The Beast - Blu-ray

Blu-ray Start: 05.03.2020
Digital VoD: 05.03.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 131 min

The Beast Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der brutale Mord an einem Mädchen, das mit amputierten Gliedmaßen aufgefunden wird, erschüttert ein ganzes Land! Daraufhin werden die beiden rivalisierenden Ermittler Han-su (LEE Sung-min) und Min-tae (YOU Chea-myung) auf den Fall angesetzt. Durch die Festnahme eines Verdächtigen scheint die grausame Tat aufgeklärt und der Mörder gefasst. Min-tae zweifelt jedoch an der Schuld des Angeklagten. Zeitgleich trifft Han-su auf einen Informanten, der den wahren Täter zu kennen verspricht. Doch dieser tötet vor den Augen des Ermittlers einen Drogenhändler und schlägt ihm anschließend einen geheimen Deal vor. Es ist Zeit für Han-su, die richtige Entscheidung zu treffen – wird er den Rachemord des Informanten decken, um zum Mörder des Mädchens zu gelangen?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Constantin Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Koreanisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD

Video on demand - The Beast

DVD und Blu-ray | The Beast

Blu-ray
The Beast The Beast
Blu-ray Start:
05.03.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 131 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Beast The Beast
DVD Start:
05.03.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 126 min.

Blu-ray Kritik - The Beast

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


„The Beast“ ist 130 Minuten lang und in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben. Es geht um einen Polizisten der Mordkommission der südkoreanischen Stadt Incheon. Dieser ist bekannt dafür, dass er schnell einmal ausrastet und auch des öfteren die Regeln dehnt oder sogar über die Stränge schlägt. Nun ist er und eine rivalisierende Einheit des Dezernats mit der Entführung eines jungen Mädchens beauftragt. Wer auch immer schneller den Täter fasst, wird neuer Kapitän der Mordkommission. Eines Tages ist er gerade bei einer alten Informantin im Auto, als diese einen Mann erschießt. Sie bietet ihm die Namen der Täter, wenn er ihr ein Alibi für den Mord gibt. Es beginnt eine Verfolgungsjagd, bei der Moral auf der Strecke bleibt und der Film eröffnet die Frage wer genau denn jetzt das Biest ist.

Szene aus The Beast
Szene aus The Beast © Constantin Film
Südkorea konnte im Kinojahr 2019 mit einigen guten Filmen glänzen. So schaffte es die südkoreanische Produktion „Parasite“ von Regisseur Bong Joon-ho sogar den Academy Award für den Besten Film abzustauben. Auch „The Beast“ kann vor Weltpublikum überzeugen, wenn auch nicht ganz so sehr. Hier in Deutschland wurde er beim Fantasy Filmfest gezeigt und bekam dort gemischte Kritiken.

Ein Punkt, an den man ansetzen kann, ist sicherlich die Brutalität des Streifens. Wer einen schwachen Magen hat oder ausgiebige, „realistisch“ dargestellte Gewalt nicht verträgt, kann definitiv auch nichts mit „The Beast“ anfangen. Hier ist auch nicht die Rede von hochstilisierter Gewalt, wie es etwa ein Quentin Tarantino in seinen Filmen macht. Man kann sie eher mit der pysischen und vor allem auch pyschischen Gewalt eines David Fincher in „Sieben“ vergleichen. Es ist ein Rätsel wie dieser Film mit einer Freiwilligen Selbstkontrolle von 16 Jahren herauskommen konnte.

Szene aus The Beast
Szene aus The Beast © Constantin Film
Nichtsdestotrotz ist der Film technisch sehr gut gelungen. Die Stadt Incheon, welche vor allem durch ihre riesige Industrie bekannt ist, bietet gute Schauwerte für eine Verfolgung inmitten von chinesischer Mafia, Banden und entsetzlicher Kriminalität. Auch narrativer Ebene macht der Film leider ein paar falsche Entscheidungen. Er ist vor allem viel zu lang. Bis der Streifen in die Gänge kommt und mit seiner Hauptgeschichte beginnt, fühlt man sich bereits am Ende der Detektivgeschichte angekommen. Es gibt zudem eine ganze Reihe Nebenhandlungen, die immer mehr die Fahrt aus dem Geschehen nehmen. Das Schlimmste von allem ist jedoch der schiere Unwillen des Protagonisten seinen Mund aufzumachen. Hätte er in jeder Sekunde des Filmes – er kann sich gerne aussuchen in welcher auch immer – einmal mit seinen Kollegen gesprochen und ihnen gesagt was hinter den Kulissen abgeht, hätte es den ganzen Film nicht gebraucht. Das nimmt natürlich den Reiz aus der Geschichte und hinterlässt den Zuschauer mit dem wiederkommenden Gedanken „Sag‘ doch endlich was!“ - das nervt gewaltig.

Es gibt dennoch einige recht schön gemachte Kampfsequenzen. Es ist Reigsseur Lee Jeong-hos erster Film seit fünf Jahren und insgesamt sein dritter Spielfilm. Man merkt, dass ihm ein wenig das Talent der Inszenierung fehlt, welche das Werk sicherlich spannender und besser hätte machen können. Dieser Abwärtsstrudel fühlt sich mehr wie eine überlange Folge koreanisches „CSI“ an, als ein Film der auf dem globalen Markt bestehen kann. So ist es wenig verwunderlich, das „The Beast“ in Deutschland keine regulären Kinostart bekommen hat und direkt auf Blu-ray veröffentlicht wurde.

Szene aus The Beast
Szene aus The Beast © Constantin Film
Bild
Das Bild der Blu-ray ist tadellos sauber und gibt einen schönen Blick auf den gut gefilmten Streifen frei. Die 1080p-Auflösung der Blu-ray ist hierfür ebenfalls einwandfrei geeignet.

Ton
Auch dieser ist nicht sehr auffällig, was bei Ton normalerweise ein positives Zeichen ist. Der Film ist im originalen Koreanisch verfügbar, sowie in der deutschen Synchronisation. Bei dieser ist zwischen den Tonformaten DTS-HD 5.1 und Dolby Digital 2.0 wechselbar. Damit ist für jeden etwas dabei.

Extras
Nicht vorhanden.


Fazit:
Alles in allem ist „The Beast“ ein durchschnittlicher südkoreanischer Thriller, der viel zu lange geht und viel zu viele Nebenhandlungen beherbergt. Wem aber die raue asiatische Unterwelt gefällt und wer sich gerne im moralischen Abwärtsstrudel eines Polizisten, der eigentlich nur das richtige machen möchte, suhlt, wird diesen Film dennoch mögen und sollte nicht abgeschreckt sein.


by Jan Welsch
Bilder © Universal Pictures / Constantin Film