Suicide Kings - limitiertes Mediabook - Blu-ray

Blu-ray Start: 21.02.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min

Suicide Kings - limitiertes Mediabook Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nimm keinen Gangster als Geisel! Fünf Yuppies kidnappen Mafioso Carlo Bartolucci (Christopher Walken). Mit ihm wollen sie eine entführte Freundin freikaufen. Der allglatte Carlo ahnt, dass einer ein Verräter ist, und sät Zwietracht. Derweil sucht sein brutaler Handlanger Lono (Denis Leary) die Täter. Es entsteht ein geniales Katz-und-Maus-Spiel.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Turbine Medien
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Neue Interviews in HD* mit Regisseur Peter O´Fallon (ca. 19 Min.), Drehbuchautor Wayne Allan Rice & Peter O´Fallon (ca. 48 Min.), Kameramann Christopher Baffa (30 Min.), Cutter Chris Peppe (13 Min.), Alternative Enden mit Regie-Kommentar* (ca. 17 Min.), Storyboard-Film-Vergleich (ca. 1 Min.), Hinter den Kulissen (PiP) (ca. 2 Min.), Trailer (US) mit Regie-Kommentar* (5 Min.), TV-Spot (US), Kinotrailer (D in HD), Audiokommentar von Peter O´Fallon & Wayne Allan Rice

Video on demand - Suicide Kings

DVD und Blu-ray | Suicide Kings - limitiertes Mediabook

Blu-ray
Suicide Kings - limitiertes Mediabook Suicide Kings - limitiertes Mediabook
Blu-ray Start:
21.02.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.

zur Blu-ray Kritik

Blu-ray Kritik - Suicide Kings - limitiertes Mediabook

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 7/10


Denkt man in der Filmwelt an die Mafia, dauert es nicht lange, bis man in Erinnerung an große Mafia-Epen à la DER PATE oder gar kürzlich THE IRISHMAN schwelgt. Doch diese Grundthematik braucht wahrlich nicht immer ein mehrstündiges Gewand epischer Geschichten und kann abgespeckt auch für gänzlich anders fokussierte Erzählungen dienen. Eine solche erzählt Peter O’Fallon in seinem Psychothriller SUICIDE KINGS.

SUICIDE KINGS startet ab dem 21.02.2020 in einem limitierten Mediabook erstmals auf Blu-ray. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben und geht 107 Minuten. Wie sich das Mediabook und die erste Full-HD-Fassung dieses Streifens präsentieren, erfahrt Ihr in unserer Kritik.

Christopher Walken in Suicide Kings
Christopher Walken in Suicide Kings © Turbine Medien
SUICIDE KINGS startet im A/B-Schnitt und lichtet dabei einerseits die erste Begegnung zwischen Mafiaboss Carlo Bartolucci/Charlie Barret (Christopher Walken; DIE DURCH DIE HÖLLE GEHEN) und einer kleinen Truppe Mittzwanziger ab und parallel deren Vorhaben und Training zur Entführung Barrets. Wenig später findet diese Entführung statt und Barret sieht sich gefesselt auf einem Stuhl.

Man zeichnet ab hier an vor allem in der ersten Hälfte des Films jedoch keinen stereotypischen übermächtigen Mafioso, dem im Bruchteil einer Sekunde sofort blutige Rachegedanken in den Kopf schießen, geschieht etwas gegen seinen Willen. Barret wirkt geläutert. Er selbst ist es, der zu Anfang sagt, dass seine jungen Entführer jetzt wohl schon allesamt tot auf dem Boden lägen, wäre er etliche Jahre früher in diese Situation geraten. Stattdessen nimmt er eine beobachtende Position ein, die letztlich innerhalb der Exposition seiner Figur schon fast dafür sorgt, keine hinreichende, ihm zugehörige gesellschaftliche Machtstellung zu etablieren wie man es beispielsweise von den Corleones kennt. Es ist aufgrund seiner Position, seiner Optik und seines Alters trotzdem selbstredend, dass er durchaus ein gewisses Rache- und Gerechtigkeitsverständnis hat. In dieser ersten Hälfte wirkt er noch verhältnismäßig gelassen, obwohl ihm ein Finger abgeschnitten wurde; er scherzt, widerspricht, macht Anweisungen und leistet keinen körperlichen oder gewaltsamen Widerstand. Dies liegt daran, dass er sich trotz seines respektvollen Umgangs mit seinen Peinigern derer überlegen sieht, was sich schon in seinem Kostüm und der frei hängenden und nicht miteingeklebten Krawatte und spätestens bei denen von ihm individuell angefertigten psychologischen Profilen äußert. Er sieht, dass er eine bunte Mischung aus Charakteren vor sich hat, die nicht übermäßig eingespielt und für ihn aus diesem Grund eher als blutige Anfänger einzuordnen ist. Als der Mafiaboss Informationen über einen möglichen Insider innerhalb der Gruppe einstreut, ändern sich im Gleichschritt auch sein Auftreten und seine Kommunikation. Walken leistet hier gute Arbeit, wird mit ihr aber keineswegs überanstrengt. Figur und Rolle profitieren in erster Linie von der Castqualität. Das lässt sich auch über die kleineren Nebenrollen sagen, aus denen in besonderem Maße Barrets Mitarbeiter Lono Veccio (Denis Leary; THE AMAZING SPIDER-MAN) hervorsticht.

