The Circle - Blu-ray

Blu-ray Start: 26.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min

The Circle Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die 24-jährige Mae Holland (Emma Watson) ist überglücklich. Sie hat einen Job in der angesagtesten Firma der Welt ergattert: beim „Circle“, einem Internetkonzern, der alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so das Ziel der „drei Weisen“, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, Gratis-Konzerten und coolen Partys. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit dem mysteriösen Kollegen Bailey (Tom Hanks) ändert alles…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews mit Cast & Crew

DVD und Blu-ray | The Circle

Blu-ray
The Circle The Circle
Blu-ray Start:
26.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Circle The Circle
DVD Start:
26.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 105 min.

Blu-ray Kritik - The Circle

Blu-ray Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 8/10
Ton: | 5/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 4/10


Mit The Circle inszeniert der Regisseur James Ponsoldt einen US-Thriller, welcher auf den ersten Blick aktueller nicht sein könnte. Mit Emma Watson, Tom Hanks, John Boyega und Karen Gillan konnte er dafür auch einen beachtlichen Cast versammeln. Was der Film denn tatsächlich taugt, erfahrt ihr hier.

Die Junge Mae (Emma Watson) ist unzufrieden. Ihr aktueller Job stellt eine Sackgasse dar. Ihr Vater ist an Muskelschwund erkrankt und es ist kein Geld für eine Therapie da. Da kommt der Anruf ihrer Jugendfreundin Annie (Karen Gillan) gerade recht, denn nichts Geringeres als ein Vorstellungsgespräch bei dem angesagtesten Unternehmen der Welt - der Circle - bringt er mit sich. Dabei handelt es sich um einen Internetkonzern, welchem das Social Media Tool von Ty (John Boyega) zugrunde liegt und jeden User mit einer umfassenden Internetidentität ausstattet, eine Identität, die sich am Ende nicht nur auf das Internet selbst beschränkt. Bailey (Tom Hanks) - der CEO des Unternehmens - hat vor den Einfluss des Unternehmens in alle Lebensbereiche der Nutzer auszuweiten, ganz nach dem Motto “Etwas zu wissen ist gut. Alles zu wissen ist besser.”

Mae (Emma Watson)
Mae (Emma Watson) © Universum Film
Allein der Blick auf die Hülle der Blu-ray zeigt einem genau dieses Motto. Somit ist bereits vor der Sichtung des Films das Thema des Films klar. Hier geht es darum alle Informationen über einen Menschen an einem Ort zu sammeln, auszuwerten und zu nutzen. Dieses Thema kritisch zu beäugen ist in der heutigen Zeit sicherlich wichtiger denn je. Doch in einer Zeit, in der die Welle an medialer Beachtung bezüglich Überwachung, Datenhortung und Datenmissbrauch bereits in der Berichterstattung wieder verebbt ist und nur hier und da wieder auftaucht, ist es schwer dem Film mit einer gewissen Blauäugigkeit gegenüber zutreten - besonders, wenn bereits nach dem Einlegen der Scheibe in den Player ein Trailer zu Snowden auftaucht und die Brisanz dieses Themas deutlich macht. Was ich damit sagen möchte: Die Meinungen bezüglich dieses Themas wurden bereits andernorts geprägt und in eine Richtung gelenkt, in der diese Machenschaften weitgehend negativ konnotiert sind. Das macht es dem Film selbstverständlich schwer Spannung aufzubauen, da man natürlich weiß, dass das was dort alles geschieht nicht in Ordnung ist und grundlegende Grenzen überschreitet. Da hilft dann auch nicht, irgendwelche Vorteile einer überwachten Welt zu konstruieren und von einem charismatischen Tom Hanks vortragen zu lassen.

Es ist auch dieser Schatten, der sich von dem Thema auf die Beurteilung der schauspielerischen Leistung ausweitet. Man kann an dieser Stelle nicht wirklich sagen, dass sie schlecht ist. Sie ist zwar nicht besonders herausragend, aber dem Zweck angemessen. Was vielmehr aufstößt ist, dass die von Emma Watson gespielte Figur alle Machenschaften augenscheinlich kritisch beäugt und sich dann doch voll und ganz darauf einlässt. Auch werden hier die Potenziale von einigen Figuren nicht ausgeschöpft - z. B. die Figur von John Boyega. Vielmehr werden die Figuren im Laufe des Films strategisch positioniert, um dann zum “richtigen” Zeitpunkt aktiviert zu werden. Das Zusammenspiel der Figuren, nicht der Schauspieler, wird dadurch immens gestört und lässt das Machwerk zu einer offenkundigen Konstruktion verkommen, der es ganz deutlich an Natürlichkeit mangelt.

