem Film passiert, stützend durch angeblich authentisches Aufnahmematerial, sich genauso im Jahr 2000 in Nome (Alaska) so ereignete, obwohl dafür keinerlei eindeutige Beweise vorliegen.  

Abbey Tyler (Milla Jovovich) und ihre Tochter Ashley (Mia McKenna-Bruce)
Abbey Tyler (Milla Jovovich) und ihre Tochter Ashley (Mia McKenna-Bruce) © SquareOne Entertainment / Universum Film
Dr. Abigail Tyler (Milla Jovovich) ist Psychologin in einer Kleinstadt in Alaska namens Nome. Sie führt eine Studie über Schlafstörungen und Kollektive Halluzinationen fort, die ihr Mann startete kurz bevor er auf unerklärliche Weise ums Leben kam. In dieser Studie nimmt sie sich mehrerer ortsansässiger Patienten an, die alle unter derselben Art von Schlafstörungen leiden und in ihren Träumen alle dieselbe weiße Eule sehen.
Als Abigail versucht, diesen Träumen durch Hypnose auf den Grund zu gehen eskaliert die Situation und ihr Patient verlässt panisch die Sitzung. In der folgenden Nacht bekommt Dr. Tyler einen Anruf von der Polizei. Sie solle zum Haus des Patienten kommen, den sie wenige Stunden zuvor unter Hypnose gesetzt hatte. Er bedrohe seine Familie mit einer Waffe und verlange unverzüglich sie zu sprechen. Als sie wenig später eintrifft wird sie Zeuge wie ihr Patient erst seine Familie und dann sich selbst erschießt, was die Polizei auf sie aufmerksam macht. Speziell Sheriff August (Will Patton) macht ihre Hypnose für den tragischen Tod der Familie verantwortlich und verlangt von ihr diese Form der Therapie zu unterlassen. Entgegen dem Verbot fordert Abigail Unterstützung eines befreundeten Psychologen Dr. Abel Campos (Elias Koteas) an, um ihre Studie fortzuführen. Als dann auch noch ein Tonband mit nicht-menschlichen Stimmen in sumerischer Sprache auftauchen, gerät das ganze Unterfangen nach und nach außer Kontrolle.  

Dr. Abigail Tyler (Milla Jovovich) ist Psychologin
Dr. Abigail Tyler (Milla Jovovich) ist Psychologin © SquareOne Entertainment / Universum Film
Besonders interessant war schon die Eröffnungsszene, in der Milla Jovovich sich als sie selbst vorstellt, die Dr. Abigail Tyler spielt und explizit betont, dass es sich bei den gezeigten Aufnahmen um Originale handelt, die parallel zum Film im Splitscreen gezeigt werden. Sie wirken sehr verstörend und jeder Zuschauer solle sich selbst eine Meinung bilden, inwieweit er oder sie das Gesehene glauben oder nicht.
Was dann folgt trifft ziemlich genau die vorangegangene Warnung, denn die Kameraführung, der gezielte Einsatz von Jump-Scares und die Wirkung des geteilten Bildschirms erzeugen eine beklemmende und bedrohliche Atmosphäre. Das Grauen, das nur angedeutet wird und nie in körperlicher Form zu sehen ist lässt nur vermuten was genau sich dort auf dem Bildschirm gerade abspielt und bis zum offenen Ende ist nicht klar, was genau eigentlich für den Horror verantwortlich war. Ob eine einfache weiße Eule, malerische, wenn auch finstere Kulissen oder der dezente Einsatz von Musik an den richtigen Stellen erzeugen gruseliges Feeling und lassen den Film an keiner Stelle langweilig werden. Der sehr überschaubare Cast sorgt dafür, dass man auf einzelne Personen besser hätte eingehen können, was hier allerdings nur bedingt gelang. Resident Evil Ikone Milla Jovovich dominiert eindeutig, die hier eine starke Charakterleistung abliefert, und Auch der aus "Postman" bekannte Will Patton überzeugt als misstrauischer und herrischer Sheriff auf ganzer Länge.  

Deputy Ryan (Eric Loren)
Deputy Ryan (Eric Loren) © SquareOne Entertainment / Universum Film
Dafür war die Enttäuschung umso größer, wenn man förmlich mit Authentizität erschlagen wird und dann beim Recherchieren feststellen muss, dass so gut wie nichts davon Echt ist oder war. Durch die "Originalaufnahmen" die parallel laufen, die Datums- und Uhrzeitanzeige und der vorangegangenen Anmerkung Milla Jovovichs, und dem nach dem Film eingeblendeten Hinweis des Regisseurs Olatunde Osunsanmi selbst wird dem Zuschauer die Echtheit förmlich aufgezwungen nur um sich dann als Fake im großen Stil herauszustellen, was den an sich atmosphärisch gut gelungenen Horrorfilm dann enorm abwertet.  

Das Bild liegt hier in gewohntem, beanstandungslosem 16:9 1080p vor. Wie bereits erwähnt switcht das Bild bei besonderen Stellen des Öfteren zum Splitscreen. die "authentischen" Kameraaufnahmen sind unscharf, verpixelt und kaum erkennbar, was dem ganzen das authentische Etwas verleiht. Die Landschaft Alaskas ist sehr schön anzusehen, auch wenn es sich dabei um Drehorte wie Vancouver, Kanada und Kalifornien handelt.  

Abbey Tyler (Milla Jovovich) und Kollege Dr. Abel Campos (Elias Koteas)
Abbey Tyler (Milla Jovovich) und Kollege Dr. Abel Campos (Elias Koteas) © SquareOne Entertainment / Universum Film
Der Ton kommt daher in stattlichem Dolby Digital 5.1 und verleiht im Heimkino zusätzlich Atmosphäre durch ausgewogenen Sound. Einziges Manko bildet, wie so oft in Horrorstreifen, dass man das Gefühl hat bei Jump-Scareeinlagen fliegen einem die Teller aus den Boxen. Das geht auch etwas feinfühliger.  

Als Extras werden hier ein kurzes Featurette, entfallene Szenen und diverse Trailer angeboten. Quasi gehobener Standard bei Horrorfilmen.


Fazit:
Alles in allem wird man als Fans des subtilen Horrors durch den Documentary-Touch mit einem grundsoliden Gruselschocker gut unterhalten. Die Atmosphäre ist stimmig, die Effekte sind gut platziert und es kommt nicht zu unnötigen Längen. Ich habe mich von Anfang bis Ende gut unterhalten gefühlt, und mit Ausnahme der vorgegaukelten Authentizität hatte ich eine schaurig schöne Erfahrung der vierten Art.

by Christoph Berger
Bilder © SquareOne Entertainment / Universum Film