Stoker - Die Unschuld endet - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.09.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min

Stoker - Die Unschuld endet Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall ihres Vaters (Dermot Mulroney), taucht Indias (Mia Wasikowska) Onkel Charlie (Matthew Goode), dessen Existenz ihr bis dahin unbekannt war, auf, um bei ihr und ihrer psychisch labilen Mutter (Nicole Kidman) zu leben. Schon kurz nach seinem Einzug vermutet sie, dass dieser mysteriöse und charmante Mann Hintergedanken hegt. Doch anstatt darüber empört zu sein oder gar Angst vor ihm zu haben, beginnt India, die sonst keine Freunde hat, immer mehr für ihn zu schwärmen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Englisch)
DTS 5.1 (Deutsch, Französisch)
Untertitel:
Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Entfallene Szenen
- Die Enstehung des Films
- Fotografien von Mary Ellen Mark
- London Curzon Soho Theatre
- Hinter den Kulissen
- Original Kinotrailer & TV Spots

DVD und Blu-ray | Stoker - Die Unschuld endet

Blu-ray
Stoker - Die Unschuld endet Stoker - Die Unschuld endet
Blu-ray Start:
20.09.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Stoker - Die Unschuld endet Stoker - Die Unschuld endet
DVD Start:
20.09.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Stoker - Die Unschuld endet

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Park Chan-wook entspricht wohl dem, was man pauschal als gehypten Regisseur bezeichnen könnte. Sein Film „Oldboy“ ist längst zum Kultfilm avanciert und bekommt mittlerweile ein Hollywood Remake spendiert, was schon ein erster Indikator dafür war, dass Chan-wook trotz seines eigenwilligen Stils, durchaus auch in der westlichen Filmbranche ordentlich mitmischen könnte. Das hat er mit seinem, auf einem Drehbuch von von „Prison Break“ - Star Wentworth Miller basierendem, Film „Stoker“ dann schließlich auch selbst getan und serviert dem Publikum einen ebenso prätentiösen, wie exquisiten Filmgenuss, der zwar inhaltlich keine bleibenden Akzente setzen kann, dafür aber allen anderen Kinofilme diesen Jahres visuell haushoch überlegen ist. „Stoker“ ist optisch brillante Unterhaltung, die nicht selten an „Hitchcock“ erinnert und aufgrund der originellen Kameraarbeit noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Als der Vater von India Stoker (Mia Wasikowska) bei einem Autounfall sein Leben verliert, kann sie noch nicht ahnen, dass ihr Leben schon sehr bald von weiteren schrecklichen Ereignissen durchdrungen sein wird. Das Unheil naht in der Gestalt ihres mysteriösen Onkels Charlie (Matthew Goode), der sich im Hause der Stokers niederlässt und fortan Indias Leben bestimmt. Ungemein charmant und zugleich von einer düsteren Aura umgeben, ist es für Charlie ein Leichtes, zunächst Indias Mutter Evie (Nicole Kidman) und dann die Tochter um den Finger zu wickeln. Doch bald bemerkt India, dass ihr Onkel ein schreckliches Geheimnis verbirgt...

