Tarzan - Blu-ray

Blu-ray Start: 30.10.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min

Tarzan Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Auf einer Afrikareise stürzen John Greystroke, seine Frau und sein kleiner Sohn im Dschungel mit ihrem Hubschrauber ab. Eine Gruppe Gorillas findet im Wrack einen kleinen Jungen, Tarzan. In seiner neuen Familie wächst er heran und lernt, sich gegenüber den männlichen Gorillas zu behaupten. Fast zehn Jahre vergehen, bis Tarzan wieder auf einen Menschen trifft: die mutige und schöne Jane Porter. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch ihr Glück währt nicht lange. Der Unternehmer William Clayton, der Jane bei ihrem Besuch in Afrika begleitet hat, verfolgt eigennützige Pläne. Jane und Tarzan geraten in seine Schusslinie. Jetzt muss Tarzan all seine im Dschungel erworbenen Fähigkeiten und seinen Verstand einsetzen, um seine Heimat zu retten und die Frau, die er liebt.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment / Constantin Film
Tonformate:
DTS-HD High Resolution 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of (ca. 12 Min.), Making of International in engl. (ca. 10 Min.), Akrobatik für den Lianenschwung (ca. 7,5 Min.), Der verrückte Affendreh (ca. 7 Min.), Interviews (ca. 19 Min.), Trailer Deutsch, Trailer Englisch

DVD und Blu-ray | Tarzan

Blu-ray
Tarzan Tarzan
Blu-ray Start:
30.10.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
30.10.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min.
DVD
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DVD Start:
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Blu-ray Kritik - Tarzan

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Als die Familie Greystoke mit dem Hubschrauber im afrikanischen Dschungel abstürzt, überlebt nur der kleine Sohn das Unglück. Von Gorillas gefunden und aufgezogen, wächst er unter ihresgleichen zu „Tarzan" heran. Fast zehn Jahre vergehen, bis Tarzan wieder auf einen Menschen trifft: die mutige und schöne Jane Porter. Es ist die Liebe auf den ersten Blick, doch ihr Glück währt nicht lange, denn Janes Begleiter, der Unternehmer William Clayton, verfolgt eigennützige Pläne. Jetzt muss Tarzan all seine Fähigkeiten und seinen Verstand einsetzen, um seine Heimat zu retten und die Frau, die er liebt.

Kritik:
Edgar Rice Burroughs erdachte Figur mit dem Namen Tarzan, tauchte erstmals im Jahr 1912 in der Geschichte „Tarzan bei den Affen“ (OT: „Tarzan of the Apes“) auf. Der interessante Charakter kam bei den Lesern derart gut an, das knapp zwei Jahre später bereits die erste Buchausgabe erschien, welcher insgesamt 23 weitere Fortsetzungen folgten. Neben richtig vielen Büchern, Comics und Verfilmungen, ist inzwischen sogar ein Musical erschienen, welches am 10. Mai 2006 seine Uraufführung hatte und aktuell in Stuttgart besucht werden kann. Das Musical von David Henry Hwang basiert dabei auf der gleichnamigen Disneyverfilmung , für die Phil Collins die Musik komponierte und auch die Liedtexte schrieb. Genau diese Disneyverfilmung ist es letztlich auch, die seit 1999 das Maß der Dinge in Bezug auf Tarzan-Verfilmungen darstellt, die es bei einem weltweiten Einspielergebnis von knapp 450 Millionen Dollar zu toppen gilt. Exakt dies hat nun der deutsche Filmemacher, Produzent und Autor Reinhard Klooss („Konferenz der Tiere“) gewagt – ob seine Tarzan-Adaption gelungen ist, decken wir hier nun auf.

Der Film ist inhaltlich an den Stoff von Edgar Rice Burroughs angelehnt, genehmigt sich allerdings einige Freiheiten: „Tarzan“ beginnt mit einem großen Knall, nämlich exakt dem, der die Dinosaurier aussterben ließ, als ein großer Meteorit auf die Erde stürzt. Genau dieser außergewöhnliche Meteorit ist es auch, welcher der New Yorker Geschäftsmann John Greystoke (Mark Deklin) im Urwald zu finden gedenkt, steckt dieser doch voller außerirdischer Energie, die sich prima nutzen ließe, um ganze Städte mit Strom zu versorgen. Doch so sehr Greystoke das massive Gestein mit seinem Partner Porter (Les Bubb) auch sucht, sie können es im Großstadtdschungel nicht finden, weshalb er beschließt, gemeinsam mit seiner Frau Alice (Jaime Ray Newman) und seinem kleinen Sohn Jayjay, wieder in die Zivilisation zurückzukehren. Doch auf dem Rückflug stürzt Greystokes Helikopter ab und nur Jayjay kommt mit dem Leben davon. Schließlich findet ein Gorilla-Weibchen den Kleinen, nimmt diesen in ihre Herde auf und zieht ihn groß. Der Rest der Geschichte dürfte hinlänglich bekannt sein: Tarzan (Kellan Lutz) trifft auf Jane (Spencer Locke), welche den skrupellosen Unternehmer Clayton (Trevor St. John), der obendrein auch noch der neue CEO von Geystoke Energies ist, im Schlepptau hat. Dieser verfolgt natürlich eigene Pläne und gedenkt, den lang verschollenen außerirdischen Meteoriten endlich zu finden – notfalls auch mit Waffengewalt.