Eamon Bailey (Tom Hanks) hält eine Rede vor den Mitgliedern des Circles
Eamon Bailey (Tom Hanks) hält eine Rede vor den Mitgliedern des Circles © Universum Film
Alles andere, wie Ausstattung, Kostüme usw. funktioniert hingegen. Der Ort an dem sich alles abspielt sieht aus, wie ein modernes und offenes Unternehmen. Da sitzen die Mitarbeiter auf Gummibällen an höhenverstellbaren Tischen und haben vier bis fünf Monitore dort stehen. Alles sieht stylisch, aber auch ein wenig steril aus. Das passt zum Setting des Films und kann in keinster Weise bemängelt werden. In dieser Hinsicht wird einem quasi alles geboten, was man in diesem Zusammenhang erwartet. Auch merkt man den gekonnten Umgang mit der Filmmusik. die hauptsächlich dazu genutzt wird, die Machenschaften des Unternehmens in ein tolles Licht zu werfen. Diese Taktik leuchtet ein, doch leider stehen die bereits gebildete Meinung und zum Teil auch die Reaktionen der Figuren der Entfaltung dieses Effektes dermaßen entgegen, dass sich dieser Effekt jedoch nie wirklich entfalten kann.

Was einem von Anfang an klar ist, dass der Film dazu angedacht ist, alles im Zusammenhang mit Online-Aktivitäten kritisch zu betrachten. Dadurch, dass das jedoch von Anfang an irgendwie durch die Figuren suggeriert wird, kann sich dieses Anliegen jedoch nicht wirklich eindrucksvoll entfalten. Der Knalleffekt fehlt einfach. Es gibt leider keinen Anlass zu einem wachrütteln, und es gibt auch keine Darbietung von irgendwelchen neuen Aspekten, die nicht schon Andernorts ausgiebig erörtert wurden. Hinzukommt, dass man als Zuschauer auch die meiste Zeit damit zu tun hat, die Handlungen der Figuren irgendwie mit Sinn zu erfüllen, denn irgendwie handeln sie immer und immer wieder vollkommen widersprüchlich.

Mae (Emma Watson) trifft Kalden (John Boyega) auf einer Party
Mae (Emma Watson) trifft Kalden (John Boyega) auf einer Party © Universum Film
Bild:
Auch wenn der Film die Blu-ray technisch nicht wirklich herausfordert, kommt das Bild mit satten Farben und einer hohen Detailschärfe daher. Es gibt auch keine auffallenden Schwankungen oder ähnliches. Die Bildqualität bewegt sich also auf einem ordentlichen Niveau.

Ton:
Die Blu-ray kommt sowohl im Deutschen als auch im Englischen mit einer DTS-HD 5.1 Master Audio Tonspur daher. Dabei muss man anmerken, dass die Abstimmung von der generellen Akustik des Films und den Passagen, in denen die Musik dazu genutzt wird, um wirklich beängstigende Entwicklungen positiv zu inszenieren, stark zu wünschen übrig lassen. In dieses Szenen ist die Musik fast schon unangenehm laut und droht das Gesagt zu verschlucken. Das stört auf jeden Fall die Rezeption des Films. Ansonsten Sind die Dialoge glasklar. Anderweitige Ansprüche stellt der Film im Grunde nicht.

Extras:
Die Extras lassen auf jeden Fall zu wünschen übrig. Diese belaufen sich auf ein paar Interviews mit den Darstellern und einer Trailershow. Gerade bei einem solchen Thema hätte es sich angeboten, dieses in der Tiefe zu betrachten und gegenwärtige Geschehnisse festzuhalten und im Kontrast zum Film näher zu betrachten.


Fazit:
Mit The Circle haben wir einen Film, der mit seinem Thema nach seiner Zeit das Licht der Welt erblickt. Zu einem früheren Zeitpunkt hätte der Film sicherlich mehr kraft gehabt. Die widersprüchlich agierenden Figuren entziehen ihm letzten Endes noch das restliche Quäntchen, was davon übrig blieb. Wirklich schade.

by Martin Fischer
Bilder © Universum Film