The Equalizer (4K Ultra HD) - Blu-ray

Blu-ray Start: 02.08.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 132 min

The Equalizer (4K Ultra HD) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

In THE EQUALIZER spielt Denzel Washington McCall, einen ehemals verdeckt operierenden Agenten eines Spezialkommandos, der seinen Tod vorgetäuscht hat, um in Boston in Ruhe leben zu können. Als er eines Tages aus seinem selbstgewählten Ruhestand zurückkehrt, um ein junges Mädchen namens Teri (Chloë Grace Moretz) zu retten, steht er plötzlich ultragewalttätigen russischen Gangstern gegenüber. Während er sich an denen rächt, die sich brutal an Hilflosen vergreifen, erwacht McCalls Gerechtigkeitssinn zu neuem Leben. Wenn jemand ein Problem hat, sich die ganze Welt gegen ihn verschworen hat, und er sich an niemanden sonst wenden kann, wird McCall ihm helfen. Er ist der Equalizer.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Tonformate:
Deutsch (DTS-HD MA 5.1)
Englisch (DTS-HD MA 5.1)
Englisch (Dolby Atmos)
Französisch (DTS-HD MA 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (DTS-HD MA 5.1)
Japanisch (DTS-HD MA 5.1)
Polnisch (voice-over) (Dolby Digital 5.1)
Por
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Arabisch, Chinesisch, Dänisch, Estnisch, Finnisch, Griechisch, Holländisch, Italienisch,
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 2160p 4K HDR
16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
UHD Special Features Die Psychose eines Schuftes Vor Ort in Boston Ein moderner Superheld Wieder vereint: Denzel Washington und Antoine Fuqua Die Mitwirkenden: Der Cast von The Equalizer Im Baumarkt: Die Action von The Equalizer Kinotrailer

DVD und Blu-ray | The Equalizer (4K Ultra HD)

Blu-ray
The Equalizer The Equalizer
Blu-ray Start:
19.02.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 132 min.

zur Blu-ray Kritik
The Equalizer (SteelBook PopArt) (4K Ultra HD) The Equalizer (SteelBook PopArt) (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
02.08.2018
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The Equalizer (4K Ultra HD) The Equalizer (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
02.08.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 132 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Equalizer The Equalizer
DVD Start:
19.02.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 127 min.

Blu-ray Kritik - The Equalizer (4K Ultra HD)

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Was wäre unsere Welt ohne kleinere Taten der Menschlichkeit, Gefallen oder Güte und Huld. Was wäre unsere Welt ohne die Menschen, die sie täglich entgegen aller Hürden und Barrieren besser zu machen versuchen. Wahrscheinlich ein noch viel dunklerer und trister Ort. Genau diese Art Mensch verkörpert der „Equalizer“ in seinem Alltag.

THE EQUALIZER feierte seine Weltpremiere am 07.09.2014 auf dem Toronto International Film Festival und erschein zwei Tage später in den deutschen Kinos. Als Vorlage für den ab 16 Jahren freigegebenen Streifen diente die gleichnamige Fernsehserie von Michael Sloan und Richard Lindheim aus den 80er-Jahren.

Robert McCall (Denzel Washington) im Baumarkt
Robert McCall (Denzel Washington) im Baumarkt © 2014 Columbia Pictures Industries, Inc., LSC Film Corporation and Village Roadshow Films North America Inc./Village Roadshow Films (BVI) Limited. All Rights Reserved.
Film
Vielversprechend beginnt THE EQUALIZER ruhig mit einigen kürzeren aneinandergereihten Kamerafahrten durch das äußerst schicke und atmosphärisch famose Boston und die dort gelegene Wohnung des Equalizers Robert McCall (Denzel Washington; FENCES). An dieser Stelle beginnt schon die gelungene Zeichnung des sympathischen, zuvorkommenden wie auch sehr genauen und strukturierten Baumarkt-Mitarbeiters McCall (durchdachte Namensgebung; bildlich übertragen der Ruf nach Gerechtigkeit), die allerdings nur die ersten fünfzig Prozent der Charakterisierung stellt, da seine andere Seite durch sein hartes, aber immer legitimiertes Gerechtigkeitsverständnis selbstverständlich gegenteilig gezeichnet wird. Ein Vorwurf, den man hier anbringen kann, entpuppt sich darin, dass McCall innerhalb seiner Zeichnung nie ernsthaft kontrovers agiert. Interessant wäre hier eine Tat gewesen, hinter der ein nicht sofort nachvollziehbares und abgesegnetes Movens steckt und dadurch den Zuschauer selbst ein wenig fordert und den Equalizer in seinem Schaffen in Frage stellt. Nachdem man nun noch Einblicke auf den raffiniert gewählten Arbeitsplatz McCalls bekommt, springt der Streifen zur ersten plotauslösenden Situation: Der Equalizer trifft in seinem Stammcafé auf die junge Prostituierte Teri bzw. Alina (Chloë Grace Moretz; LET ME IN), für die er schnell einen Beschützerinstinkt entwickelt. Alina ist im Gegensatz zu McCall etwas überzeichnet und an dieser Stelle hätte man zur Sympathiegewinnung seitens des Zuschauers eher auf dialog- und beziehungsorientierte als auf inner-charakterliche Zeichnung setzen sollen.