Denis Leary in Suicide Kings
Denis Leary in Suicide Kings © Turbine Medien
Insgesamt ist auffällig, dass sich SUICIDE KINGS, der auf der Kurzgeschichte „The Hostage“ von Don Stanford basiert, unsicher und desorientiert verhält, geht es darum, den eigenen emotionalen wie atmosphärischen Grundton zu finden. Man springt nicht nur im Score zwischen verschiedenen und konträr gelagerten Emotionen, was in direktem Gegenspruch zu dem in seinem Kern reichlich schwindelerregenden Plot steht, sondern auch im Drehbuch. SUICIDE KINGS ist lasch und macht sich keinen Gefallen mit seinem Umgang mit Humor. Trotzdem ist ein Negativgeschäft im US-amerikanischen Box Office bei derart geringen Produktionskosten nicht gerecht. In seinen besten Momenten erinnert der erste und bisher letzte Kinofilm O’Fallons, der viel häufiger für das Fernsehen als für das Kino arbeitet, leicht an Züge Tarantinos (vgl. Autofahrt-Dialog zwischen Mitarbeitern [Haifisch-Stiefel]) und zeigt ein feines Händchen für das Spiel mit der Kamera.

Das jedoch einzige wirklich dramatische Element der Erzählung ist jenes, das hinter der Identifikation des Insiders steckt, und damit den Weg für einen Twist ebnet, der dem Zuschauer rein unterhaltend nichts Neues bietet, aber doch funktioniert, und dem Film wenigstens die Möglichkeit zur Farbannahme offeriert.

Henry Thomas, Johnny Galecki und Jeremy Sisto in Suicide Kings
Henry Thomas, Johnny Galecki und Jeremy Sisto in Suicide Kings © Turbine Medien
Bild
Das Bild erscheint wenig überraschend in 1.920 mal 1.080 p in einem Ansichtsverhältnis von 1.85:1 und ist deutlicher schärfer als auf den bisher existenten Versionen. Schärfewerte sind gut annehmbar und auch die Farbgebung stimmt in den meisten Einstellungen.

Ton
Die deutsche liegt wie auch die englische Tonspur in einem DTS-HD MA 5.1 vor. Die neue Tonspur zeigt sich auch hier ausgewogener als die der DVD und bietet eine gute Balance zwischen Sound und Wort, bleibt in anspruchsvolleren tonalen Einlagen aber etwas platt.

Extras
Bei zusätzlichen Inhalten wurde nicht gespart:
Neue Interviews mit Regisseur Peter O'Fallon, Drehbuchautor Wayne Allen Rice, Kameramann Christopher Baffa und Cutter Chris Peppe, alternative Enden mit Regie-Kommentar, ein Sound-Tutorial der Tunnelszene, ein Storyboard-Film-Vergleich, Behind The Scenes, der US-amerikanische Trailer (inklusive Regie-Kommentar) und TV-Spot, der deutsche Kinotrailer und extra Audiokommentare von Peter O'Fallon und Wayne Allen Rice. Besonders einige der analytischen Inhalte, aber auch das Sound-Tutorial und das Storyboard sind interessant, wenn in letzterem Falle auch sehr kurz.
Das Booklet ist angenehm textlastig, was nicht zuletzt daran liegt, dass der Film kein endloses Booklet-geeignetes Bildmaterial oder ikonische Momente bietet. Die Seiten wirken wertig und auch Cover und Backcover machen einen gut produzierten Eindruck.


Fazit:
SUICIDE KINGS bricht trotz des hoffnungsvollen Beginns und der Figur Walkens an einer schwammigen Gangart, kann nur vereinzelt seine Handlung dramatisieren, aber verliert nie gänzlich alle Schauwerte.


by Denis L. Klemm
Bilder © Turbine Medien