Sweet Desire - Süßes Verlangen - Blu-ray

Blu-ray Start: 14.02.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min

Sweet Desire - Süßes Verlangen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die 19-jährige Geigerin Belle lebt in einem kleinen Dorf, in einem Umfeld, das sie sexuell überfordert. Ihr größter Wunsch ist es, an der Musikhochschule zu studieren, doch ihrem Spiel fehlt wahre Leidenschaft. So lässt sich die schüchterne Belle auf ein erotisches Abenteuer mit einem Unbekannten ein und begibt sich auf eine sinnliche Entdeckungsreise in eine neue Welt voller Begierden ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Niederländisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Sweet Desire - Süßes Verlangen

Blu-ray
Sweet Desire - Süßes Verlangen Sweet Desire - Süßes Verlangen
Blu-ray Start:
14.02.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Sweet Desire - Süßes Verlangen Sweet Desire - Süßes Verlangen
DVD Start:
14.02.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

Blu-ray Kritik - Sweet Desire - Süßes Verlangen

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 4/10


Die höchst ambivalente Beziehung von Sex und Kunst wurde im Kino schon oft untersucht, so wurde Natalie Portman in „Black Swan“ beispielsweise in ein beunruhigendes Geflecht aus albtraumhaftem Ballett und düsterer Lust gezogen. Und auch die Literatur der Hauptfigur (gespielt von der wunderbaren Charlotte Rampling) aus François Ozons „Swimming Pool“ wurde erst durch die lustvolle Mitbewohnerin möglich. Im Jahr 2010 hat sich die niederländische Regisseurin Mischa Kamp ebenfalls an einem solchen Thema versucht und nutzt als Handlungsraum eine renommierte Musikhochschule.

Für das gesamte Umfeld der 19-jährige Violinistin Belle (Anna Raadsveld) scheint Sex gerade die einzig erstrebenswerte Beschäftigung zu sein. Ein Umstand, der das Leben der jungen Musikerin und Jungfrau nicht gerade einfach gestaltet. Als sie sich entscheidet, ihr Heimatdorf zu verlassen und sich der Aufnahmeprüfung einer renommierten Musikhochschule zu stellen, geschieht etwas Seltsames: Sie hat einen überaus intimen Moment mit einem völlig Fremden, den sie später nicht einmal identifizieren kann und ist auf einmal zu einem solch leidenschaftlichen Violinspiel befähigt, dass sie die erste Runde der Auswahl problemlos meistert. Belle erkennt, dass es zwischen dem Sex und ihrer Musik eine unleugbare Verbindung gibt, die sie fortan zu erforschen beginnt...

Zugegeben, schon die Grundidee entbehrt nicht eines gewissen Potentials an unfreiwilliger Komik. Dennoch hätte man das den Zuschauer durch eine intelligente Inszenierung durchaus vergessen lassen können – „Black Swan“ funktioniert trotz vergleichbarem Inhalt beispielsweise ja auch wunderbar. Mischa Kamp weiß mit der „Sex-als-Geigenspielhilfe“-Idee jedoch nicht viel mehr anzufangen, als sie so oft wie möglich voyeuristisch auszuschlachten, was zu einer Vielzahl völlig sinnentleerter und für die Story in keinster Weise relevanter Sexszenen führt. Diese sind zugegebenermaßen recht offenherzig und explizit inszeniert – so gibt es auch mal einen echten Penis zu sehen -, können aber dennoch weder provozieren noch begeistern. Da wartet man als Zuschauer lieber auf Lars von Triers „Nymphomaniac“. Negativ fällt auch die Kameraarbeit auf, die nur selten für echte Filmbilder sorgt und ästhetisch oftmals ein wenig zu sehr am Look eines Billig-Pornos kratzt (möglicherweise Absicht?). Lediglich Hauptdarstellerin Anna Raadsveld kann einigermaßen überzeugen und erweckt die sexuell und künstlerisch verunsicherte Belle recht glaubhaft zum Leben. Sie schafft es auch, die erkennbaren Coming of Age-Ambitionen des Filmes dezent in ihr Spiel zu integrieren, was „Sweet Desire“ um eine zusätzliche Ebene erweitert. Als Drama will der Film aber dennoch nicht funktionieren, dafür sind die Probleme der Protagonistin zu banal und vorhersehbar. Wer einen guten Film über das Leben einer Jugendlichen in unserer übersexualisierten Welt sehen will, sollte daher lieber zu Maja Milos beeindruckendem Drama „Clip“ greifen.

Die Bildqualität von „Sweet Desire“ ist in Ordnung, auch wenn hier aufgrund der lediglich durchschnittlichen Kameraarbeit visuell nicht allzu viel erwartet werden sollte. Der Ton ist (zumindest in der deutschen Fassung) leider weitaus weniger überzeugend geraten und kommt den gesamten Film über seltsam blechern daher. Extras gibt es leider keine.
Info: Aufgrund einer unklaren Rechtslage bezüglich der Musik in „Sweet Desire“ mussten die Songs in der deutschen Fassung ausgetauscht werden. Da selbiges mit der Originaltonspur nicht möglich war, wurde auf diese verzichtet.

Fazit:
Alles in allem handelt es sich bei „Sweet Desire“ um ein enttäuschendes Erotik-Drama, dass auch durch seine zahlreichen pseudo provokativen Sexszenen nicht gegen die inhaltliche und formale Belanglosigkeit anzukommen vermag.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Alive / Capelight Pictures