Still Alice - Mein Leben ohne Gestern (Mediabook) - Blu-ray

Blu-ray Start: 31.07.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 97 min

Still Alice - Mein Leben ohne Gestern (Mediabook) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland (Julianne Moore) plötzlich ein Wort nicht ein. Wenig später dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Die 50-jährige, die an der Columbia University Linguistik lehrt, ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Aber die Diagnose ist trotzdem ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer.

Ihre jüngste Tochter Lydia (Kristen Stewart), die sich in Los Angeles als Schauspielerin versucht, ist die erste, die bemerkt, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Beim Familienbesuch an Thanksgiving scheint zwar alles wie immer, nur dass sich Alice der Freundin von Sohn Tom (Hunter Parrish) gleich zweimal vorstellt. Doch auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann John (Alec Baldwin) es nicht länger vermeiden, den drei älteren Kindern die Wahrheit zu sagen. Denn weil diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten sie auch ganz direkt betroffen sein.

Anders als ihre schwangere ältere Schwester Anna (Kate Bosworth) lässt Lydia sich selbst nicht testen. Statt sich um die eigene Zukunft zu sorgen, will sie lieber für ihre Mutter da sein, selbst wenn ihr Verhältnis nicht immer das einfachste war. Ein gemeinsamer Sommer im Strandhaus der Familie schweißt sie enger zusammen denn je. Und als Alices Zustand sich zusehends verschlechtert, ist es ausgerechnet ihre Jüngste, die für sie die größten Opfer bringt.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Polyband Medien
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews mit Cast & Crew, Behind the Scenes

DVD und Blu-ray | Still Alice - Mein Leben ohne Gestern (Mediabook)

Blu-ray
Still Alice - Mein Leben ohne Gestern (Mediabook) Still Alice - Mein Leben ohne Gestern (Mediabook)
Blu-ray Start:
31.07.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 97 min.

zur Blu-ray Kritik
Still Alice - Mein Leben ohne Gestern Still Alice - Mein Leben ohne Gestern
Blu-ray Start:
31.07.2015
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DVD
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DVD Start:
31.07.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 97 min.
Still Alice - Mein Leben ohne Gestern (Mediabook) Still Alice - Mein Leben ohne Gestern (Mediabook)
DVD Start:
31.07.2015
FSK: 0 - Laufzeit: 97 min.

Blu-ray Kritik - Still Alice - Mein Leben ohne Gestern (Mediabook)

Blu-ray Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 6/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 9/10


Der letzte Film des am 10. März 2015 an der Nervenkrankheit ALS verstorbenen Regisseurs Richard Glatzer wurde in Gemeinschaftsarbeit mit seinem langjährigen Vertrauten Wash Westmoreland gedreht. Der Film beruht auf der gleichnamigen Romanvorlage von Lisa Genova. Es ist von beiden Regisseuren das mit Abstand beste Werk. Die Zuschauer sahen das ähnlich. Bei einem Produktionsbudget von 5 Millionen Dollar spielte „Still Alice“ weltweit knapp 42 Millionen Dollar wieder ein und ist für einen Independent-Film damit ein Erfolg. Und die Einnahmen aus dem Heimkino stehen noch aus.

Dr. Alice Howland (Julianne Moore) feiert in einem schicken Restaurant ihren 50. Geburtstag mit ihrer Familie. Ihre älteste Tochter und Anwältin Anna (Kate Bosworth) und deren Mann Charlie (Shane McRae) schenken ihr einen Pullover, während ihr Sohn Tom (Hunter Parrish) zu spät kommt, da er noch operieren musste. Darüber spricht er mit seinem Vater John (Alec Baldwin), ehe alle Alice zuprosten. Nur die jüngste Tochter ist nicht anwesend, da Lydia (Kristen Stewart) in Los Angeles versucht, ihren Durchbruch als Schauspielerin zu schaffen. Alice ist eine angesehene Linguistik-Professorin, die an der Columbia University unterrichtet. Bei einem Vortrag fällt ihr ein einfaches Wort nicht ein. Später beim Joggen ist sie orientierungslos. Sie wagt den Schritt und geht zum Neurologen Dr. Benjamin (Stephen Kunken). Der muss ihr bald die schockierende Nachricht überbringen: frühmanifestierten Alzheimer. Brechen ihr Leben und das ihrer Familie damit zusammen?