Teri (Chloë Grace Moretz) und Robert (Denzel Washington) freunden sich an
Teri (Chloë Grace Moretz) und Robert (Denzel Washington) freunden sich an © 2014 Columbia Pictures Industries, Inc., LSC Film Corporation and Village Roadshow Films North America Inc./Village Roadshow Films (BVI) Limited. All Rights Reserved.
Nicht zuletzt deswegen, da sich dieser Strang mitsamt seines sich später entwickelnden Katz-Maus-Spiels als Haupthandlungspunkt durch den ganzen Film zieht. Dieser Fokus ist leider deutlich zu intensiv geraten. Im ersten Drittel sieht der Zuschauer hin und wieder noch alltägliche und für sich stehende Situationen, die in ihrer Konzeption stark an das Storytelling von END OF WATCH erinnern, durch die Gewichtung des genannten Zweigs aber immer mehr untergehen. Dies ist auch aufgrund dessen unglücklich, da McCalls grundlegenden Fähigkeiten und das, was ihn auszeichnet, nie wirklich klar werden. Ein Alleinstellungsmerkmal, das Hollywood in vielen vergleichbaren Streifen meist sehr überdreht anbringt, fehlt hier gänzlich. Zwar sieht man mehrere Male über die Kameraarbeit angedeutete überdurchschnittliche Wahrnehmungs- und Kombinationsfähigkeiten, diese wirken aber zu blass und hätten durch öfter eingesetzte Szenen wie die der sich im Dienst bereichernden Polizisten klarer und ausgeweitet können. Auch die aufmachende Kombination mit zeitlichen Limits bei seiner Arbeit wirkt unausgegoren und fragwürdig.

The Equalizer räumt mit den bösen Jungs auf
The Equalizer räumt mit den bösen Jungs auf © 2014 Columbia Pictures Industries, Inc., LSC Film Corporation and Village Roadshow Films North America Inc./Village Roadshow Films (BVI) Limited. All Rights Reserved.
Besonders im zweiten Teil macht sich dieses Mangelverhältnis deutlich klar und sorgt für ein kontinuierlich abnehmendes Interesse beim Zuschauer, das leider auch nicht durch omnipräsente Spannung innerhalb der Story aufgewogen werden kann. In Zuge dessen verspürt der Zuschauer subjektiv eine größere Laufzeit als sie tatsächlich gegeben ist. Zusätzlich entscheidet sich der Film an einigen Stellen zur falschen Identität, indem er abwechselnd, aber nicht taktvoll auf Drama und dann auf Thrill setzt und schließlich auch actionlastige Züge vorweist. Leider wird keiner dieser Teile ernsthaft verfolgt und insgesamt sorgen diese Einflüsse eher für ein Gewirr als für einen ausbalancierten Genre-Spagat. Besonders letzterer Punkt ist auffällig passiv und so findet man rasante und explosive Einstellungen für einen Genrebeitrag dieser Natur zu rar gesät. Sobald Antoine Fuqua diese gegen Ende allerdings doch einbringt, wirken sie nicht besonders wertig und nur der Form wegen eingefügt. Trotzdem schafft es THE EQUALIZER den Zuschauer durch eine nicht neue, aber trotzdem interessante Grundidee und durch immer wieder aufblitzende gut geschriebene Szenen mit feinen Ideen (vgl. Auto-Verhör-, Bohrmaschinen- und Korkenzieher-Szene) bei sich zu halten. Die eingangs angesprochene „doppelte“ Charakterzeichnung zeigt ihre Stärke besonders auf der Seite des Equalizers. Ausgezeichnet wird diese dank einer fast klischeelosen und trotzdem schlagfertigen Zeichnung in Kombination mit einem für das Genre hochwertig geschriebenem Wort, das sich auch bei anderen Charakteren fortführen lässt.
Scoretechnisch zeigt sich THE EQUALIZER anfangs grandios und beglückt seine Zuschauer mit einem Score, der zwar nie besonders lange eingespielt wird oder ganz große Töne klingen lässt, aber das Visuelle akustisch sehr harmonisch stützt. Später verliert er sich leider stark und kommt von seinem eindrucksvollen Weg ab.

