The Autopsy of Jane Doe - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min

The Autopsy of Jane Doe Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Pathologen Tommy und sein Sohn Austin sollen bis zum Morgengrauen die Todesursache einer unbekannten jungen Frau klären, die unter geheimnisvollen Umständen ums Leben gekommen ist. Für Vater und Sohn bedeutet das eine ungewollte Nachtschicht – und zwar die schlimmste ihres Lebens. Denn Jane Doe, wie man nicht identifizierte weibliche Personen nennt, gibt ihnen viele Rätsel auf. Äußerlich weist die Leiche keine Verletzungen auf, im Inneren jedoch wartet ein grausiger Fund nach dem anderen auf die beiden. Plötzlich geschehen Dinge, die sich nicht rational erklären lassen. Und schon bald müssen Tommy und Austin feststellen, dass die Tote viel lebendiger ist, als sie angenommen hatten…

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews, B-Roll-Beitrag, Trailer

DVD und Blu-ray | The Autopsy of Jane Doe

Blu-ray
The Autopsy of Jane Doe The Autopsy of Jane Doe
Blu-ray Start:
20.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
The Autopsy of Jane Doe The Autopsy of Jane Doe
DVD Start:
20.10.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.

Blu-ray Kritik - The Autopsy of Jane Doe

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Die Pathologen Tommy (Brian Cox) und Austin (Emile Hirsch) führen ein Leichenschauhaus als Familienunternehmen. Eines Abends bekommen sie vom örtlichen Sheriff den Auftrag die Obduktion einer Unbekannten unverzüglich vorzunehmen. Die Dringlichkeit dieser Bitte bedeutet eine ungewollte Nachtschicht für die beiden. Das, was sie finden gibt ihnen jedoch Rätsel auf, da das was sie finden in einem eklatanten Widerspruch zum Äußeren der unbekannten Frauenleiche steht. Doch was sie in der Leiche finden, ist nicht das Einzige, was ihnen Kopfschmerzen bereiten sollte, denn es geschehen plötzlich Dinge, die sie sich ebenso wenig erklären können. Eine unheilvolle Nacht steht den beiden bevor.

Sheriff Burke (Michael McElhatton) bringt die Leiche von Jane Doe ins Leichenschauhaus
Sheriff Burke (Michael McElhatton) bringt die Leiche von Jane Doe ins Leichenschauhaus © Universum Film
Bei THE AUTOPSY OF JANE DOE handelt es sich um einen beschaulichen kleinen Horrorfilm, welcher clever gesponnen daherkommt. Dabei spielt er auch mit den genretypischen Elementen des Horrors, ohne dass sie in ihrer Darbietung irgendeiner Weise klischeehaft anmuten würden. Wir haben hier die klassischen Schreckmomente, die gut und sparsam eingesetzt werden, eine zunehmend unheimliche Atmosphäre und die ständige Frage nach einem schlüssigen Zusammenhang des Ganzen. Mehr braucht es im Grunde nicht um eine fesselnde Spannung zu generieren.

Dabei ist der Handlungsaufbau streng chronologisch und konzentriert sich auf einen einzigen Handlungsort. Das hat für diese Art von Film den Vorteil die Zusammenhänge über die Limitation von Raum und Zeit zu verschleiern. Das gelingt an dieser Stelle vorzüglich. Erst zum Schluss des Films wird einem klar, was das Ganze wirklich soll. So wird eine sehr dichte Atmosphäre geschaffen, die eine stetige Spannung beim Zuschauer erzeugt. Sicherlich zeigt der Film nichts wirklich Neues und ist damit auch nicht wirklich bahnbrechend. Das muss der Film aber auch nicht sein. Er hat nämlich alles, was man für einen spannungsreichen Filmeabend vor dem heimischen TV braucht.

Pathologe Tommy (Brian Cox)
Pathologe Tommy (Brian Cox)... © Universum Film
Die Eingeschränktheit der Mittel bedingt dabei auch, dass der Film quasi zu einer Two-Man-Show wird. Dabei schlagen sich Cox und Hirsch ganz gut, wobei bei Cox mit der ganzen Sache ein wenig zu souverän umgeht. Daraus entsteht ein Konflikt zwischen den Handlungen und den suggerierten Annahmen seiner Figur. Das führt dazu, dass dem Zuschauer und Zuschauerinnen die emotionale Synchronisation mit seiner Figur durch sein Spiel weitgehend verwehrt wird. Das ist schade, denn dadurch hätte die Spannung noch um ein Vielfaches gesteigert werden können. Demgegenüber bringt Hirsch mit seinem routinierten Spiel schon eher die Befangenheit durch die Situation rüber. Dadurch jedoch, dass es nur die beiden sind, die auf dem Bildschirm agieren, strahlt das etwas stumpfe Spiele von Cox auch auf die Performance von Hirsch aus.

Das Hauptaugenmerk scheint hier vor allem au dem Setting zu liegen, denn hier findet sich der Ursprung für die oben beschriebene und gelobpreiste Atmosphäre des Films. Allein die Einrichtung des Leichenschauhauses ist für sich allein genommen bereits äußerst unheimlich. Lange Gänge, Totenstille und viele Schatten. Dabei sieht es außerhalb des Obduktionssaals teils sogar sehr wohnlich aus. Auf der einen Seite haben wir die Sterilität des Obduktionssaals und auf der anderen Seite haben wir die persönliche Note der Protagonisten, die allein durch das Setting transportiert wird. Diese Widersprüchlichkeit des Ortes ist erzählt bereits eine eigene Geschichte, welche durch die clevere Story des Films aufgefüllt wird bzw. die Spannung der verschleierten Zusammenhänge noch verstärkt.

Austin (Emile Hirsch)
... und sein Sohn Austin (Emile Hirsch) © Universum Film
BILD:
Das Bild der Blu-ray kommt mit einer enormen Detailschärfe daher. Hier ist nicht viel zu beanstanden. Der Detailgrad kann dabei sowohl in hellen als auch in dunklen Passagen aufrechterhalten werden.

TON:
Hier kann die Blu-ray wirklich punkten. Die Mischung aus Stille, schauriger Musik und die wohldosierten Schreckmomente wird durch den Ton der Blu-ray ordentlich transportiert, sodass von der Warte her kaum Abstriche gemacht werden müssen. Da schmerzt es auch nicht, dass die Blu-ray „nur“ mit einer DTS-HD 5.1 Tonspur daherkommt.

BONUS:
Was die Extras angeht, lässt sich nicht wirklich viel Meckern. Hier wird zwar der Standard abgespult, doch bei dem Ausmaß des Films ist eigentlich auch nicht wirklich viel mehr zu erwarten. So haben wir ein paar Interviews, einen unkommentierte B-Roll-Beitrag und ein paar Trailer.


Fazit:
Mit THE AUTOPSY OF JANE DOE haben wir einen kleinen, feinen Horrorfilm, der vor allem durch seine Atmosphäre punkten kann. Von dem Spiel der beiden Hauptdarsteller hätte man vielleicht etwas mehr erwarten können, doch weiß der Film mit seinem wohldosierten Einsatz der genretypischen Elemente und einer recht unvorhersehbaren Auflösung punkten. Für einen gemütlichen Horrorabend auf der Couch, kann man den Film ruhigen Gewissens empfehlen.

by Martin Fischer
Bilder © Universum Film