Die Geschichte ist meisterlich umgesetzt. „Still Alice“ ist neben „Selma“ und „The Imitation Game“ der beste Film des Jahres, vielleicht sogar noch einen kleinen Tick herausragender als die beiden genannten. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere eine beeindruckende Tiefe haben, sich der Zuschauer mit jedem einzelnen identifizieren und die Handlungen einer jeden Figur durchgehend nachvollziehen kann. Das ist ein Hauptgrund dafür, dass der Film so bewegend und ergreifend ist. Aufgrund der Thematik und des schleichenden Verfalls ist er teilweise auch schwer zu ertragen. Doch genau das macht „Still Alice“ zu einem kraftvollen, lebensbejahenden und beeindruckenden Film, der um Klassen besser ist, als der gehypte „Honig im Kopf“, der eine ähnliche Thematik hat. Denn „Still Alice“ ist realitätsnäher, beschönigt nichts und ist dadurch auch brisanter und wichtiger. Zudem legen die Verantwortlichen mehr Wert auf Details und kleine, aber wichtige Beobachtungen, wie etwa das veränderte Verhalten der Verwandten, die im fortschreitenden Krankheitsverlauf über die kranke Person, aber nicht mit ihr reden. Außerdem ist das Thema interessant und kurzweilig verfilmt worden, wurde die Handlungsstringenz exzellent durchdacht und dazu spannend und packend gestaltet. So zieht der Film den Zuschauer von Beginn an in seinen Bann.
„Still Alice“ ist ein Meisterwerk, was auch am famosen Schnitt, der gefühlvollen, atmosphärisch-melancholischen Musikuntermalung, den herrlichen Locations und der ruhigen, suggestiven Kameraführung liegt. Außerdem kann die deutsche Synchronisation überzeugen, da hier alle gewohnten Sprecher der Stars professionell und ausdrucksstark bei der Sache sind. Zudem sind auch die Kostüme und das Make-up exzellent und klug ausgesucht wurden und unterstützen die jeweilige Stimmung des Filmes gelungen.

Zu einem genialen Drama wird „Still Alice“ aber vor allem durch seine Besetzung. Julianne Moore (The Kids Are All Right, Boogie Nights, Non-Stop) liefert die vielleicht beste Leistung ihrer Karriere ab. Sie wurde für ihre überwältigende Performance mit Preisen überschüttet und erhielt unter anderem den „Oscar“ und „Golden Globe“ 2015 als beste Hauptdarstellerin. Doch auch der Rest des Ensembles sorgt für einen Ausnahmefilm. Kristen Stewart (Twillight, Camp X-Ray, Speak) kann in ihrer differenzierten Rolle mit einer überragenden Vielschichtigkeit und Tiefe beeindrucken. Auch Alec Baldwin (Mission Impossible: Rogue Nation, Blue Jasmine, Rock of Ages) begeistert und füllt seine schwierige Figur hervorragend aus. Des Weiteren können mit Kate Bosworth (Blue Crush, Der Pferdeflüsterer, 21) und Hunter Parrish (Freedom Writers, Gone, Wenn Liebe so einfach wäre) zwei weitere Darsteller mit guten Leistungen punkten.

Die Blu-ray Umsetzung ist gelungen, aber nicht so stark wie der Film selbst. Das Bild ist für einen aktuellen Film leider zu oft krislig und körnig, um wirklich überzeugen zu können. Dafür ist es gestochen scharf. Der Ton lässt hingegen keine Wünsche offen, liegt im DTS-HD-Master 5.1-Sound vor und fällt mit Klarheit und gut eingestellter Lautstärke positiv auf.
Auch die Extras sind gelungen. Es gibt aufklärende Interviews mit Julianne Moore, Kristen Stewart, Alec Baldwin, Richard Glatzer, Wash Westmoreland und zusätzlich drei B-Rolls.

Besonders zu empfehlen ist das limitierte Mediabook, welches herrlich aufgemacht ist und für Sammler einen Mehrwert bietet, da im Booklet mehrere Szenebilder enthalten sind, dazu ein interessantes Statement der Regisseure. Zusätzlich ist diese Version hervorragend verarbeitet.


Fazit:
Herausragender, bewegender, charakterstarker und wichtiger Film, ein Meisterwerk, wie man es selten zu sehen bekommt.

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by Stefan Bröhl
Bilder © WVG Medien / Polyband Medien