Steve Jobs - Blu-ray

Blu-ray Start: 24.03.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 122 min

Steve Jobs Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 14,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Seine Vision veränderte die Welt und trieb ihn fast in den Ruin: der Entwurf und Bau eines Computers für jedermann. Über die ersten Anfänge, die Entwicklung des legendären, alles revolutionierenden Macintosh, bis hin zum Neuanfang mit dem iMac im Jahr 1998, nimmt uns STEVE JOBS mit ins Epizentrum der digitalen Revolution und zeichnet zugleich das vielschichtige Portrait eines ihrer brillantesten Köpfe.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (GB)
Dolby Digital Surround 5.1 (D, TR)
Untertitel:
D, GB, Arab, DK, FIN, Hindi, IS, N, P, S, TR
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Inside Jobs: Das Making of von Steve Jobs
- Filmkommentar mit den Filmemachern

Video on demand - Steve Jobs

DVD und Blu-ray | Steve Jobs

Blu-ray
Steve Jobs Steve Jobs
Blu-ray Start:
24.03.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 122 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Steve Jobs Steve Jobs
DVD Start:
24.03.2016
FSK: 6 - Laufzeit: 117 min.

Blu-ray Kritik - Steve Jobs

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 8/10


Steve Jobs gilt für viele Menschen, als eines der größten Genies der Moderne. Groß genug, um in den 4 Jahren nach seinem Tod schon den dritten Film über ihn zu drehen. Ein Film mit Ashton Kutcher, eine Dokumentation und nun unter Danny Boyles Anleitung ein weiterer Spielfilm, der es mal mit einer ganz anderen Herangehensweise probiert. Und da Mut zum Neuen belohnt wird, scheint Jobs nun ein Film gewidmet zu werden, der seinem Schaffen gerecht wird.

Steve Jobs Szenenbild 1984,1988 und 1998. Drei Jahre. Drei Ereignisse, die das Leben eines Mannes, den manche als Genie bezeichnet und wieder andere als Größenwahnsinnigen abgeschrieben haben, nachhaltig definierten. In Steve Jobs wird das Wesen von ebendiesen in jeweils einer halben Stunde aus seinem Leben auf den Punkt gebracht. In diesen zeigt sich, was diesem Man, der so viele Leben verändern sollte, Familie, Freundschaft und Ruhm im Laufe seines Lebens bedeutet haben.

Erzählerisch ist Danny Boyles (127 Hours, 28 Days Later) Version der Aufarbeitung des Lebenswerks von Apple-Gründers Steve Jobs eindeutig die Innovativste. In dem Boyle den Fokus auf den Prolog der jeweiligen Präsentationen legt, schafft er sich die Möglichkeit den Mensch Jobs in den verschieden Phasen seiner Karriere zu beobachten und seine Beziehungen zu seiner Familie, aber auch zu anderen Größen der IT-Branche, zu zeichnen. Und obwohl dieser Schritt zeigt, dass der Regisseur sein Handwerk versteht, hat er auch eine Schattenseite. So interessant der Ansatz der Etappen auch ist, so verhindert er doch auch eine flüssige Charakterentwicklung. Während in einer linearen Erzählung der Protagonist anhand von Siegen und Niederlagen wächst, bei denen der Zuschauer zumeist Zeuge ist, wird in diesem Film darauf verzichtet, wodurch die Evolution des Charakters nicht immer für den Betrachter nachvollziehbar ist. In der Geschichte wird man einfach mit Jobs in drei verschiedenen Zuständen konfrontiert, welche mehr oder weniger plausibel in der dargestellten Chronologie wirken. Steve Jobs SzenenbildAuch fällt auf, dass sich der Film nur im ersten Akt stark kritisch mit dem Perfektionisten Steve Jobs auseinandersetzt. In den folgenden beiden Teilen der Geschichte wird die Auseinandersetzung zumeist durch den Dialog mit Steve Wozniak definiert, welcher einige der besten Zitate des Films enthält. Weiterhin werden zwar Themen wie Finanzielle Probleme und Schwierigkeiten in der Familie erwähnt, verlieren sich aber in der charismatischen Darstellung von Michael Fassbender.
Fassbender (Shame, Inglourious Basterds) schafft es mit seiner Darstellung des eigensinnigen Freigeists, jeden Zuschauer die Interpretation durch Ashton Kutcher von 2013 vergessen und die Entscheidung bei den Oscars 2016 für den "Besten männlichen Hauptdarsteller" hinterfragen zu lassen. Doch selbst neben dem hoch angesetzten schauspielerischen Niveau des Protagonisten schaffen es die meisten Darsteller nicht unterzugehen oder sogar neben ihm zu brillieren. Sowohl Kate Winslet (Titanic, Der Vorleser) als auch Jeff Daniels (The Newsroom, Dumm und Dümmer) zeigen ihre Kenntnisse des Handwerks und hauchen ihren Figuren Glaubwürdigkeit und Leben ein. Doch ist Daniels ist nicht der einzige Comedy-Star, der hier zeigt, dass er auch in Dramen brillieren kann. Seth Rogen (Ananas-Express, Das ist das Ende) bekommt durch ein gutes Skript die Chance das Verhältnis zwischen Jobs und Wozniak differenziert darzustellen und dem Film einige seiner besten Momente zu entlocken.

Steve Jobs Szenenbild Da die Handlung des Films zum größten Teil an die Orte der jeweiligen Pressevorführungen gebunden ist, halten sich die extravaganten Schauwerte des Films etwas in Grenzen. Dennoch werden die Örtlichkeiten und Handlungen, dem Medium entsprechend deutlich eingefangen. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Ton, welcher zwar klar ist, aber als Teil eines reinen Dialogfilms kein großes Soundspektakel einfangen muss.

Bei der Qualität des Film ist es schade, dass das gesamte Bonusmaterial nur aus einem Making-of besteht. Dieses ist mit einer Laufzeit von fünfzehn Minuten auch nicht unbedingt sehr lang, aber gibt einen interessanten kurzen Einblick zur Erarbeitung des Drehbuchs und über die Beziehung des Regisseurs zum Projekt.


Fazit:
Mit Steve Jobs inszeniert Regisseur Danny Boyle eine biografischen Dialogfilm, der es einmal auf die etwas experimentelle Weise probiert. Unterstützt von einem tollen Cast wird hier über drei verschiedenen Phasen im Leben des Apple-Mitbegründers berichtet. Wenn man Lust auf einen guten Film hat, der auch noch das Ergebnis von inspirierten und innovativen Filmemachern ist, kann hier getrost zu greifen.


by Marvin Schmidt
Bilder © Universal Pictures