Inhaltlich reißt einen die Geschichte, die zwar durch den eingebundenen Meteoriten etwas aufgefrischt beziehungsweise aufgepeppt wurde, inzwischen nicht mehr vom Hocker. Zu vorhersehbar ist der Plot, zu blass bleiben dessen Charaktere und auch die Umsetzung lässt oftmals sehr zu wünschen übrig. Anzuführen wäre hier vor allem Jane Porter, die nur zu existieren scheint, damit Tarzan ihr ständig aus der Patsche hilft. Mal wird sie von einer Schlange gebissen, von Wildtieren bedroht, gefangen genommen, oder stürzt gar von einer Klippe – aber egal was kommt, Tarzan ist stets zur Stelle um seine holde Jungfer aus der Not zu retten. Technisch betrachtet will der Funke ebenfalls nicht so richtig überspringen, auch wenn zum Teil das aufwendige Motion-Capturing-Verfahren eingesetzt wurde. Hierzu schlüpfte unter anderem Kellan Lutz („Twilight-Saga“) in den hautengen Motion-Capture-Anzug und lieh in der englischen Originalfassung dem König des Dschungels sogar seine Stimme. Das Ergebnis kann jedoch nicht vollauf, sondern nur teilweise überzeugen. Die Flora und Fauna der Dschungelwelt sind zwar ganz schick umgesetzt, allerdings wurden die Gorillas nicht überzeugend genug animiert. Zudem kommt es gelegentlich zu leichtem Kantenflimmern und passagenweise, beispielsweise beim Vulkanausbruch und der dort gezeigten Lava, wird das Bild sogar etwas matschig/pixelig. Der Transfer kann vermutlich nichts dafür, das ist wohl der Rechenpower der Animationsabteilung zuzuschreiben, die offensichtlich manchmal einfach nicht ausreichend genug war.

Qualitativ kann sich der Bildtransfer, der hier im Seitenverhältnis von 2.40: 1 (16:9) vorliegt, ansonsten aber sehen lassen und wartet mit einer exzellenten Schärfe auf. Die Farben sind natürlich, der Kontrast ist ordentlich und auch am Schwarzwert gibt es nichts auszusetzen. Ein Transfer, der bis auf die kleinen Qualitätsmakel, nicht viel Anlass zur Kritik gibt. Beim Sound sieht es ebenfalls rosig aus, denn der deutsche sowie auch der englische Originalton liegen in sattem DTS-HD 5.1 vor, der erstaunlich aggressiv abgemischt wurde. Die Effekte sind auf alle Kanäle gleichermaßen gut verteilt worden und auch der Tieftonkanal bekommt hier reichlich zu tun, vor allem dann, wenn es in die geheimnisvolle Meteor-Höhle geht oder der Vulkan auf der Dschungelinsel ausbricht. Das Einzige was bei der akustischen Umsetzung bemängelt werden kann, ist der Song „Paradise“ von Coldplay, der gespielt wird, als sich Tarzan und Jane etwas näher kommen, der hier einfach deplatziert wirkt. Ansonsten ist aber die Vertonung, für die bei der deutschen Version sogar einige prominente Sprecher wie Alexander Fehling (Tarzan), Lena Meyer-Landrut (Jane), Wigald Boning (Porter), Kai Wiesinger (Clayton) oder Ben Becker (Erzähler) verpflichtet wurden, richtig gut.

Einige Extras haben es auch auf die Scheibe geschafft, allerdings ist das Bonusmaterial etwas übersichtlich ausgefallen. Das Herzstück ist hier das „Making-of“ (ca. 12 min.), welches einige Hintergrundinformationen zur Produktion beisteuert, dabei jedoch sehr werbelastig ausgefallen ist. Unter dem Menüpunkt „Making-of International in Englisch“ (ca. 11 min.) verbirgt sich leider exakt das gleiche Special, mit dem einzigen Unterschied, dass hier die deutschen Sprecher nicht enthalten sind. In „Akrobatik für den Lianenschwung“ (ca. 7 min.) könnt ihr hingegen einen Blick auf die Motion-Capturing-Aufnahmen von Darsteller Kellan Lutz sowie Spencer Locke werfen, während sich „Der verrückte Affendreh“ (ca. 7 min.) mit den computergenerierten Gorillas beschäftigt. Abschließend sind auch noch neun „Interviews“ (ca. 19 min.) enthalten, die leider kaum etwas Nennenswertes zur Produktion beisteuern, ein „Trailer in Deutsch und Englisch“ (ca. 4 min.) sowie ein Wendecover enthalten.

Fazit: Reinhard Klooss Version von „Tarzan“ hat mich leider nicht vom Hocker gerissen, weder technisch noch inhaltlich. Der Film bietet zwar eine ganz passable Unterhaltung, wenn es draußen mal wieder regnet, aber selbst dann, würde ich bei einer zweiten Sichtung eher das Disney-Pendant von 1999 bevorzugen.

by Roland Nicolai
Bilder © Paramount Home Entertainment / Constantin Film