The Equalizer (Denzel Washington) im Rachemodus
The Equalizer (Denzel Washington) im Rachemodus © 2014 Columbia Pictures Industries, Inc., LSC Film Corporation and Village Roadshow Films North America Inc./Village Roadshow Films (BVI) Limited. All Rights Reserved.
Die Kamera ist an zahlreichen Stellen sehr fahrfreudig und wählt diese mit Bedacht aus. Eine leicht stilistische Verspieltheit ist ebenso zu erkennen, wenn sie beispielsweise einen Tilt nach oben zeigt oder anfangs sehr langsam schwenkt. In Kombination mit der Bildgestaltung ist der visuelle Blickpunkt in THE EQUALIZER durchaus gelungen. Zunächst könnte der unerfahrene Zuschauer annehmen, das Bild wäre an vielen Stellen unter- oder überbelichtet, jedoch ist dies pure Absicht. Die düstere, aber brillante Atmosphäre, die dadurch geschaffen wird, ist einigen Konkurrenzstreifen weit voraus.

Die deutsche Synchronisation ist über weite Strecken hochwertig. Lediglich eine sich ab und an einschleichende asynchrone Lippendeckung sowie eine etwas zu weinerliche Stimme Moretz‘ trüben diese ein wenig.
Gegen Ende und damit viel zu spät kommt THE EQUALIZER von seinem harten Fokus ab und öffnet sich – im Wort angedeutet – wieder eine breiteren und flacheren Thematik-Palette.

Bild
Die erwähnte Bildkomposition wird vom technischen Bild sehr gut übertragen und das Filmerlebnis wird – im wahrsten Sinne des Wortes – nie durch ernsthafte Farb- oder Schärfeeinbrüche getrübt. Die Belichtung, die – wie oben erwähnt – einerseits stilistisch eingebracht wird, andererseits aber auch technisch in angestrebtem Umfang visualisiert werden muss, ist erstens durch saubere Tiefenschärfe und zweitens durch ein feines Kontrastverhältnis schön anzusehen.

Ton
Deutschsprachige Zuschauer müssen sich leider mit einer deutschen Tonspur begnügen, die nur in einem DTS-HD MA 5.1 vorliegt. Die englische Tonspur verwöhnt den Zuschauer hingegen mit ihrem Dolby Atmos. Trotzdem wird die klare Nachvertonung der Sounds gut transportiert, allerdings fehlt dem Ton hier an manchen Stellen etwas Ausgewogenheit oder Druck.

Extras
Aufgetischt bekommt man an Extras fünf entfallene Szenen, ein paar wenige Featurettes und den Trailer geboten. Die entfallenen Szenen sind wie immer ein schönes Extra und auch die Featurettes wecken Interesse, jedoch basieren zwei von ihnen jeweils auf dem Cast und der Action in THE EQUALIZER. Ersteres ist aufgrund der Nicht-Verknüpfung mit der eigenen filmischen Thematik und der Bekanntheit der Darsteller etwas überflüssig und Zweiteres parallel dazu wegen der passiv platzierten Action auch nicht überaus unterhaltsam. Der Rest ist dem Extras-Bereich aber durchaus würdig.


Fazit:
Der Black List-Platzierte von 2012 besticht nicht durch ein hervorragendes Drehbuch oder kaum ausharrbare Spannung, jedoch punktet er durch einen interessanten Plot, technisches Geschick und kreativ eingestreute Ideen.

by Denis Klemm
Bilder © Sony Pictures Entertainment