Teen Spirit - Blu-ray

Blu-ray Start: 12.03.2020
Digital VoD: 12.03.2020
FSK: 6 - Laufzeit: 92 min

Teen Spirit Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Teen Spirit erzählt von Violet (Elle Fanning), einer schüchternen jungen Frau, die auf der Isle of Wight lebt und von einer Karriere als Popstar träumt, um so dem Mief und der Enge sowie ihrer zerrütteten Familie zu entkommen. Mit der nicht ganz freiwilligen Hilfe eines Mentor nimmt sie schließlich an einem Gesangswettbewerb teil, bei dem sie es allen beweisen will.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurettes, Promoclips, Hinter den Kulissen, Musikvideos, Audiokommentar

Video on demand - Teen Spirit

DVD und Blu-ray | Teen Spirit

Blu-ray
Teen Spirit Teen Spirit
Blu-ray Start:
12.03.2020
FSK: 6 - Laufzeit: 92 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Teen Spirit Teen Spirit
DVD Start:
12.03.2020
FSK: 6 - Laufzeit: 88 min.

Blu-ray Kritik - Teen Spirit

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 9/10


Violet (Elle Fanning) singt zwar schon seit einiger Zeit und hat viel Talent, aber in der Bar, in der sie singt, ist das Publikum sehr überschaubar. Einzig und allein Vladimir (Zlatko Buri?), ein ehemaliger Opernsänger, hat ihr Talent erkannt. Als auf einmal ein offenes Casting der Talentshow „Teen Spirit“ stattfindet, steigern sich ihre Chancen auf eine erfolgreiche Karriere.

Elle Fanning in Teen Spirit
Elle Fanning in Teen Spirit © Eurovideo
„Teen Spirit“ ist ein Drama, mit vielen Gesangseinlagen. Violet steht bei den Anfängen ihrer Karriere und der Film zeigt in einem sehr gemächlichen Tempo, wie ihr allgemeiner Alltag aussieht und was sie mit der Musik verbindet. Von dem Casting erfährt man erst ab der zweiten Hälfte, sodass der Zuschauer ein deutliches Bild von der Protagonistin bekommt. Da sie eine extrem introvertierte Persönlichkeit hat, hält sie sich von allen Konflikten fern. Der Film etabliert sie eindeutig als Außenseiterin, die oftmals von ihren Mitschülerinnen verstoßen wird und sonst keine Freunde hat. Zu ihrem Vater hat sie keinen Kontakt und ihre Mutter hält von dem Musikgeschäft überhaupt nichts. Nur Vladimir hält zu ihr, auch wenn der Film nicht so genau weiß, welche Rolle ihm zugeschrieben wird. Anfangs wirkt er noch so, als hätte er perverse Hintergedanken, da diese Vermutung nicht dementiert wird, bleibt er erstmal negativ konnotiert. Violet kommt aber wieder auf ihn zurück, da sie ihn mit zum Casting nehmen muss.

Die Talentshow „Teen Spirit“ ist an sich keine Neuerfindung, passt trotzdem in den Film. Der Casting-Prozess läuft dabei ziemlich vorhersehbar ab, bricht aber an einer Stelle. Von diesem Zeitpunkt an könnte man meinen, dass sich aus dem Film ein noch viel interessanteres Drama entwickelt, da sich die Protagonistin extrem verändert. Leider verlässt der Film diese Spur nach einer kurzen Zeit wieder. Der Grund dafür wirkt dazu auch noch sehr konstruiert, sodass der Film bis zum Ende wieder konventionell wird. Gegen Ende gibt es dann noch einen Konflikt zwischen Violet und Vladimir, der nicht unbedingt hätte sein müssen, da er nach einigen Szenen wieder endet. Tatsächlich aber ändert sich zum Schluss das Bild von Vladimir, da er mehr Hintergrundgeschichte bekommt. So wirkt er rückblickend dann doch noch als interessanter Charakter, auch wenn man ihm diese Tiefe schon früher hätte geben müssen.

Violet (Elle Fanning) singt
Violet (Elle Fanning) singt © Eurovideo
Neben den inhaltlichen Schwächen hat der Film aber eine riesige Stärke: Die Musikeinlagen sind allesamt wundervoll. Meistens sind die gesungenen Lieder mit wunderbaren Choreografien oder Montagen visualisiert und die machen echt Spaß. Alle Lieder wurden von Elle Fanning selbst gesungen und sie hat ein wirkliches Talent. Sie steigert sich vor allem von Lied zu Lied, sodass der Film einen atemberaubenden, musikalischen Höhepunkt hat.

Inszeniert wurde der Film von Max Minghella und ist sein Debütfilm. Wenn er sich weiter auf dieses Genre fokussiert, ist noch Großes von ihm zu erwartet. Elle Fanning („Der seltsame Fall des Benjamin Button“/„Jahrhundertfrauen“) leistet in dem Film die Hauptaufgabe. Neben ihrem musikalischen Talent ist seine eine wunderbare Schauspielerin. Ihre Entwicklung ist äußerst authentisch gespielt, sodass ihre Reise sehr glaubwürdig wirkt. Zlatko Buri?s („2012“/„Pusher“-Trilogie) Figur durchnimmt zwar eine komische Reise, wird aber dann doch zu einer interessanten Persönlichkeit. Rebecca Hall („Iron Man 3“/„The Prestige“) ist allerdings komplett verschwendet. Sie wird ganz zum Schluss als Antagonistin dargestellt, in dem sie das Musikgeschäft verkörpert. Leider wirkt ihr Handlungsstrang sehr konstruiert. Man hätte sie deutlich früher und mit mehr Tiefe etablieren müssen.
Violet (Elle Fanning)
Violet (Elle Fanning) im Auto © Eurovideo
Bild:
Die Qualität des Bildes ist komplett fehlerfrei. Vor allem die Musikszenen haben sehr kräftige Farben und generell ist der Film eher hell. In den dunklen Szenen tritt kein Rauschen auf und der Film hat gute Schwarzwerte.

Ton:
Der Ton wurde auf DTS HD 5.1 abgemischt und weist keinerlei Mängel auf. Die Musikstücke hören sich alle wunderbar an. Im Deutschen wurden alle Lieder nicht synchronisiert, sodass es keinen stimmlichen Unterschied gibt.

Extras:
Auf der Blu-ray lassen sich nicht nur Trailer und die einzelnen Musikvideos finden, sondern auch Blicke hinter die Kulissen, Featurettes und Audiokommentare vom Regisseur und den Produzenten Fred Berger („La La Land“/„Destroyer“) und Jamie Bell („Snowpiercer“/„Skin“).


Fazit:
„Teen Spirit“ ist ein schönes Drama mit einigen Musikeinlagen. Die inhaltliche Qualität ist zwar an einigen Stellen eher mittelmäßig, dafür hat der Film eine unglaubliche Atmosphäre, die vor allem von der Protagonistin kreiert wird.


by René Fischell
Bilder © Eurovideo




Teen Spirit - Trailer