The Bravest - Kampf den Flammen - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.02.2020
Digital VoD: 28.02.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min

The Bravest - Kampf den Flammen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Während eines Feuerwehreinsatzes in einem Restaurant, werden Feuerwehrkapitän Liwei und seine Spezialeinheit von einer gewaltigen Gasexplosion überrascht, die einen der Männer das Leben kostet. Liwei überlebt den Unfall, wird aber seines Ranges enthoben und muss die Einheit verlassen. Einige Wochen später bricht in der städtischen Öl-Raffinerie ein Feuer aus. Nach einer Explosion bedrohen Flammen die riesigen Ölvorräte und Tanks voller tödlicher Chemikalien. Weitere Explosionen könnten eine unaufhaltsame Kettenreaktion auslösen und die ganze Region dem Erdboden gleichmachen. Während die Bevölkerung aus der Stadt flieht, müssen sich Liwei und sein Nachfolger gemeinsam den Flammen stellen, um die Katastrophe zu verhindern.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Mandarin)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - The Bravest - Kampf den Flammen

DVD und Blu-ray | The Bravest - Kampf den Flammen

Blu-ray
The Bravest - Kampf den Flammen The Bravest - Kampf den Flammen
Blu-ray Start:
28.02.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Bravest - Kampf den Flammen The Bravest - Kampf den Flammen
DVD Start:
28.02.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 114 min.

Blu-ray Kritik - The Bravest - Kampf den Flammen

Blu-ray Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 4/10


The Bravest ist einer dieser Filme, bei denen man schon nach den ersten paar Minuten erahnen kann, wie der Film ausgeht. Dem Zuschauer wird hier von Tony Chan ein klassischer Katastrophenfilm verpackt in einer Heldengeschichte präsentiert. Wir bekommen die typischen über-dramatischen Slowmotion Sequenzen gekoppelt mit intensiver musikalischer Untermalung und vielen Nahaufnahmen von heulenden Menschen direkt in der Exposition. Das alles liefert dem Zuschauer schon einen ersten Vorgeschmack auf das, was er noch vor sich hat.

Szene aus The Bravest - Kampf den Flammen
Szene aus The Bravest - Kampf den Flammen © capelight pictures
Das Writing von The Bravest hat sehr viele Schwachstellen. Neben einem Pacing, welches nie Raum zum Atmen lasst und den Zuschauer schon recht bald ermüdet, versagt das Drehbuch auch eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Schon von Anfang an wird zwischen verschiedenen Handlungssträngen rumgesprungen, was an sich kein Problem wäre, aber hier leider dazu führt, dass der Zuschauer zu keinem dieser Handlungen eine Verbindung aufbauen kann. Hinzu kommen sehr aufgeblasene und Klischee behaftete Dialoge und Monologe, welche meistens mehr wie eine Predigt als wie natürliche Gespräche wirken. Diese könnten genauso gut aus einer Werbung stammen. Das führt dazu, dass dem Zuschauer immer wieder bewusst gemacht wird: “Hey, das hier ist ein Film!“ und eine Immersion in das Geschehen verhindert.

Die Regie und Kameraarbeit lassen meist sehr zu wünschen übrig. Dem Zuschauer werden kaum ansprechende Bildkompositionen geboten und durch die häufige Verwendung von handgeführten Kameras wirkt der Film recht ermüdend für die Augen. Durch ständige Höhepunkte und eine Inszenierung, die den Zuschauer immer wieder umhauen möchte, entsteht recht früh das Gefühl einen Werbespot anstelle eines Films zu sehen. Dieses Gefühlt wird vor allem durch das Editing nochmals deutlich verstärkt. Durch unverhältnismäßig häufige Verwendung von Slowmotion erinnert The Bravest fast schon an einen Michael Bay Film und somit eben auch an Werbungen. An einer gewissen Stelle wird dann auf einmal Vertikal mit einer Handykamera gefilmt was die Illusion des Films dann auch vollkommen zerstört. Die Effekte, die einen großen Teil des Films einnehmen, sind meistens auch sehr schwach und erinnern mehr an ein Videospiel als an einen Film.

Szene aus The Bravest - Kampf den Flammen
Szene aus The Bravest - Kampf den Flammen © capelight pictures
Die Sets sind meistens tatsächlich sehr gut gewählt und wirken realistisch.

Die schauspielerischen Leistungen sind hier auch nicht der Rede wert, allerdings doch recht weit über dem Niveau des restlichen Films. Meistens werden die leider recht schlecht geschriebenen Dialoge einigermaßen überzeugend abgeliefert und es sticht auch niemand als besonders schlecht heraus. Dem europäischen Zuschauer könnte es zwar manchmal ein bisschen zu intensiv oder „over-acted“ erscheinen, das ist aber für Filme aus dem asiatischen Raum etwas recht Normales.

Die Filmmusik untermalt die Handlung meist passend, das diese genauso übertrieben und dauernd angespannt ist wie der Rest des Films. Besonders innovativ ist diese aber auch nicht und erinnert in Stellen sehr an andere bekannte Soundtracks.

Szene aus The Bravest - Kampf den Flammen
Szene aus The Bravest - Kampf den Flammen © capelight pictures
Bild
An der Bildqualität ist absolut nichts auszusetzen. Capelight hat hier eine Visuell sehr ansprechende Blu-ray geschafft.

Ton
Wie auch beim Bild, kann man sich beim Ton nicht beschweren. Die Töne sind sehr klar, es sind starke Bässe vertreten und dem Zuschauer wird sowohl eine deutsche Tonspur als auch die Originalversion geliefert.

Extras
Viele Extras sind hier zwar nicht enthalten, bei einem so kleinen Film aber auch nicht zu erwarten. Der Zuschauer bekommt sowohl den Trailer zu The Bravest selbst als auch von vier weiteren Capelight Veröffentlichungen.


Fazit:
The Bravest ist einer dieser Filme, bei denen man den Eindruck bekommt, man würde sich einen sehr langen Werbespot ansehen. Der Zuschauer wird fast zwei Stunden lang mit Explosionen, Slow Motion und klischeehaften dramatischen Momenten bombardiert. Dabei bleibt kaum Raum zum Atmen und man kommt vollkommen erschöpft und zusätzlich leider auch kaum bereichert aus dem Film. Die erhoffte Spannung oder emotionale Verbindung zu den Charakteren wird zudem nicht erreicht, wodurch sich der Film trotz dauerhaft hohem Tempo stellenweise sehr zieht. Trotz allem schafft es der Film stellenweise unterhaltsam zu sein, wobei das meistens eher der lächerlich überzogenen Präsentationsweise zuzuschreiben ist. Für Fans von Katastrophenfilmen ist The Bravest vielleicht einen Blick wert, ansonsten ist er leider weniger empfehlenswert.


by Albert Bailo
Bilder © Alive / capelight pictures