„Stoker“ besticht vor allem auf der visuellen Ebene: Das geht von einer wunderbaren Montage, über eine ungemein originelle Kameraführung, hin zu einem atemberaubenden Farbenspiel, das in jeder Szene ganz streng durchkomponiert wirkt und das visuellen Gesamtbild auf ein überwältigendes Level hebt. „Stoker“ ist tatsächlich der optisch beeindruckendste und ästhetisch wertvollste Film, den ein Hollywoodstudio seit langem hervorgebracht hat - weshalb Park Chan-wook in dieser Hinsicht alle in ihn gesetzten Erwartungen spielend leicht erfüllen kann. Abgerundet wird die betörende Wirkung der Bilder zusätzlich durch einen extrem effizient eingesetzten und sehr schönen Soundtrack von Clint Mansell, den man auch gut ohne den Film hören könnte (-eine echte Soundtrack-Empfehlung eben!).
Doch leider kann der Film auf der inhaltlichen Ebene das visuelle Niveau nicht ganz halten, da sich die Story recht gemächlich entwickelt und echte Spannung erst sehr spät aufkommen will. Das ist allerdings nur für diejenigen ein Problem, die einen typischen Thriller erwarten und den Film eher wegen dem Genre, als wegen dem Regisseur und seinem unverwechselbaren Stil konsumieren. Alle die jedoch vor allem an der - zugegebenermaßen leicht prätentiösen - Kunst von Park Chan-wook interessiert sind, werden wohl schon vor dem Schauen von „Stoker“ keinen herkömmlichen Spannungsfilm erwartet haben, der sich brav an die Genreregeln hält. Das hat „Stoker“ nämlich gar nicht nötig. Denn die atemberaubenden Bilder vermögen es, den Film ganz alleine zu tragen. Ein Kunststück, das man als Regisseur auch erst einmal vollbringen muss. Trotz allem bleibt „Stoker“ dann doch hinter Park Chan-wooks inzwischen ikonisch gewordenem Kultfilm „Oldboy“ zurück, da der krasse Überraschungseffekt des letztgenannten Filmes bei „Stoker“ leider ausbleibt und die Story dann doch einen Tick konventioneller ausgefallen ist. Festzuhalten bleibt, dass „Stoker“ allen Freunden ästhetisch wertvoller und durchaus eleganter Unterhaltung wärmstens zu empfehlen ist, was vor allem an Park Chan-wooks beeindruckenden optischen Spielereien liegt. So gibt es beispielsweise eine grandiose Übergangssequenz vom Haar einer der Figuren hin zu, sich langsam im Wind wiegendem Gras, die einem noch lange positiv im Gedächtnis bleiben wird. Erwähnt werden sollte außerdem, dass sich „Stoker“ als eine kleine Verbeugung vor dem Suspense-Großmeister Alfred Hitchcock versteht, welcher der visuellen Ebene auch stets den Vorzug vor dem Inhalt gegeben hat. Hitchcock selbst sah beispielsweise den Tonfilm keineswegs als Fortentwicklung des Kinos, weil dieses dadurch (in seinen Augen) lediglich „theaterhafter“ wurde und die gezeigten Bilder logischerweise an Bedeutung verloren, da man sie nicht mehr so stark mit Inhalt befüllen musste. Darüber hinaus war er der Ansicht, dass man einen Dialog nur dann verwenden sollte, wenn es gerade wirklich keine andere Möglichkeit gibt, die Geschichte plausibel weiterzuerzählen. Diesem hitchcockschen Ansatz der Rückbesinnung auf Zeiten, in denen das Kino noch eine rein visuelle Unterhaltungsform war, scheint auch Park Chan-wook gefolgt zu sein, weshalb sein Film nur sehr spärlich mit Dialogen angereichert wurde und hauptsächlich über das Visuelle funktioniert. Alle die befürchtet haben, dass der koreanische Regisseur in seinem US-Debüt Kompromisse eingegangen ist, können also erleichtert aufatmen, seine Handschrift ist zu jeder Sekunde des Filmes zu spüren.

Die Blu-ray liefert gestochen Scharfe Bilder, die der optischen Brillanz des Werkes perfekt in die Hände spielen. Und auch die Tonqualität kann überzeugen, weshalb einem Genuss des tollen Soundtracks nichts im Wege stehen sollte. Die Extras fallen sehr umfangreich und interessant aus, so gibt es beispielsweise einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen, ein gelungenes Making-of oder ein Video zur Premiere des Filmes in Korea zu sehen. Rundum gelungen also!

Fazit:
Park Chan-wooks US-Debüt „Stoker“ liefert dem Zuschauer wunderschöne Bilder, die den Film trotz einer eher schwachen Geschichte zu einem sehenswerten Filmvergnügen machen. Echte Cineasten und Fans des Regisseurs werden an „Stoker“ also nicht vorbei kommen.

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by Jonas Hoppe
Bilder © 20th Century Fox